Renten und Zinsen

13. Februar

Vorteil Europa

Die Turbulenzen in den Schwellenländern lassen Anleger wieder vermehrt zu Anleihen greifen. Neben US-Treasuries sind vor allem Staatspapiere aus Spanien und Italien gesucht.

Die US-Notenbank (Fed) normalisiert ihre Geldpolitik mit spürbaren Folgen für die Emerging Markets. Seit Januar haben Investoren rund zwölf Milliarden Dollar aus Schwellenländer-Anleihen und -Aktien abgezogen, insbesondere aus Volkswirtschaften, die hohe Leistungsbilanzdefizite aufweisen. Das abgezogene Geld fließt in Anleihen der Industrienationen.

Das ist auch der Grund, warum zuletzt die Kurse amerikanischer Staatsanleihen stiegen, obwohl die Fed im Zuge ihrer Normalisierungs-Politik immer weniger dieser Anleihen kauft. Vor allem bei europäischen Anlegern sind derzeit aber auch Staatsanleihen der Euro-Peripherieländer gefragt. Deren Kurse ziehen weiter an, weshalb ihre Renditen fallen.

Anleihenkurse und –renditen entwickeln sich stets gegenläufig. So fiel etwa die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatsanleihe auf 3,7 Prozent. 10jährige Staatsanleihen aus Italien rentieren jetzt mit 3,75 Prozent. Noch im Oktober 2013 rentierten beide Anleihen deutlich über vier Prozent.

Defizite werden abgebaut

Zum Kauf von Peripherie-Papieren motivieren aber auch Erfolge der beiden Staaten bei der Krisenbekämpfung. So hat Spanien die lange Rezessionsphase überwunden: Im dritten Quartal 2013 ist das Bruttoinlandsprodukt immerhin um 0,1 Prozent gewachsen.

Für das laufende Jahr wird dank steigender Exporte und allmählich wieder anziehender Konsumausgaben ein Plus von einem Prozent erwartet. Zudem erscheint das Erreichen des mit der EU vereinbarten Defizitziels von 6,5 Prozent in diesem Jahr erreichbar.

Positive Zeichen aus Italien

Ebenso lassen sich in Italien Lichtstreifen am Horizont erkennen. 2014 sollte das Bruttoinlandsprodukt Europas drittgrößte Volkswirtschaft um 0,5 Prozent zulegen. Auch will Ministerpräsident Enrico Letta angesichts der weiterhin hohen Arbeitslosigkeit die Unternehmen entlasten und den Kündigungsschutz lockern.

Das könnte die Wettbewerbsfähigkeit Italiens stärken. Zudem ist die Regierung Rom zuversichtlich, die ursprünglich angepeilte Defizitquote von 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sogar noch zu unterbieten.

Hollande will reformieren

Nicht zuletzt scheint sich auch die Lage in Frankreich ganz langsam etwas zu stabilisieren. Die Zahlen für das verarbeitende Gewerbe lagen zuletzt über den Erwartungen. Gespannt verfolgen nun Anleger, ob und wie schnell der französische Staatspräsident Francois Hollande seinen vor kurzem angekündigten Reformmaßnahmen Taten folgen lassen wird.

Anleger können mit einem DWS-Rentenfonds von dieser Entwicklung profitieren. So sind etwa im Portfolio des DWS Zinseinkommen die Papiere der drei Länder hoch gewichtet. Auch Zinstitel aus Irland, Belgien und Lettland finden sich im Fonds.

Neben Staatsanleihen und Pfandbriefen werden dabei auch die Chancen attraktiv verzinster Unternehmensanleihen genutzt. Seit Auflegung im September 2011 erzielte der Fonds ein Plus von 7,8 Prozent.

So können Sie als Anleger profitieren:

  • Anleger legen wieder mehr Geld in Staatsanleihen der Eurozone an
  • Die Euro-Peripherieländer melden Reformerfolge, ihre Wirtschaft nimmt allmählich Fahrt auf
  • Mit einem Rentenfonds wie dem DWS Zinseinkommen können Anleger profitieren

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