Niedrige Zinsen, schwacher Euro, bessere Geschäfte – die europäische Konjunktur läuft auf Hochtouren. Getrieben durch dieses positive Marktumfeld rechnen die meisten Aktienanalysten mit deutlichen Gewinnsprüngen bei Europas Aktiengesellschaften.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren wurden die Gewinn-Prognosen der Aktienanalysten nach oben korrigiert. Das zeigen Daten der Datenbank IBES, in der fortlaufend die Gewinnprognosen einer Vielzahl von Aktienanalysten bei Banken und anderen Finanzdienstleistern gesammelt werden. (Quelle: IBES/Bloomberg, Stand: 7.7.2017).

Warum Kapitalmarktexperten die Zukunft europäischer Aktiengesellschaften positiv sehen

Für die im Eurostoxx-50-Index enthaltenen großen europäischen Aktiengesellschaften prognostizieren die in der IBES-Datenbank vertretenen Aktienanalysten im Schnitt einen Zuwachs der Unternehmensgewinne von 22 Prozent im aktuellen Geschäftsjahr (Quelle: IBES/Bloomberg, Stand: 7.7.2017). Damit liegen Europas Aktiengesellschaften jetzt weltweit ziemlich weit vorne. Zum Vergleich: Für US-Aktien prognostizieren die Aktienanalysten ein Gewinnwachstum von 16 Prozent in laufenden Geschäftsjahr (Quelle: IBES/Bloomberg, Stand: 7.7.2017).

Nicht nur die Finanzprofis blicken zuversichtlich nach vorne: Auch die Chefs der europäischen Unternehmen zeigen sich optimistisch. Das belegen Stimmungsbarometer wie der ifo-Geschäftsklimaindex oder der Markit-Stimmungsindikator. Diese Indikatoren basieren auf monatlichen Umfragen unter mehreren hundert Führungskräften bei deutschen und europäischen Unternehmen. Jetzt haben diese Indikatoren Mehrjahres-Höchststände erreicht (Quelle: ifo, Markit, Stand: 7.7.2017).

Warum verdienen europäische Aktiengesellschaften wieder so gut?

Noch zu Jahresbeginn war vielfach ein Zerfall der Eurozone befürchtet worden. Nach den Wahlen in den Niederlanden und vor allem in Frankreich schwindet die Sorge allerdings. Präsident Donald Trump sorgt indes in Amerika immer wieder für Überraschungen – teilweise mit positiven Impulsen für den Kapitalmarkt, teilweise aber auch mit eher negativen.

Dass die US-Börsen dennoch deutlich gestiegen sind, hängt vor allem mit der seit über drei Jahre anhaltenden Rallye der großen Technologie-Aktien zusammen, die einen großen Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung in Amerika haben. In Europa hingegen erstreckt sich der Aufschwung über viel mehr Sektoren und zeigt sich auch bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen.

Anhaltender Aufschwung in Südeuropa

Vor allem in Südeuropa tut sich was. Spanien und Portugal erholen sich im Eiltempo. Der massive Zinsrückgang in den letzten Jahren entlastet die südeuropäischen Staaten. Das beflügelt Schuldenabbau und Konsum gleichermaßen. Daran dürfte sich vorerst wohl nichts ändern.

Europäische Aktien weiterhin günstig bewertet

Vor allem im internationalen Vergleich bleiben europäische Aktien moderat bewertet. Bei den im Eurostoxx-50-Index vertretenen europäischen Aktien beträgt das durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) derzeit nur knapp 15 (Durchschnitt: 16,76)[1]  Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Eurostoxx-50-Index ist mit 1,6 deutlich niedriger als etwa das KBV des amerikanischen S&P-500-Index. Dort liegt das KBV mit 2,97 fast doppelt so hoch.[2]

Steigende Unternehmensgewinne und eine relativ niedrige Bewertung allein sind zwar kein Garant für bevorstehende Kursgewinne. Künftig könnten aber immer mehr Anleger höhere Kurse und eine höhere Bewertung für gerechtfertigt halten und deshalb europäische Aktien in ihrem Portfolio wieder höher gewichten.

Deutsche Invest I Top Euroland: Fonds für europäische Qualitätswerte

Der Fonds Deutsche Invest I Top Euroland bietet Anlegern einen attraktiven Zugang zu europäischen Qualitätsaktien. Fondsmanagerin Britta Weidenbach setzt vorrangig auf hochkapitalisierte Aktiengesellschaften sowie auf Markt- und Technologieführer. Ergänzt wird das Fondsportfolio durch aussichtsreiche Aktien kleinerer und mittelgroßer börsennotierter Unternehmen mit überdurchschnittlichen Gewinnerwartungen.

Darüber hinaus bevorzugt Fondsmanagerin Weidenbach Unternehmen, die von den globalen Wachstumstrends nachhaltig profitieren – insbesondere durch eine steigende Nachfrage aus dynamisch wachsenden Schwellenländern.

Auch wenn viele Kapitalmarktexperten die Rahmenbedingungen für Europa positiv sehen, gilt für reine Aktieninvestments: Deutliche Kursverluste sind jederzeit möglich, ebenso starke Schwankungen, die beispielsweise durch unerwartete Zinserhöhungen oder schlechtere Unternehmensdaten ausgelöst werden könnten. Deshalb empfiehlt es sich für Anleger, bei Aktienanlagen einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont zu haben.

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1. Quelle: Bloomberg, Stand: 7.7.2017

2. Quelle: Bloomberg, Stand: 7.7.2017

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