Nicht nur die chinesische und indische Wirtschaft wachsen kräftig. Auch in anderen Ländern Asiens gibt es wirtschaftliche Dynamik. Vor allem in den sogenannten Tigerstaaten Südostasiens, in Südkorea, Singapur, Thailand, Indonesien und Taiwan brummt die Wirtschaft.

Nach mehreren Jahren mit eher enttäuschender Entwicklung, kletterten die Aktienkurse an den Börsen in Südostasien seit Jahresbeginn deutlich. Der MSCI-Asien-ex-Japan-Index legte um rund 20 Prozent zu (Quelle: Bloomberg, Stand: 31.7.2017).

Träge Gewinnentwicklung scheint überwunden

Viele Anleger rechnen offensichtlich damit, dass mit der Gesamtwirtschaft auch die Gewinne der Unternehmen zulegen. Von 2010 bis 2016 stiegen die Gewinne je Aktie im MSCI-Asien-ex-Japan-Index nur um fünf Prozent (Quelle: Bloomberg, Stand: 31.7.2017).

Derzeit zeichnet sich eine deutlich höhere Dynamik bei den Unternehmensgewinnen ab. So erwarten die Strategen der Deutschen Asset Management, dass die Unternehmensgewinne bis zum Juni 2018 um 16 Prozent zulegen könnten (CIO View, Juli 2017). Die Trendwende hat ihre Gründe.

Rückenwind durch niedrige Inflation, Währungsreserven und Kapitalzuflüsse

20 Jahre ist es her, als die Asien-Krise ausbrach. Steigende US-Zinsen und eine extreme Abwertung der heimischen Währungen waren die Auslöser. Seitdem ist viel passiert. An den Zuflüssen der Aktienfonds zeigt sich das vermehrte Anlegerinteresse an der Region.

Für die Experten der Deutschen Asset Management sprechen vor allem die sinkenden Inflationszahlen für den Kontinent. In den zwölf wichtigsten Ländern Südostasiens liegt die Preissteigerungsrate unter zwei Prozent (Quelle: IWF, Stand: 19.5.2017). In Kombination mit einem voraussichtlich schwächeren Dollar bestätige dies das Urteil "übergewichten", heißt es im CIO-View.

Die eingeleitete Zinswende seitens der amerikanischen Zentralbank dürfte an diesen positiven Aussichten nichts ändern. Im Vergleich zum Jahr 1997 verfügen die Staaten in Südostasien über einen ordentlichen Handels- und Leistungsbilanzüberschuss sowie über beträchtliche Fremdwährungsreserven.

Politische Risiken, beispielsweise in Nordkorea

Der Optimismus in Bezug auf die Wirtschaft Südostasiens ist dabei zu einem guten Teil auf die wirtschaftliche Entwicklung in China zurückzuführen. Die chinesische Konjunktur hat sich stabilisiert, die Wirtschaft wächst derzeit wieder mit Jahresraten um sieben Prozent (Quelle: IWF, Stand: 24.7.2017).

Ein Risiko bleibt jedoch Nordkorea. Die Spannungen bezüglich des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramm dürften weiter anhalten. Bislang beeinträchtigt die Problemzone die gute Entwicklung an den Börse Asiens nicht, wie beispielsweise die Wertentwicklung des Fonds DWS Top Asien zeigt, der in Unternehmen aus dieser Region investiert.

DWS Top Asien: Hohe Diversifizierung in der Wachstumsregion Asien

Das Fondsmanagement setzt vorrangig auf hochkapitalisierte Weltunternehmen aus der Tech-Branche. So gehören beispielsweise Technologie-Giganten aus Südkorea und China zu den Top-Positionen.

Risiken bei Anlagen in Schwellenländern

Aktienanlagen in Schwellenländern sind in der Regel mit höheren Risiken verbunden als Anlagen in etablierten Märkten, also beispielsweise in Westeuropa oder den USA. Das hängt maßgeblich an den oft weniger stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Sollten sich diese innerhalb kurzer Zeit verschlechtern, kann dies zu deutlichen Kursverlusten führen.

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