Nach und nach veröffentlicht das Statistische Bundesamt die jüngsten Ergebnisse des diesjährigen Mikrozensus, einer repräsentativen Haushaltsbefragung mit rund 830.000 befragten Personen. Dabei sorgt besonders eine Veröffentlichung für Gesprächsstoff – es geht um den Ruhestand.

Aus der Umfrage geht hervor, dass rund 942.000 der 8,3 Millionen Menschen im Alter von 65 und 74 Jahren in Deutschland im letzten Jahr einer Erwerbstätigkeit nachgingen. Das bedeutet: Jede neunte Person in dieser Altersgruppe kann nicht den Ruhestand genießen, sondern muss noch arbeiten. Vor zehn Jahren war der Anteil nur halb so hoch.

Lebensunterhalt im Ruhestand: Warum viele Rentner weiter arbeiten

Für rund 37 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 65 und 74 Jahren sei die ausgeübte Tätigkeit sogar die vorwiegende Quelle des Lebensunterhalts, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Statistiker (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 240 vom 12.07.2017). Für 58 Prozent sei die Erwerbstätigkeit ein Zuverdienst zu anderen Bezügen, etwa der gesetzlichen Rente.

Reicht also die gesetzliche Rente in Deutschland nicht mehr aus, um einen finanziell unabhängigen Ruhestand zu genießen? Nach den Ergebnissen heißt die Antwort: Zumindest nicht für jeden. Altersvorsorge wird mehr und mehr zur Privatsache. Allerdings herrschen in dem Bereich noch deutliche Defizite in Deutschland.

Private Altersvorsorge: Sinkendes Rentenniveau, aber die Skepsis bleibt

Laut einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (Quelle: Deutsches Aktieninstitut in Kooperation mit Bankhaus Metzler, DekaBank und Union Investment; Lebensstandard im Alter sichern - Rentenlücke mit Aktien schließen; Stand: Dezember 2016). besteht die Bruttorente eines deutschen Durchschnittsverdieners zu 75 Prozent aus Bezügen aus der gesetzlichen Altersvorsorge – im internationalen Vergleich zu anderen Industriestaaten ist das der absolute Höchstwert.

Dabei gerät die Deutsche Rentenversicherung durch den demographischen Wandel zunehmend unter Druck. Nach einer Modellrechnung des Ökonomie-Professors Martin Werding (Quelle: Werding, Martin, Demographischer Wandel und öffentliche Finanzen, Arbeitspapier 01/2014; Stand: November 2014), wird ein Arbeitnehmer, der 2060 in Rente geht, nur noch 41 Prozent seines letzten Nettoeinkommens vor Steuern erhalten. Im Vergleich zu 2010 würde damit das Nettorentenniveau vor Steuern um mehr als zehn Prozentpunkte sinken.

Mischfonds: Langfristig mehr Rendite-Chancen als  Festgeldkonten

Ihre Versorgungslücke im Ruhestand versuchen viele Deutsche mit Festgeldkonten oder Sparbüchern zu schließen. Bei den derzeitigen niedrigen Zinsen lässt sich so aber kaum ein Wertzuwachs erzielen. Selbst der Kaufkraftverlust durch Inflation ist mit Zinsen nahe der Nulllinie kaum auszugleichen.

Flexible Mischfonds wie der DWS Balance sind eine mögliche Lösung. Solche Mischfonds investieren nicht nur in Zinsanlagen, sondern auch in Aktien, die die Chance auf höhere Renditen bieten, allerdings gepaart mit einem erhöhten Verlustrisiko. Die zweifelsohne bestehenden Anlagerisiken sollen dabei durch breite Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und andere Techniken begrenzt werden.

Fondsmanager Philipp Brugger investiert mindestens 35 Prozent des Gesamtvermögens in festverzinsliche Wertpapiere mit meist guter bis sehr guter Bonität. 

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