„Wider die Götter“ könnte ein Schmöker für den Sommerurlaub sein. Gut gegen Böse, die ewige Schlacht. Ist es aber nicht. Denn Peter L. Bernstein schreibt von Risiken und wie Menschen im Lauf der Geschichte damit umgingen. Kein Thema für den Strand. Trotzdem geht es auch bei Bernstein um einen Kampf: Diversifikation gegen Risiko. Multi-Asset-Strategien sind in der Praxis dafür das Mittel der Wahl.

Diversifikation ist die Streuung des angelegten Kapitals über verschiedene Anlageklassen. Immerhin verhalten sich unterschiedliche Anlageklassen unterschiedlich: Verlieren etwa Anleihen an Wert, können Aktien dennoch zulegen. Immobilien unterliegen wiederum anderen Einflussfaktoren. Am einfachsten lässt sich diese Diversifikation von einer Hand bewerkstelligen, mit Multi-Asset-Strategien etwa. Für jeden Anleger gibt es eine passende Variante.

Total Return: Unabhängigkeitserklärung für Fondsmanager

Eine möglichst positive Rendite mit einem besonderen Augenmerk auf das Risikomanagement, um Verluste möglichst klein zu halten – diesen Ansatz verfolgen Total-Return-Fonds, wie der Deutsche Concept Kaldemorgen. Dieses Ziel im Hinterkopf, hat Fondsmanager Klaus Kaldemorgen ansonsten freie Hand – etwa bei der Mischung von Aktien oder Anleihen. Entsprechend unabhängig kann er agieren: Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen, Gold oder Termineinlagen – vieles ist möglich. Die Papiere werden so gewichtet, dass die Risiken gut verteilt sind und nicht gleich das gesamte Portfolio unter den Folgen eines bestimmten Risikos wie beispielsweise steigenden Leitzinsen leidet. Andere Asset Manager halten es ähnlich – quasi aus einer gut stehenden Defensive kontrolliert nach vorne spielen.

Etwas strenger ist der Rahmen für Absolute-Return-Strategien. Denn sie sollen immerhin in jeder Marktphase ein Plus erwirtschaften. Das bedeutet, dass das Risikomanagement noch wichtiger ist als beim Total-Return-Ansatz und damit der Spielraum für den Manager deutlich enger. Immerhin sollen sich Risiken nicht in Verlusten niederschlagen. Die Konsequenz: Von solchen Strategien können nicht gleich hohe Erträge erwartet werden wie etwa von reinen Aktienfonds.

Income-Strategien: Das Streben nach regelmäßigem Einkommen

Income steht für Einkommen, ein regelmäßiges Einkommen. Zur Aufbesserung der Altersbezüge, für die kleinen Wünsche zwischendurch oder auch nur für das gute Gefühl, die eigene Sparsamkeit belohnt zu sehen. Die Verwalter dieser Strategien sorgen dafür, dass sich im Portfolio Papiere finden, die solch ein Einkommen abwerfen. Das können etwa Aktien sein, die regelmäßig Dividenden zahlen, aber auch entsprechend verzinste Anleihen. Je nach Profil nimmt das Management dabei mehr oder weniger Risiken in Kauf.

Auch bei dieser Strategie spielt die Kontrolle des Risikos eine große Rolle. Allerdings werden kurzfristige Marktschwankungen eher toleriert – immerhin
eröffnen diese auch Chancen, etwa zum Kauf günstig bewerteter Dividendentitel.Und die können für die begehrten attraktiven Ausschüttungen sorgen. Größere Schwankungen indes werden abgefedert. Denn sonst könnten selbst die attraktivsten Ausschüttungen durch Wertverluste des Gesamtportfolios verpuffen.

Bei jeder dieser Strategien geht es also um die Mischung, um Diversifikation – um die Kontrolle von Risiken. Was geht also in Sachen Multi Asset? Eine ganze Menge, je nach Strategie.

CRC 057882 (06/2018)

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