Emerging Markets

22. Mai

Besser als erwartet

China ermittelt die Höhe seiner Exporte jetzt nach einer neuen Methode. Das Ergebnis überrascht: Die Ausfuhren haben stärker zugenommen als bislang berechnet.

Im April konnte China Waren mit einem Wert von umgerechnet 189 Milliarden US-Dollar exportieren. Dies waren zwar nur 0,9 Prozent mehr als im April 2013. Doch schlug der Wert die Erwartungen der Volkswirte, die durchschnittlich einen Rückgang um rund drei Prozent erwartet hatten.

Dennoch erscheinen 0,9 Prozent Exportwachstum für ein dynamisch wachsendes Land wie China wenig. Doch die geringe Expansion kommt von einer statistischen Fehlrechnung. Bis zum Mai des vergangenen Jahres schätzten die chinesischen Statistiker ihre Exporte um einige Milliarden Dollar höher, als sie wirklich waren.

Impulse vom Export

Seit Mai 2013 wird jedoch auf diese Übertreibung verzichtet. Ab Mai 2014 dürften deshalb die Export-Zahlen die Realität realistischer wiedergeben – und auch stärkeres Wachstum zeigen als bislang. Den chinesischen Aktienmarkt könnte das für viele wohl überraschend starke Export-Wachstum unterstützen.

Wie groß der Effekt sein kann, zeigte sich schon im April. Rechnet man in den Zahlen für April 2014 die Überschätzung heraus, so expandierte der Export um 8,8 Prozent. Damit sieht die Entwicklung des Exports dann schon deutlich dynamischer aus.

Weitere Überraschungen

Positiv für Chinas Export ist zudem, dass die Hauptexportregionen USA (16,7 Prozent des gesamten Exports) und Europa (15,8 Prozent) im April jeweils mehr als zehn Prozent mehr Waren abgenommen haben. Die Wirtschaft bei Chinas größten Kunden erholt sich und sollte 2014 und 2015 robust wachsen. Daher könnten die Zahlen für den chinesischen Export in den kommenden Monaten weiterhin die Analysten positiv überraschen.

Solch eine positive Entwicklung des Exports dürfte den Anlegern gefallen. Denn die Wachstumsdynamik im Reich der Mitte hatte zuletzt nachgelassen. Insbesondere der Einbruch bei den Bauaktivitäten hemmte das Wirtschaftswachstum. Zudem lag die Industrieproduktion im April mit einem Anstieg um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat unter den Analystenschätzungen.

Die Peoples Bank of China, Chinas Zentralbank, hat die Kreditinstitute bereits angewiesen, Hausbaukredite bevorzugt zu behandeln. Dies könnte eine kleine Unterstützung für den Bausektor bieten.

Notenbank könnte stimulieren

Da Regierung und Notenbank durchaus noch Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft ergreifen könnten, dürfte das BIP-Wachstum 2014 nicht abrupt einbrechen. Der von vielen Volkswirten erwartete Rückgang der Wirtschaftsdynamik in China könnte deshalb möglicherweise weniger stark ausfallen als befürchtet. Ohnehin bleiben die langfristigen Aussichten für das Land gut, urteilen viele Anlagestrategen.

Mit Fonds wie dem DWS Invest Chinese Equities können Anleger an dieser Entwicklung partizipieren. Das Fondsmanagement legt seine Anlage-Schwerpunkte derzeit auf Finanzdienstleister (27 Prozent des Portfolios), Informationstechnologie (16 Prozent), Gesundheitswesen (14 Prozent) und dauerhafte Konsumgüter (11 Prozent).

So können Sie als Anleger profitieren:

  • Der chinesische Export hat im April positiv überrascht
  • Neue Konjunktur-Programme könnten das Wachstum stimulieren
  • Private Anleger können von der Entwicklung mit dem DWS Invest Chinese Equities profitieren

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