ESG: Drei Buchstaben, ein Nachhaltigkeitsansatz


Drei Buchstaben liefern eine einfache Erklärung für nachhaltige Geldanlagen. Und sie räumen mit einem Vorurteil auf.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Einfache Erklärungen erleichtern allen das Verständnis. Vor allem, wenn sie ein umfassendes Konzept auf den Punkt bringen. Eine schlichte Buchstabenfolge zum Beispiel, die skizziert, worum es beim nachhaltigen Investieren geht: ESG.

Nachhaltigkeit ist nämlich nicht nur modern. Immerhin trennen die meisten Haushalte den Müll und Politiker sprechen gern von nachhaltiger Entwicklung.

Es ist auch ein milliardenschwerer Markt für Geldanlagen, der dynamisch wächst. Bereits jetzt stecken weltweit mehr als 20 Billionen Dollar in entsprechenden Investment-Vehikeln – Tendenz steigend.1 Umso wichtiger, zumindest in Grundzügen zu verstehen, worum es bei nachhaltigen Geldanlage geht. Das Kürzel ESG ist dafür eine praktische Gedankenbrücke. Und es vermeidet ganz nebenher einen weit verbreiteten Irrtum.

ESG steht nämlich für gleich drei Aspekte der Nachhaltigkeit

  • E ist die Kurzform des Schlagworts „Environment“, der Umwelt.
  • S wiederum steht für „Social“, das soziale Element.
  • Und G? Dahinter verbirgt sich der Begriff „Governance“, die Unternehmensführung.

Nachhaltigkeit ist also nicht nur ein reines Umwelt-Thema, wie oftmals vermutet wird, sondern umfasst auch den Umgang eines Unternehmens mit seinen Mitarbeitern oder mit dem Thema Menschenrechte und die Grundsätze guter Unternehmensführung, etwa die Entlohnung der Vorstände. Jeder der drei Aspekte beinhaltet eine Reihe von Kriterien. In der Summe lässt sich anhand des ESG-Ansatzes also prüfen, wie nachhaltig ein Unternehmen arbeitet. Und die Integration dieser Aspekte hat, das belegen Studien, einen langfristig positiven Einfluss auf das Geschäftsmodell und den finanziellen Erfolg des Unternehmens und kommt so auch Anlegern zu Gute.2


Mehr als grün


Für Investoren ist das eine wichtige Information. Denn immer mehr wollen in ihren Portfolien eben nur solche Unternehmen bündeln, die nachhaltig wirtschaften. Der ESG-Ansatz bietet dafür zusätzliche Informationen, die neben den klassischen Finanzkennzahlen zur Anwendung kommen, um Unternehmen ganzheitlich zu beurteilen. Anwendbar ist er übrigens nicht nur für Aktien, sondern auch für Anleihen.

Immer mehr Anleger interessieren sich für Anlagen, die ESG-Kriterien berücksichtigen. Denn sie wollen Geld arbeiten lassen, aber nicht um jeden Preis. Fonds mit entsprechendem ESG-Ansatz erfüllen diesen Wunsch und sorgen für Investments, die ökologische Aspekte ebenso berücksichtigen wie soziale Ansprüche und Fragen der Unternehmensführung. Oder eben E, S und G.


1 Global Sustainable Investment Review, Link: http://www.gsi-alliance.org/wp-content/uploads/2017/03/GSIR_Review2016.F.pdf
2 ESG & Corporate Financial Performance: Mapping the global landscape, Stand: Dezember 2015
https://institutional.deutscheam.com/content/_media/K15090_Academic_Insights_UK_EMEA_RZ_Online_151201_Final_(2).pdf

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