Emerging Markets

24. April

Neuer Primus in Afrika

Nigeria löst Südafrika als stärkste Wirtschaftsmacht in Afrika ab. Der Aufstieg könnte auch bei Investoren für mehr Interesse sorgen.

Nigeria hat Südafrika mit seiner Wirtschaftsleistung überflügelt. Das National Bureau of Statistics (NBS) von Nigeria errechnete für das Jahr 2013 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von umgerechnet rund 491 Milliarden US-Dollar oder 353 Milliarden Euro. Damit ist die westafrikanische Volkswirtschaft jetzt deutlich größer als die Wirtschaft Südafrikas. Deren BIP betrug 2013 rund 400 Milliarden US-Dollar.

Der Grund für den kräftigen Zuwachs um 70 Prozent ist eine neue Berechnungsgrundlage der Statistikbehörde. So wurden 2013 nicht mehr nur 33 Sektoren der Volkswirtschaft, sondern 46 Sektoren in die Berechnung einbezogen.

Erst jetzt tauchen Sektoren wie Telekommunikation, Informationstechnologie, Musik und Fluggesellschaften in der Statistik auf. Auch wurde das Basisjahr von 1999 auf 2010 verändert. Marktbeobachter hatten bereits erwartet, dass bei der Überarbeitung der Datenbasis ein Anstieg des BIP festzustellen sein dürfte. Immerhin hatte das NBS die Basis seit 1990 nicht mehr angepasst.

Bruttoinlandsprodukt deutlich gestiegen

Interessantes Detail der neuen BIP-Berechnung: Jetzt stellt nicht mehr der Industriesektor, sondern die Dienstleitungsbranche den größte Posten. Die neue Größe des BIP überraschte dann aber doch Experten und Anlegerwelt. Ein höheres Interesse an dem Land in der Mitte Afrikas scheint nun sicher.

Wie rasant sich Nigeria entwickelt, lässt sich an vielen Stellen ablesen – etwa bei der Kommunikation. So gab es 1990 gerade einmal 300.000 Festnetzanschlüsse. Aktuell telefonieren 100 Millionen von insgesamt 170 Millionen Nigerianern mit Mobiltelefonen.

Künftig dürften in vielen Bereichen der nigerianischen Wirtschaft neue Investitionen erfolgen. Vor allem in der Infrastruktur wäre das auch dringend nötig. Denn obwohl das Land der größte afrikanische Erdölproduzent ist, bleibt seine Infrastruktur deutlich hinter der Südafrikas zurück.

Nachholbedarf bei Infrastruktur

So gibt es in Nigeria nur ein Zehntel der Stromversorgung im Vergleich zu Südafrika. Um sein kräftiges Wirtschaftswachstum zu erhalten, muss Nigeria unbedingt in seine Infrastruktur investieren, urteilen Volkswirte.

Für das laufende Jahr wird ein kräftiges BIP-Wachstum von 7,4 Prozent erwartet. Mit seiner wachsenden und jungen Bevölkerung und seinem Ölreichtum verfügt Nigeria nach Einschätzung zahlreicher Experten und Anlagestrategen über gute Grundlagen für weiteres, überdurchschnittliches Wachstum. Doch auch für die neue Nummer zwei des Kontinents, Südafrika, werden 2014 und 2015 höhere Wachstumsraten erwartet.

Die beiden Länder sollten weitere afrikanische Staaten mitreißen. Anleger, die an der Entwicklung Afrikas partizipieren wollen, können dies mit Aktienfonds wie dem DWS Invest Africa. Das Fondsmanagement setzt seinen Schwerpunkt derzeit mit rund einem Drittel des Portfolios auf Südafrika, gefolgt von Nigeria (13 Prozent) und Ägypten (zwölf Prozent).

So können Sie als Anleger profitieren:

  • Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Nigeria nun das größte Land in Afrika
  • Afrikaweit dürfte das Wirtschaftswachstum 2014 anziehen
  • Private Anleger partizipieren an der Entwicklung in Afrika mit Fonds wie dem DWS Invest Africa

Hohes Niveau

Lange Konsolidierung

Passender Fonds