Niemals alle Eier in einen Korb legen, lautet ein altes Sprichwort. Wie gut sich dieses Sprichwort auf die Geldanlage anwenden lässt, verdeutlicht eine aktuelle Untersuchung der London Business School.

Laut der Studie haben sich die verschiedenen Aktienmärkte in Europa seit dem Jahr 1900 höchst unterschiedlich entwickelt. Während sich Anleger in Schweden über durchschnittliche Renditen von knapp sechs Prozent pro Jahr freuen konnten, schaffte es die italienische Börse nicht über die Zwei-Prozent-Marke.

Breite internationale Streuung bringt Vorteile

Eine breite Diversifikation ist natürlich keine Garantie für die Vermeidung von Verlusten. Aktien können aus unterschiedlichsten Gründen stark schwanken. Diversifikation kann allerdings dabei helfen, diese Schwankungen abzumildern und die Höhe der Verluste zu begrenzen.

Viele Anlegern ist das grundsätzlich klar. Allerdings übersehen sie bei der Diversifikation ihres Portfolios oftmals den Fakt, dass klein- und mittelkapitalisierte Unternehmen langfristig häufig bessere Renditeaussichten haben als Großkonzerne.

Vom Potenzial der Small und Mid Caps profitieren

Den Effekt der Überrenditen kleinerer börsennotierter Unternehmen haben beispielsweise auch die Nobelpreisträger Fama und French Anfang der 1990er Jahre in wissenschaftlichen Studien belegt. Dieser Effekt lässt sich auch in der jüngsten Vergangenheit bei europäischen Aktien beobachten.

Für die bessere Performance von Small- und Mid Cap-Unternehmen gibt es in der Finanzforschung diverse Erklärungen. So sind die meisten dieser Aktien weniger liquide und meist volatiler als die von Großkonzernen. Das schlägt sich in höheren Risikoprämien nieder, die die Performance über die Zeit positiv beeinflussen können.

Zudem bringen kleine und mittlere Unternehmen oftmals neue und innovative Produkte auf den Markt und besetzen damit margenstarke Nischenmärkte. Small und Mid Caps weisen daher oftmals deutlich stärkere Wachstumsraten auf.

Analyse von Nebenwerten ein Fall für Spezialisten

Da sich Unternehmen im Small- und Midcap-Segment größtenteils auf solche Nischenmärkte fokussieren, kann es für Privatanleger allerdings mit einigen Mühen verbunden sein, die Erfolgschancen eines kleinen Unternehmens zu bewerten. Die mit etwa 5.000 Titeln unüberschaubar große Anzahl von Nebenwerten in Europa wird zudem von nur wenigen Analysten beobachtet.

Daher empfiehlt es sich gerade im Bereich von Small und Mid Caps auf eine breite Diversifikation zu achten. Für Privatanleger kann es sinnvoller sein, auf Anlageprodukte wie beispielsweise Fonds zu setzen, die von Experten betreut werden.

Erfahrene Portfoliomanager wie beispielsweise Philipp Schweneke, der den Fonds DWS European Opportunities betreut, können dank guter Kontakte zu den Unternehmensführungen für Anleger die attraktivsten Wachstumswerte aufspüren.

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