Gewerbeimmobilien statt Eigenheim

Auswege aus dem Niedrigzins kann nicht nur der Aktienmarkt bieten: Auch Immobilien können für private Anleger, die Vermögen aufbauen wollen, eine interessante Alternative sein.

 

Der deutsche Wohnungsmarkt boomt: Von 2009 bis 2015 sind zum Beispiel die Preise für neue Eigentumswohnungen in Berlin um jährlich 7,5 Prozent gestiegen. Kein Wunder: In- und ausländische Investoren suchen Alternativen zu niedrig oder sogar negativ verzinsten Anleihen. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Einkommen lassen viele vom eigenen Heim träumen. Doch nicht jeder kann sich ein Eigenheim leisten. Es scheint an der Zeit, Immobilien neu zu denken.

Für viele Bundesbürger bedeutet „Immobilienbesitz“ die selbst genutzte Eigentumswohnung oder das Eigenheim. Und tatsächlich können die eigenen vier Wände ein wichtiger Beitrag zur Altersvorsorge sein – ist die Immobilie erst einmal abbezahlt, kann die gesparte Miete wie eine Zusatzrente wirken.

 

Immobilienfonds als Alternative

Anleger, die in vermietete Immobilien investieren, können von regelmäßigen Mieterträgen profitieren. Außerdem entwickelt sich der Wert von Immobilien oft weitgehend unabhängig von den Aktien- und Rentenmärkten, das kann die Wertschwankungen des Vermögens etwas dämpfen. Heutzutage können Anleger mit großem wie mit kleinem Geldbeutel Immobilien neu denken. Einen möglichen Einstieg in die Anlageklasse können offene Immobilienfonds bieten. Sie investieren häufig in Bürogebäude, Logistik- und Einkaufszentren und streuen damit das Anlagerisiko über verschiedene Objekte. Die Einstiegsschwelle für Anleger ist in der Regel niedrig, bei der Anteilsrückgabe sind gesetzliche Halte- und Ankündigungsfristen zu beachten.

 

Offene Immobilienfonds verzeichneten bereits 2016 Rekordzuflüsse. Die Aussichten für 2017 sind ebenfalls positiv – trotz aufkommendem Gegenwind. Laut einer Marktbefragung der Ratingagentur Scope (Immobilienmarktstudie, Stand: 20.06.2017), in der 13 Fondsanbieter, 149 institutionelle Investoren sowie Vermögensverwalter und Vertriebe befragt wurden, rechnen 60 Prozent der befragten Fondsanbieter mit weiteren deutlichen Zuflüsse im Jahr 2017. Die Stimmung sei aktuell „gut“ bis „sehr gut“. Die Branche geht davon aus, dass die Mittelzuflüsse und die Bedeutung von offenen Immobilienfonds im Allgemeinen steigen. Mehr als die Hälfte der befragten Investoren und Vertriebe erwartet, dass die Fonds für private und institutionelle Anleger in den kommenden drei Jahren noch wichtiger werden als heute. Allerdings haben die große Beliebtheit und die anhaltend hohen Mittelzuflüsse auch ihre Schattenseiten.

 

Logistikmarkt boomt

Die größten Risiken sind ein ansteigendes Zinsniveau sowie der Mangel an geeigneten Immobilien. Die steigende Nachfrage und die zunehmende Knappheit am Immobilienmarkt belastet nach der oben erwähnten Umfrage bereits heute die Fondsanbieter. Nur 40 Prozent gehen laut Umfrage von ansteigenden Investitionen im Jahr 2017 aus – und das trotz steigender Mittelzuflüsse. Die Portfoliomanager erwarten daher, dass Immobilienfonds ihre Liquiditätsquoten aus Mangel an renditeträchtigen Objekten eher steigern könnten.

Der Logistikmarkt ist längst zu einem echten Schwergewicht in der Wirtschaft aufgestiegen. Allein in Deutschland setzte die Branche im Jahr 2016 etwa 258 Milliarden Euro um. Die Logistikbranche profitiert dabei von der fortschreitenden Globalisierung und der gestiegenen Kundenerwartung vor allem im Online-Geschäft. Auch die Verquickung von Online- und Offline-Handel – Stichwort: Click & Collect – fördert die Wachstumsaussichten von Logistikzentren.

 

US-Immobilien besonders beliebt

Amerikanische Büroimmobilien bleiben auch bei großen deutschen Anlegern besonders beliebt. Deutsche Investoren waren 2016 mit 4,5 Milliarden US-Dollar die größte internationale Büro-Investorengruppe in den USA (Quelle: CBRE). Auf dem US-Immobilienmarkt wurde 2016 mit 142 Milliarden Dollar für Büroimmobilien-Investments das zweithöchste Ergebnis seit 2007 erzielt. Der Grund für die Popularität von US-Büroimmobilien: Auf dem zunehmend engeren US-Arbeitsmarkt steigt auch die Anzahl der Bürojobs, sodass die Nachfrage nach entsprechenden Mietobjekten zunehme, erläutert CBRE. Als direkte Folge fiel die Leerstandsrate im vierten Quartal 2016 zum ersten Mal seit 2008 unter 13 Prozent.

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