Niedrige Zinsen und hohe Aktienbewertungen – wie sollen Anleger in solch einem Umfeld investieren? Mit welchen Regionen lässt sich punkten, mit welchen Anlageklassen Gewinn erzielen? Und wie mit drohenden Kursrückgängen umgehen? Komplexe Fragen, für die es eine komfortable Lösung gibt: Multi-Asset-Fonds. Bei ihnen müssen sich Anleger nicht mit Chancen und Risiken von Teilmärkten herumschlagen. Diese Aufgabe übernehmen Fondsmanager, die mehrere Anlageklassen so kombinieren, dass in der Summe ein bestimmtes Chance-Risiko-Profil herauskommt. Nur: Wie den passenden Fonds finden?

Indem der Anleger drei zentrale Fragen beantwortet: nach seinem Anlagehorizont, seiner Risikobereitschaft sowie nach seinem Anlageziel.

1. Der richtige Anlagehorizont

Da auch Multi-Asset-Fonds Wertschwankungen unterliegen, sollte der Investor einen langen Atem mitbringen, damit er bei Kapitalbedarf seine Anlage nicht mit Verlust auflösen muss. Wer also bereits jetzt genau weiß, dass er das angelegte Geld bald wieder benötigt, sollte besser Abstand nehmen. Konkret: Fünf Jahre sollte der Anlagehorizont für Multi-Asset-Fonds mindestens betragen.

2. Das angemessene Risiko

Eine Geldanlage sollte immer zum Anleger und dessen Risikobereitschaft passen. Wie zum Beispiel ist es um den Nachtschlaf bestellt, wenn ein Fonds in einer Baisse um zehn Prozent an Wert verliert? Wer entspannt durchschläft, kann höhere Risiken eingehen als ein Anleger mit beeinträchtigter Nachtruhe. Indikatoren für die Einschätzung des Risikos eines Fonds gibt es einige – etwa die Kursschwankungen, die der Fonds in seiner Historie hatte. Ein anderes Indiz ist die Risikoklasse. Höhere Ziffern stehen für höhere Risiken.

10

Prozent

betrug der maximale Wertverlust eines Sparplans im Krisenjahr 2008, bei einem Einmal-Investment 18 Prozent. Grund für die Differenz: Stetige Einzahlungen (1000 Euro als Startkapital, 50 Euro im Monat) senken langfristig die Risiken. Zugrunde liegt ein Mischportfolio aus 50 Prozent Aktien (MSCI World Euro) und 50 Prozent Anleihen (Barclays Global Aggr. EUR-hedged).

Quelle: Bloomberg Finance L.P., Stand: 11/2017


3. Der richtige Fonds fürs Anlageziel

Wer Klarheit über die ersten beiden Punkte gewonnen hat, muss sich fragen, ob er einen Fonds mit Ausschüttungen haben will oder ob der Wertzuwachs im Vordergrund steht. Sogenannte Income-Fonds investieren das Geld so, dass sie regelmäßige Ausschüttungen an ihre Anleger leisten können. Kurzfristige Schwankungen sind für Manager dieser Variante der Multi-Asset-Fonds eher tolerabel: Immerhin sollten die Investments im Fonds regelmäßige Erträge zum Anlageerfolg beisteuern.

Beim Total-Return-Ansatz dagegen liegen die Prioritäten des Managers neben dem Wertzuwachs vor allem darauf, Verluste an den Märkten stärker zu begrenzen. Darum hat das Risikomanagement einen höheren Stellenwert – entsprechend kurzfristiger reagiert das Management auf Schwankungen.

Bleibt die Zusatzfrage nach einem Sparplan. Wer jeden Monat eine fixe Summe einzahlt, profitiert dreifach. Weil der Vertrag in der Regel lange läuft, können höhere Risiken eingegangen werden. Außerdem wirken Sparpläne disziplinierend: Das Geld wird automatisch abgebucht, „ohne dass der Anleger den optimalen Einstiegszeitpunkt finden muss", sagt Christian Hille, der das Multi-Asset-Team der Deutschen Asset Management leitet. Plus: „Gerade in der Frühphase haben die Einzahlungen mehr Gewicht als die Kursschwankungen, die ja nur auf den noch kleinen Teil der Einzahlungen einwirken."
Sparpläne und Multi-Asset-Fonds, wenn das nicht bestens zusammenpasst. Gerade im aktuellen Umfeld

Auszahlen oder wachsen?

Deutsche Invest | Multi Asset Income LD

Anlagestrategie: Fondsmanager Heiko Mayer verwaltet den Fonds mit dem Ziel, mit einer Mischung aus Anleihen und dividendenstarken Aktien ein stetes Einkommen zu erwirtschaften. Die Aktienquote liegt je nach Umfeld zwischen null und 65 Prozent. Mit dieser Strategie soll den Anlegern jedes Jahr eine Ausschüttung oberhalb des Geldmarktsatzes zufliessen können.

Risikofaktoren: Der Fonds kann trotz aller Sorgfalt Wertverluste durch Kursrückgänge oder Dividendenkürzung erleiden.

ISIN LU1054320970
Ausgabeaufschlag 4,00 %
Gesamtkostenquote[1] 1,41 %
DWS-Risikoklasse[2] 3 von 4

Deutsche Concept Kaldemorgen LD

Anlagestrategie: 2011 hat der erfahrene Fondsmanager Klaus Kaldemorgen ein flexibles Anlagekonzept geschaffen, das ihn nicht auf bestimmte Regionen oder Anlageklassen festlegt. Das Ziel: Mit diesem Total-Return-Ansatz eine langfristig positive Wertentwicklung erreichen. Dazu nutzt der Fonds einen strengen Risikorahmen. Ausschüttungen an Anleger sind nicht vorgesehen.

Risikofaktoren: Trotz strenger Risikokontrollen kann es zu Wertschwankungen kommen, zum Beispiel aufgrund von Marktkorrekturen.

ISIN LU0599946976
Ausgabeaufschlag 5,00 %
Gesamtkostenquote[1] 1,59 %
DWS-Risikoklasse[2] 3 von 4

1. Stand: 31.12.2016.

2. Für Fonds der DWS-Risikoklasse 3 gilt: Der Fonds weist aufgrund seiner Zusammensetzung/der vom Fondsmanagement verwendeten Techniken eine erhöhte Volatilität auf, d. h., die Anteilspreise können auch innerhalb kurzer Zeiträume stärkeren Schwankungen nach unten oder nach oben unterworfen sein.

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