Die erfolgreichsten Aktienmärkte des vergangenen Jahres waren Brasilien, Kasachstan, Peru und Russland. An jeder dieser Börsen stiegen die Kurse 2016 um mehr als 60 Prozent. Zum Vergleich: Der Dax verbuchte im selben Zeitraum ein Plus von knapp sieben Prozent. Der Vergleich zeigt, welche Dynamik Aktien der Schwellenländer entfalten können.

Emerging Markets: Pluspunkt Wachstumsdynamik

Lange waren Emerging Markets bei Investoren wenig gefragt. Doch seit dem letzten Jahr melden sich viele wieder zurück. Nicht ohne Grund. Anders als befürchtet, zeigen die aufstrebenden Volkswirtschaften weiterhin eine größere Wachstumsdynamik als die Industrieländer.

Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds erreichten im vergangenem Jahr die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften eine durchschnittliche Gesamtwachstumsrate von 3,1 Prozent. Damit übertrafen sie deutlich die EU (1,9%) und die G7-Staaten (1,4%).

Zwar wachsen die Emerging Markets nicht mehr so stark wie früher. Dennoch tragen sie mehr als die Hälfte zum Weltwirtschaftswachstum bei. Diese Entwicklung scheint sich zu verfestigen: „In den aufstrebenden Volkswirtschaften gibt es derzeit einige positive Entwicklungen, wie langsameres aber stabiles Wachstum“, sagte Zhou Wenzhong, Generalsekretär des Boao-Asienforums.

China und Indien: alte, neue Wachstumstreiber

Vor allem China und Indien bleiben starke Wachstumstreiber. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beider Staaten soll auch in den kommenden Jahren um mindestens sechs Prozent wachsen. Brasilien und Russland befinden sich aktuell im Übergang von Rezession zu Erholung.

Experten gehen davon aus, dass in den Schwellenländern rund 400 Millionen Menschen in den kommenden Jahren in die gehobene Mittelschicht aufsteigen werden. Zudem sinkt in großen Teilen die Arbeitslosenquote, während sich die Außenbilanzen signifikant verbessern dürften. 

Zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung dürften die Konsumgüter-Hersteller, die Autoindustrie, der Unterhaltungssektor sowie der Gesundheitsbereich gehören. Die Gesundheitsbranche im asiatisch-pazifischen Raum weist nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zweistellige Wachstumsraten pro Jahr auf.

Anleger müssen mit stärkeren Schwankungen rechnen

Wer in Aktien von Schwellenländern investiert, muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass diese Börsen mitunter wesentlich stärker schwanken als die in Europa und den Vereinigten Staaten.

Der isolierte Blick auf beeindruckende Kursgewinne zeigt deshalb auch nur die halbe Wahrheit. So kamen die Schwellenländerbörsen etwa nach der Wahl des neuen US-Präsidenten unter Druck. Aus Angst vor den Folgen eines neuen US-Protektionismus zogen viele Investoren Geld aus den Emerging Markets ab.

Dividendenstarke Wachstumstitel im Fokus

Sinnvoll erscheint deshalb ein eher defensiver Einstieg in die Börsen der Schwellenländer, etwa mit dem Fonds Deutsche Invest I Emerging Markets Top Dividend. Die Strategie des Fonds: Eine solide Mischung von Schwellenländer-Aktien, die nicht nur Wachstumspotenzial aufweisen, sondern auch Aussicht auf überdurchschnittliche Dividenden bieten.

Langfristige Beobachtungen haben gezeigt, dass sich auch in Schwellenländern wirtschaftliche Dynamik und Dividendenstärke nicht ausschließen.

Der Fonds zeichnet sich durch eine breite Aufstellung über viele Länder und Branchen aus. Durch diese starke Diversifikation sind Rückschläge in einzelnen Bereichen besser verkraftbar. Unterm Strich gibt der Fonds Anlegern die Gelegenheit, langfristig von den Chancen der Wachstumsmärkte zu profitieren.

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