Entspannt in den Ruhestand

Die Gewissheit ist nicht neu: Die gesetzliche Rente wird für viele nicht reichen, um ihren Lebensstandard im Alter zu halten. Trotzdem blenden gerade junge Menschen das Problem aus.

 

„Kinder kriegen die Leute immer“, soll Konrad Adenauer einst gesagt haben. Doch in diesem Punkt hat sich der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland getäuscht. Zwar ist die Geburtenrate 2015 wieder auf 1,5 Kinder pro Frau gestiegen. Doch das reicht bei weitem nicht aus, um den demografischen Wandel aufzuhalten. In Deutschland leben immer weniger junge, aber immer mehr ältere Menschen – auch, weil die Lebenserwartung dank des medizinischen Fortschritts steigt. Für die gesetzliche Rente, die nach dem Umlageprinzip funktioniert, ist das ein großes Problem: Immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Rentenempfänger aufkommen. 1965 flossen die Beiträge von 100 Erwerbstätigen statistisch gesehen an 20,4 Rentner. 2014 waren es 34,6 Rentner und 2040 könnten es bereits 61,1 Rentner sein.

 

Gerade Selbständige müssen privat vorsorgen. Hinzu kommt: Das Berufsleben hat sich stark gewandelt. Bis vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, von der Lehre bis zum Rentenalter ohne Unterbrechung im gleichen Betreib zu arbeiten. Heute sind Jobwechsel, Auszeiten oder prekäre Beschäftigungen keine Ausnahmen mehr. Das mindert die Rentenansprüche. Zudem sind rund drei Millionen Selbstständige nicht über die gesetzliche Rente abgesichert. Die Folgen: Die gesetzliche Rente kann den Lebensstandard im Alter nicht mehr sichern. Und diesen Anspruch hat sie seit der Rentenreform 2001 auch gar nicht mehr. Zudem steigt das Risiko der Altersarmut, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung vom Juni 2017 zeigt. Jeder fünfte 67-Jährige wird demnach 2036 von Altersarmut bedroht sein. Neben schlecht ausgebildeten Menschen und Langzeitarbeitslosen ist besonders bei alleinstehenden Frauen das Risiko von Altersarmut groß.

 

Drei Säulen: Gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge.

Doch das Problem wird von weiten Teilen der Bevölkerung ausgeblendet. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov vom Juni 2017 beschäftigen sich 44 Prozent aller Frauen zwischen 35 und 55 Jahren nicht mit dem Thema private Altersvorsorge. Auch die Mehrheit der jungen Menschen lässt das Thema kalt. 61 Prozent der 16 bis 29-Jährigen sorgt laut einer TNS-Emnit-Umfrage vom Mai 2017 nicht privat für das Alter vor. Was tun? Neben der gesetzlichen Rente – der ersten Säule der Altersvorsorge – sollten Erwerbstätige sich eine zweite und dritte Säule, also Betriebsrenten und private Vorsorge, aufbauen. Sie sollen die Lücke stopfen, die das sinkende Niveau der gesetzlichen Rente hinterlässt.

 

Was tun? Neben der gesetzlichen Rente – der ersten Säule der Altersvorsorge – sollten Erwerbstätige sich eine zweite und dritte Säule, also Betriebsrenten und private Vorsorge, aufbauen. Sie sollen die Lücke stopfen, die das sinkende Niveau der gesetzlichen Rente hinterlässt. Gesetzlich verpflichtend sind die zweite und dritte Säule der Altersvorsorge nicht. Einen Anspruch auf eine Betriebsrente hat jeder Arbeitnehmer dagegen sehr wohl. Zudem greift der Staat Sparern bei der Riester-(für Angestellte) und Rürup-Rente (für Selbstständige) mit Zuschüssen und Steuervorteilen unter die Arme.

 

Die Zeit heilt alle Wunden – und reduziert das Anlagerisiko

Ganz flexibel bleiben Anleger mit Investmentfonds. Je nach Anlagedauer und Risikotoleranz können sie aus einer Reihe von geeigneten Fonds wählen. Wer noch viel Zeit bis zur Rente hat, kann beispielsweise regelmäßig in einen Aktienfondssparplan einzahlen. Wer vor 30 Jahren damit begonnen hätte, jeden Monat 100 Euro in einen Fonds zu investieren (insgesamt 36.000 Euro), der auf deutsche Aktien setzt, könnte sich laut Fondsverband BVI heute über ein Guthaben von 120.202 Euro freuen. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 7,1 Prozent (10-Jahres-Volatilität der Fondskategorie: 20,2% p.a.). Bei etwas defensiveren Mischfonds lag die Rendite bei 5,3 Prozent (10-Jahres-Volatilität der Fondskategorie: 8,7% p.a.).

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