Die Digitalisierung der Industrie ist keine Zukunftsmusik, sondern entwickelt sich längst zu einem Milliardenmarkt. Laut einer weltweiten Umfrage der Unternehmensberatung PwC planen die mehr als 2.000 befragten Unternehmen bis zum Jahr 2020 ihren Digitalisierungsgrad von zuletzt 33 Prozent auf 72 Prozent zu erhöhen.[1]

„Industrie 4.0“ lautet der oft verwendete Begriff hierfür. Dahinter verbirgt sich der Einsatz intelligenter und digital vernetzter Systeme. Menschen, Fertigungsanlagen, die Logistik und die hergestellten Produkte werden in die Lage versetzt, miteinander zu kommunizieren. Dadurch soll die Fertigung effizienter, flexibler und schneller werden. Und weitestgehend autonom.

Durch den Einsatz intelligenter Technologien erhoffen sich die Unternehmen vor allem deutlich niedrigere Kosten. Die von PwC befragten Unternehmen erwarten, dass durch die steigende Digitalisierung die Kosten im Durchschnitt um 3,6 Prozent pro Jahr sinken. Die Gesamtsumme dieser Einsparung schätzt die Unternehmensberatung dabei auf 421 Milliarden US-Dollar jährlich.

Milliardeninvestitionen geplant

Entsprechend wichtig scheint es den Konzernen aus der Industrie zu sein, den technologischen Wandel tatsächlich zu vollziehen. Für die Digitalisierung wollen die Unternehmen bis zum Jahr 2020 fünf Prozent ihres Umsatzes jährlich ausgeben, wie die PwC-Befragung weiter ergab. Aufgrund der Daten aus der Umfrage schätzt die Unternehmensberatung das Investitionsvolumen der Unternehmen auf 907 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Wachsender Markt für Robotik und Sensoren

Ein wichtiger Bereich für diese Zukunftsinvestitionen ist die sogenannte Robotik, also der Einsatz von Robotern und Roboterarmen, die für eine steigende Automatisierung der Fertigung sorgen. Nach Angaben des internationalen Robotik-Verbandes IFR (World Robotics Report 2017 der International Federation of Robotics) waren im Jahr 2016 weltweit rund 1,8 Millionen Industrieroboter im Einsatz. Bis zum Jahr 2020 dürfte sich diese Zahl um zwei Drittel auf mehr als drei Millionen erhöhen, so Verbandsschätzungen. Zwischen 2017 und 2020 würde damit der Roboterabsatz im Durchschnitt um 15 Prozent pro Jahr wachsen.

Enorme Nachfrage

09_03_18_int_Robot_gross.png

Die Zahl der eingesetzten Industrieroboter soll bis 2020 auf mehr als drei Millionen anwachsen.
Quelle: IFR (International Federation of Robotics), 2017

Immer größere Bedeutung bekommen durch die Digitalisierung der Industrie auch Sensoren und Transponder, durch deren Einsatz eine automatisierte Produktion überhaupt erst möglich wird. Die Nachfrage nach den sogenannten RFID-Chips wächst rasant. Im Jahr 2017 lag der weltweite Umsatz mit RFID-Transpondern bei 14,5 Milliarden US-Dollar, wie eine Untersuchung der finnischen Universität Jyväskylä ergab. Bis zum Jahr 2020 dürfte der Umsatz auf 21,9 Milliarden US-Dollar anwachsen, schätzen die Universitäts-Experten.[2]

Ohne Transponder keine Kommunikation

09_03_18_int_transponder_gross.png

Der Umsatz mit RFID-Chips (RFID bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten) wächst rasant. Quelle: Universität Jyväskylä, 2017

Chancen für Anleger

Die enormen Investitionssummen in autonome Produktionsanlagen, selbstfahrende Autos und intelligente Netze zahlen sich schon heute für Unternehmen aus, die durch innovative Technologien und Dienstleistungen bei der Digitalisierung helfen. Anleger, die sich im Technologiebereich engagieren wollen, können dies mit spezialisierten Aktienfonds wie beispielsweise dem Deutsche AM Smart Industrial Technologies. Das Fondsmanagement legt bei der Auswahl der Unternehmen Wert auf deren Innovationskraft. Der Fokus liegt dabei auf Industrieunternehmen aus Branche wie Automatisierung, Digitalisierung, Energieeffizient und Infrastruktur.

Alle Infos zum Deutsche AM Smart Industrial Technologies

1. Quelle: Industry 4.0: Building the digital enterprise; PwC, 2016

2. Quelle: Universität Jyväskylä, 2017

CIO View

Diese Website verwendet Cookies zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Wenn Sie dieses Feld schließen oder die Nutzung fortsetzen, gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Cookies oder darüber, wie Sie Cookies deaktivieren können, finden Sie in unserem Cookie-Hinweis.