Eine historisch hohe Aktienbewertung, die eingeleitete Zinswende der US-Notenbank Fed und die politischen Eskapaden des Präsidenten Donald Trumps – die Euphorie, die 2017 an der Wall Street noch dominierte, ist verflogen. Spätestens seit der jüngsten Börsenkorrektur ist die Skepsis wieder zurück.

Protektionismus, Migrationsrestriktionen und Handelsstreitigkeiten – das sind derzeit die Hauptfaktoren, die für Verunsicherung sorgen. Doch der private Konsum und eine stabile finanzielle Unternehmenslage unterstützen das solide Wachstum in den Staaten. Abschreiben sollte man US-Aktien deshalb nicht. Dazu sind die fundamentalen Wirtschaftsdaten derzeit zu gut.

So erwarten die Anlagestrategen der DWS in diesem Jahr ein etwas höheres US-Wachstum in Höhe von 2,7 Prozent, für 2019 dann allerdings eine Abschwächung auf 2,4 Prozent. Zum Vergleich: Für die Wirtschaft der Eurozone betragen die Wachstumsprognosen 2,2 Prozent für 2018 und 1,9 Prozent für das Jahr 2019.[1]

Optimistische US-Manager, anziehende Unternehmensgewinne

Ebenfalls aufschlussreich: Anders, als bei einigen Marktteilnehmern, herrscht unter den Chefs der US-Unternehmen weiterhin gute Stimmung. Der ISM-Einkaufsmanagerindex stieg um Juni auf 60,2 Punkte (Mai: 58,7 Punkte). Das war der stärkste Anstieg seit vier Monaten.[2] Ab einem Niveau von 50 signalisiert der Index eine positive Geschäftsentwicklung.

US-Wirtschaft: Solide Verfassung

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Der Bloomberg U.S. Financial Conditions Index kombiniert Rendite-Differenzen (sog. Spreads) und Indices für US-Geld-, Aktien- und Rentenmärkte in einem normalisierten Index, um die Finanzkonditionen in den USA zu messen. Der Zwischenstand ist dabei positiv – wie auch das Wirtschaftswachstum, das sich stabil präsentiert.
Quelle: Bloomberg Finance L.P., Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand: Juni 2018

Positiver Trend bei Unternehmensgewinnen

Beeindruckend ist auch der Gewinntrend der US-Unternehmen. Zwar hat nach Einschätzung der DWS-Kapitalmarktstrategen das Gewinnwachstum in diesem Aufschwung seinen Zenit bereits überschritten, doch das bedeute nicht, dass kein Wachstum mehr möglich sei. Die Gewinne dürften weiter steigen. In den kommenden zwölf Monaten sei im S&P 500 ein Wachstum der Gewinne je Aktie von 13 Prozent realistisch, so die DWS-Prognose.[3]

Gewinne unterstützen hohe Bewertung

Das Verhältnis zwischen der Kursperformance des S&P 500 und den Nachsteuergewinnen zeigt eine historisch durchschnittliche Marktbewertung. Konkret: Seit 1945 haben die Gewinne durchschnittlich pro Jahr um 7,5 Prozent zugenommen, während der Index um 7,3 Prozent gestiegen ist.[4] Die positiven Gewinnprognosen könnten auch jetzt noch für weiter steigende Kurse sorgen, wenngleich mögliche handelspolitische oder fiskalpolitische Eingriffe einen negativen Einfluss haben könnten.

Anleger greifen vermehrt zu US-Aktien

Darüber hinaus erkennt die DWS noch einen weiteren Zusammenhang, der für amerikanische Aktien spricht. Seit 1950 ist die Aktienallokation von US-Anlegern hoch mit der nachfolgenden Wertentwicklung des S&P 500 korreliert.[[dislaimer:Bloomberg Finance L.P., Philosophical Economics, U.S. Federal Reserve, Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand Juni 2018]] Einfach ausgedrückt: Wenn amerikanische und internationale Anleger den Anteil von US-Aktien im Portfolio erhöhen, steigen die Kurse an der US-Börse. In den vergangenen Monaten war diese Umschichtung hin zu US-Aktien wieder deutlich zu beobachten.

Gewinne und Kurse im Einklang

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Seit 1945 haben die Gewinne der amerikanischen Unternehmen durchschnittlich pro Jahr um 7,5 Prozent zugenommen; der S&P 500-Index ist in diesem Zeitraum durchschnittlich um 7,3 Prozent gestiegen. Das spricht für eine derzeit faire Bewertung.
Quelle: Bloomberg Finance L.P., Board of Governors of the Federal Reserve System, Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand: Juni 2018

Unter dem Strich lässt sich bilanzieren: Das Umfeld ist für Anleger im Jahr 2018 anspruchsvoller geworden, dennoch spricht in den nächsten zwölf Monaten einiges für eine moderat positive Entwicklung des US-Aktienmarktes.

Kurz-Einschätzung der Kapitalmarktstrategen der DWS zu US-Aktien[5]

  • Erwartetes Gewinnwachstum für den breiten US-Index S&P 500 von 13 Prozent für die nächsten zwölf Monate (per Juni 2019)
  • Höchstes Gewinnwachstum unter den etablierten Märkten
  • Anspruchsvolle Bewertung gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis

Mit einem aktiv gemanagten Aktienfonds wie dem DWS US Growth können Privatanleger an den Chancen teilhaben, die US-Aktien vor allem aus dem Technologiesektor bieten.

Mehr Infos zum DWS US Growth

1. DWS, CIO View, Stand: 19.07.2019

2. Bloomberg Finance L.P., Deutsche Asset Management Investment GmbH, Stand: Juni 2018

3. Deutsche Asset Management Investment GmbH; CIO View; Stand: Juli2018

4. Bloomberg Finance L.P., Board of Governors of the Federal Reserve System, Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand Juni 2018

5. Deutsche Asset Management Investment GmbH, CIO View, Stand: 07/2018

CIO View

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