Gleich zum Jahresbeginn erfreut Chinas Ministerpräsident Li Keqiang die Börsen der Welt mit einer Erfolgsmeldung: Das Wirtschaftswachstum habe 2017 rund 6,9 Prozent betragen, zitiert ihn die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Damit sei nicht nur das eigene Wachstumsziel von 6,5 Prozent übertroffen worden, sondern auch das Wachstum im Vorjahr. 2016 erhöhte sich das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 6,7 Prozent.

Der Exportweltmeister profitiert offensichtlich von der besseren globalen Konjunktur. Hauptgrund für das gute Abschneiden sei aber, dass der Staat die Wirtschaft nicht mit Geld geflutet, sondern Reformen durchgesetzt und damit neue Wachstumsquellen erschlossen habe, wird Li zitiert.

Laut Insidern gibt Chinas Regierung für 2018 erneut ein Wachstumsziel von rund 6,5 Prozent aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auch die Experten der Deutschen Asset Management prognostizieren für dieses Jahr ein Wachstum von 6,5 Prozent.[1]

Wachstum im Eiltempo

Die Deutsche Asset Management rechnet auch 2018 mit hohen Wachstumsraten in China und Indien.

Die Deutsche Asset Management rechnet auch 2018 mit hohen Wachstumsraten in China und Indien.
Deutsche Asset Management: CIO View, Stand: 20. Dezember 2017

Asien rückt an die Spitze

Doch China ist nicht das einzige große Schwellenland, bei dem die Wirtschaft mehr Fahrt aufnimmt. Indien wird nach Einschätzung der Deutschen Asset Management noch stärker wachsen. Für das Jahr 2018 prognostizieren die Anlagestrategen ein Wachstum von 7,5 Prozent.

Ähnlich wie China will auch Indiens Regierung mit Reformen das Wachstum unterstützen. Unter anderem will die indische Regierung das Land attraktiver für ausländische Investoren machen. Diese sollen in einigen Branchen nun bei Direktinvestitionen keine Zustimmung der Behörden mehr benötigen. Die Investitionen zogen im vergangenen Quartal bereits um 4,7 Prozent an.

Nach einer Studie des britischen Centre for Business and Economics Research (Cebr) soll Indien dadurch 2018 zur fünftgrößten Wirtschaft der Welt aufsteigen. Chinas Wirtschaft zielt sogar auf den Spitzenplatz. Den Cebr-Berechnungen zufolge wird China im Jahr 2030 Amerika als weltgrößte Volkswirtschaft ablösen. 2032 sollen dann mit China, Indien und Japan gleich drei asiatische Staaten unter den vier größten Volkswirtschaften vertreten sein.[2]

Asiens Aktiengesellschaften profitieren mit steigenden Gewinnen 

Eine Untersuchung der Deutschen Asset Management zeigt, dass die Unternehmen in diesen Ländern von diesem dynamischen Umfeld besonders profitieren. Die Unternehmensgewinne im MSCI Emerging Markets Index stiegen in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 30 Prozent. Zum Vergleich: Die Gewinne im Euro Stoxx 50 kletterten um circa 15 Prozent.[3]

Sprudelnde Gewinne

Die Unternehmensgewinne in den Schwellenländern nahmen im Jahr 2017 deutlich zu. Die Bewertungen stiegen allerdings auch.

Die Unternehmensgewinne in den Schwellenländern nahmen im Jahr 2017 deutlich zu. Die Bewertungen stiegen allerdings auch.
Deutsche Asset Management: Die Unternehmensgewinne stiegen fast überall, nicht aber die Bewertungen, Stand: 5. Januar 2018

Anleger sollten jedoch beachten, dass natürlich auch Investments in die asiatischen Aktienmärkte nicht frei von Risiken sind. So könnten beispielsweise die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle gegen chinesische Importe zu Spannungen führen. Amerika ist einer der wichtigsten Handelspartner von China. Auch Indiens Premierminister Narendra Modi zeigte sich bei seiner Eröffnungsrede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos besorgt: „Die Kräfte des Protektionismus fordern die Globalisierung heraus. Sie wollen nicht nur die Globalisierung bekämpfen, sondern sie rückgängig machen.“

Dennoch: Unterm Strich bleibt in Anbetracht der aktuellen Wachstumsprognosen für die chinesische und indische Wirtschaft, das Umfeld für Aktien aus diesen beiden großen Schwellenländern gut. Anleger haben mit den passenden Aktienfonds, wie beispielsweise dem DWS India oder DWS Top Asia die Möglichkeit, an dieser Entwicklung zu partizipieren.
 
Alle Infos zum DWS Top Asien

Alle Infos zum DWS India

1. Deutsche Asset Management: CIO View, Stand: 20. Dezember 2017

2. Cebr: The World Economic League Table 2018, Stand: 26. Dezember 2017

3. Deutsche Asset Management: Die Unternehmensgewinne stiegen fast überall, nicht aber die Bewertungen, Stand: 5. Januar 2018

CIO View

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