Sparverhalten der Deutschen: Die leise Revolution

Mein Haus, mein Auto, mein Sparbuch: die Deutschen gelten in puncto Geldanlage als erzkonservativ. Doch die jahrelange Phase der Niedrigzinsen scheint ein Umdenken zu fördern – wenn auch nur zögerlich.

 

Eigenheim, Geld sparen, Tagesgeld – bei den meisten Deutschen sind diese Begriffe positiv konnotiert. Börse, Wall Street und Aktien lassen dagegen die Alarmglocken läuten, wie eine Online-Umfrage der Aktion-pro-Aktie zeigt. Zu kompliziert und unverständlich seien Aktien, Fonds oder Anlagezertifikate. Und 47 Prozent der Bundesbürger denken, dass Aktien ohnehin nur etwas für Leute mit Geld seien, ergab eine Umfrage der Deutschen Bank.

 

Viel Bares, wenig Wahres?

2,2 Billionen Euro liegen laut Bundesbank hierzulande auf niedrig oder gar nicht verzinsten Giro- und Tagesgeldkonten. Die Inflation lässt den Wert der Ersparnisse Jahr für Jahr sinken. Legen es die Deutschen darauf an, ihrem Vermögen beim Schmelzen zuzuschauen? Dieser Frage ist der Ökonom Phillip Marek von der Bundesbank nachgegangen. Im April 2017 hat er seine Forschungsergebnisse präsentiert. Und tatsächlich: Es tut sich was bei den als erzkonservativ geltenden deutschen Sparern.

 

Ja, die Deutschen ändern sich

Knapp die Hälfte der Haushalte bejahte die Frage, ob die niedrigen Zinsen sich auf ihr Sparverhalten auswirken würden. Die Konsequenz: Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) spart nun weniger oder überhaupt nicht mehr. Immerhin 16,5 Prozent legen ihre Ersparnisse nun anders an. Das Geldvermögen, das in Aktien und Investmentfonds angelegt ist, wuchs zwischen 2014 und 2016 um 13 beziehungsweise 17 Prozent, wobei etwa fünf Prozentpunkte dieser Anstiege auf Kursentwicklungen zurückzuführen sind.

 

Auf lange Sicht fast kein Verlustrisiko

Dass Aktien und Fonds tatsächlich in der Gunst der Deutschen steigen, zeigt auch das GfK-Investmentbarometer. 2011 bewerteten lediglich acht Prozent der Deutschen Investitionen in Aktien oder Fonds als attraktiv. 2017 sind es bereits 20 Prozent. Es könnte der Beginn einer neuen Spar-Ära sein. Wer langfristig am Ball bleibt, profitiert. So ergab eine Analyse der Frankfurt School of Finance & Management, dass das empirische Verlustrisiko bei einem Aktiensparplan mit einer Laufzeit von 25 Jahren lediglich 0,1 Prozent beträgt.

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