Veraltete Stromnetze, marode Wasserleitungen, Schlaglöcher in den Straßen – das Bild in den USA kennt neben den glitzernden Glaspalästen auch diese Seite. Der neu gewählte US-Präsident Donald Trump will das ändern. Im Wahlkampf hat er die Summe von rund 1.000 Milliarden US-Dollar für Infrastrukturinvestitionen in den Raum gestellt, um Straßen, Leitungsnetze und Pipelines zu sanieren und auszubauen.

Die Idee dahinter ist, dass von diesen Investitionen nicht nur Infrastruktur-Unternehmen profitieren, sondern sich auch die Rahmenbedingungen der Wirtschaft und damit die Wachstumschancen der Region verbessern.

Nachhaltige Zahlungsströme und Einkommen

Stemmen will Trump das Investitionsvolumen von mehr als einer Billion US-Dollar vor allem mit Hilfe der Privatwirtschaft. Die Umsetzung der Pläne dürfte auch an der Börse Impulse bringen. „Wir fokussieren uns auf die Infrastrukturbetreiber, die nachhaltige Zahlungsströme und Einkommen erzielen“, sagt dazu Matthias Meyer, Leiter Liquid Real Assets bei der Deutschen Asset Management.

Geschichte wiederholt sich zwar nicht. Es gibt jedoch immer wieder Ähnlichkeiten. So versuchte in den 1930er-Jahren der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt die USA aus der Depression zu führen. Sein probates Mittel waren Infrastrukturinvestitionen.

Neben 1,1 Millionen Straßenkilometern wurden 7.800 Brücken und 25.000 Kilometer Wasserleitungen gebaut oder modernisiert. Diese Anstrengungen haben dazu beigetragen, dass die USA aus dem damaligen Konjunkturtal kamen. Nun will Trump dies in ähnlicher Weise wiederholen.

Weltweiter Trend

Jedoch steht die neue US-Administration mit ihrem Infrastrukturprogramm weltweit nicht alleine da. Selbst die eher zurückhaltende deutsche Bundesregierung hat ein Programm über 270 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 abgesegnet. Aber nicht nur in den Industrienationen, sondern auch in den Schwellenländern geht es voran. Der indonesische Präsident Joko Widodo gab unlängst bekannt, die Infrastrukturinvestitionen von umgerechnet 73 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 133 Milliarden Euro im Jahr 2025 steigern zu wollen.

Chinas Plan wiederum, durch den Bau neuer Eisenbahntrassen, Autobahnen und Stromleitungen das Wirtschaftswachstum unterstützen zu wollen, dürfte ebenfalls Hunderte Milliarden Euro kosten.

Langfristiges Basisinvestment

„Infrastruktur ist der Unterbau jeder Volkswirtschaft. Infrastrukturunternehmen stellen mit ihren Dienstleistungen die Versorgung eines Landes sicher und sind aufgrund ihrer konservativen Eigenschaften ein potenziell langfristig ausgelegtes Basisinvestment“, sagt Investmentspezialist Meyer.

Eine Anlage in reale Infrastrukturwerte, die langfristig gebundene und kalkulierbare Zahlungsströme bieten, konnte in der Vergangenheit mit geringeren Schwankungen als klassische globale Aktienanlagen wie etwa dem MSCI Welt Index punkten. Zusätzlich haben Anleger Aussicht auf ein regelmäßiges Einkommen und die Chance auf Kurssteigerungen.

Ein weiterer Pluspunkt: In der Historie konnten Infrastrukturbetreiber und -besitzer unabhängig von Markt- oder Wirtschaftszyklen ihre Erträge steigern – und können damit einen potenziellen Inflationsschutz erreichen.

Ein Job für Spezialisten

Allerdings ist es für Privatanleger nicht leicht, sich an Infrastrukturprojekten zu beteiligen. Ihre Bewertung und Beurteilung ist ein Job für Spezialisten. Zudem sind die Mindestbeteiligungssummen zum Teil beträchtlich. Daher bietet sich für interessierte Anleger ein Investment in einen aktiv gemanagten Investmentfonds wie den Deutsche Invest I Global Infrastructure an.

Der im Januar 2008 aufgelegte und inzwischen knapp eine Milliarde Euro schwere Fonds investiert in Unternehmen aus dem globalen Infrastruktursektor wie Transport, Energie, Wasser und Kommunikation. Den regionalen Schwerpunkt mit rund zwei Dritteln des Anlagevolumens legt das Fondsmanagement auf Nordamerika, gefolgt von größeren Positionen in Kanada und Großbritannien.

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