Bei ihrem Treffen Anfang April demonstrierten Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump unerwartete Einigkeit. Marktbeobachter hatten unüberwindliche Gräben befürchtet, insbesondere bei Handelsfragen. Jetzt sind viele Marktteilnehmer entspannter. Die Hoffnung: China und die USA dürften sich nach und nach über ihre Handelsbeziehungen einig werden.

Durch die Entspannung an der Handelsfront dürfte auch eine andere Bedrohung entschärft werden: Die Gefahr eines Einbruchs bei den chinesischen Exporten. Zu einer Zeit, in der sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft ohnehin zu stabilisieren scheint, kommt diese Entspannung gerade richtig.

Gewinne der chinesischen Unternehmen zeigen Stärke

Direkt abzulesen sein dürfte der Aufschwung an den zuletzt wieder anziehenden Gewinnen der chinesischen Unternehmen. Wenn ab Ende April die neuen Gewinnmeldungen der Unternehmen für das erste Quartal 2017 eintreffen, dürften diese den Aufwärtstrend bestätigen.

Doch es gibt noch weitere Anzeichen, dass sich das Wirtschaftswachstum Chinas in absehbarer Zukunft zumindest nicht abrupt abschwächen wird. So nimmt beispielsweise der Stromverbrauch jetzt wieder zu. Auch der Einkaufsmanagerindex, der die Zuversicht der Manager in den Betrieben misst, notiert weiterhin über der 50-Punkte-Marke. Werte über 50 signalisieren Wachstum.

Spannend ist zudem der China-Satellite-Manufacturing-Index des US-Unternehmens SpaceKnow. Für diesen Index werden laufend Satelliten-Fotos von mehr als 6.000 chinesischen Industriebetrieben ausgewertet. Seit Herbst 2016 nimmt dieser Index deutlich zu, was auf steigende Aktivitäten in Chinas Industrie schließen lässt.

Zaghafter Aufschwung erwartet

Der zaghafte Wirtschaftsaufschwung passt zu den Vorgaben der chinesischen Regierung. Da im Herbst 2017 in Peking der Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas stattfinden wird, dürfte Präsident Xi versuchen, das Wirtschaftswachstum beim ausgegebene Zielwert von 6,5 Prozent oder darüber zu halten. Würde es zu einer verstärkten Abkühlung der Konjunktur kommen, dürfte Peking mit Infrastrukturinvestitionen gegensteuern.

Nachdem im Jahr 2016 die Gewinne der chinesischen Unternehmen leicht rückläufig waren, scheint das positive Umfeld jetzt die Basis für einen Umschwung zu bilden. Die Gewinne der 300 größten Unternehmen Chinas (im CSI 300 Index) sollen nach Schätzungen von Aktienanalysten in diesem Jahr um 19 Prozent steigen. Das berichtete jetzt der Finanznachrichtendienst Bloomberg.

Chinesische Aktien: Vorteilhafte Bewertung

Für das Jahr 2018 prognostizieren Analysten ebenfalls eine beachtliche Steigerung von 13 Prozent. Zusätzliches Argument für chinesische Aktien: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des CSI 300 auf Basis der für 2018 geschätzten Gewinne liegt bei zwölf. Das ist weniger als bei den meisten anderen Börsen.

Mit dem Aktienfonds Deutsche Invest I Chinese Equities können interessierte Anleger an den Chancen teilhaben, die chinesische Aktien bieten. Das Fondsmanagement setzt den Schwerpunkt des Portfolios auf große Unternehmen, die an der Börse Hongkong notieren. Am höchsten gewichtet sind Titel aus der Informationstechnologie und dem Finanzsektor.

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