Renten und Zinsen

30. Mai

Verantwortungsvolle Strategie

Der Wirtschaft in der Eurozone läuft im Erholungsmodus. Doch noch ist der Aufschwung fragil. Umsichtige Anleger achten deshalb auf Risiko-Streuung.

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone bleibt weiterhin vergleichsweise gut. Das zeigt die jüngste Umfrage des Markit-Instituts unter 5.000 Industrie- und Dienstleistungsfirmen.

Der auf dieser Basis errechnete Markit-Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft der Eurozone fiel im Mai nur leicht um 0,1 auf 53,9 Punkte. Das Konjunkturbarometer hielt sich damit jedoch klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Eurozone noch nicht über den Berg

Allerdings ist die Wirtschaft der Eurozone nach Einschätzung der Unternehmenslenker wohl noch nicht in allen Teilen über den Berg. Der Teil-Index für die Industrie der Euro-Zone fiel im Mai um 0,9 Punkte auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr.

Ausgeglichen wurde dieser Rückgang jedoch durch einen Anstieg des Dienstleister-Index um 0,4 Zähler, der damit seinen höchsten Wert seit knapp drei Jahren erreichte.

Sorgenkind Frankreich

Die Industrie verlor wegen der wackligen Weltkonjunktur an Schwung. Belastend wirkten auch das schwächelnde Frankreich und sinkende Preise. "Sorgenkind Nummer eins bleibt Frankreich", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Zudem: In einigen Staaten der Eurozone sind die Schuldenquoten trotz der jüngsten Sparbemühungen zunächst noch einmal gestiegen. Italien bringt es beispielsweise weiterhin auf eine Verschuldung in Höhe von 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Für Anleiheinvestoren kann es daher Sinn machen, in ihr Portfolio Zinspapiere von Staaten aufzunehmen, die mit deutlich besseren finanziellen Kennzahlen aufwarten. Vor allem Staaten mit hohen Umwelt- und Sozialstandards bieten oft attraktive Anleihen.

Solide Staaten

Eines dieser Länder ist Norwegen. Das Königreich erzielt kontinuierlich hohe Leistungsbilanz- und Haushaltsüberschüsse – dank Öl und Gas. 1990 wurde ein Staatsfonds eingerichtet, der die Einnahmen im Ausland anlegt. Der Fonds hat mittlerweile nach Angaben von Germany Trade & Invest ein Volumen von 552 Milliarden Euro.

Mit seinen Gewinnen sollen die Sozialausgaben künftiger Generationen finanziert werden. Die norwegische Krone, die 2013 gegenüber dem Euro um 14 Prozent abwertete, hat sich inzwischen wieder erholt.

Moderate Staatsverschuldung in Schweden

Auch Schweden kann auf sehr gesunde makroökonomische Daten verweisen. Nach Prognosen der EU-Kommission wird die Wirtschaft dieses Jahr um 2,8 und im kommenden Jahr um drei Prozent zulegen. Die Staatsverschuldung beträgt moderate 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Ausgesprochen robust zeigt sich auch die kanadische Wirtschaft. Im Jahr 2014 wird ein Wachstum von 2,3 Prozent erwartet. Die Prognose für das Jahr 2015 liegt bei 2,5 Prozent. Dabei bleibt der Verschuldungsgrad des Landes mit weniger als 90 Prozent des BIP akzeptabel.

Der Anleihenfonds DWS ESG Global-Gov Bonds investiert in Anleihen solcher solider Länder außerhalb der Eurozone-Zone. Ins Portfolio kommen dabei nur Papiere von Staaten, die hohe Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien erfüllen. Alle im Fonds enthaltenen Anleihen haben die höchsten Bonitätsnoten.

So können Sie als Anleger profitieren:

  • Die Eurozone bleibt im Erholungsmodus, doch unvorhergesehene Ereignisse könnten zu Verwerfungen an den Börsen führen
  • Umsichtige Anleger können ihr Risiko mit Staatsanleihen aus soliden Nicht-Euro-Ländern streuen
  • Der DWS ESG Global-Gov Bonds investiert in Anleihen aus solchen Staaten

Durchbruch geschafft

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