Im Herbst wird ein neuer Bundestag gewählt. Keine Frage, dass im Wahlkampf auch das Thema „Rente“ zur Sprache kommt. Schließlich ist die Rente ein Reizthema, das alle Bürger interessiert.

„In der Realität ist die tatsächliche Rente selbst nach 45 Jahren nahezu immer geringer als die Hälfte des letzten Arbeitseinkommens“, sagt Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute. Der Rentenexperte erkennt verschiedene Gründe. So steigt das Arbeitseinkommen in aller Regel mit zunehmendem Alter. In früheren Jahren wurden daher zumeist geringere Beiträge zur Rentenversicherung geleistet als kurz vor dem Eintritt ins Rentenalter.

Lücken in Erwerbsbiografien mit Folgen

Zudem gibt es bei vielen Arbeitnehmern sogenannte durchbrochene Erwerbsbiografien. Während solcher Auszeiten, beispielsweise in der Elternzeit, wird weniger oder gar nichts in die Rentenkasse eingezahlt. Der Hauptgrund für ein geringeres Einkommen im Alter sei allerdings rein konzeptioneller Natur, befindet der ehemalige Wirtschaftsweise Rürup. Schließlich sei die vor rund 60 Jahren eingeführte dynamische Rente nie dazu gedacht gewesen, „den in den letzten Jahres des Erwerbslebens gewohnten Konsumstandard im Alter zu gewährleisten“.

15 Prozent der Rentner offiziell arm

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts hatten im vergangenen Jahr rund 15 Prozent der Rentner weniger als 917 Euro im Monat zur Verfügung und gelten damit als arm. Das Erschreckende daran ist, dass diese Gruppe immer größer wird. 2006 waren nur rund zehn Prozent der Rentner von Armut betroffen.

Auch wenn sie mit ihren Alterseinkünften nicht unter die Armutsgrenze rutschen, müssen sich Arbeitnehmer zumindest auf einen verringerten Lebensstandard im Alter einstellen, sofern sie nicht auf eine Zusatzrente zurückgreifen können.

Immer mehr Deutschen wird das auch bewusst. Einer aktuellen Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zufolge, befürchten 76 Prozent der Befragten, dass sie im Alter nicht den gewohnten Standard haben werden. 2015 teilten „nur“ 69 Prozent diese Sorge.

Interessanterweise führt die Angst nicht in gleichem Maße zu ergänzenden Vorsorgemaßnahmen. So sagten 43 Prozent der Befragten, dass sie nicht vorsorgen und daran auch in den folgenden zwölf Monaten nichts ändern werden.

Trotz hohen Bedarfs: Zusätzliche Vorsorge nicht sonderlich beliebt

27 Prozent der Befragten wollen dagegen mehr zur Absicherung im Alter unternehmen. Eines dürfte ihnen ebenfalls klar sein: Wer Rendite will, kommt in der Regel an Aktien nicht vorbei. Idealerweise besteht deshalb ein Vorsorgeportfolio aus Zinspapieren und Aktien. Im besten Fall partizipieren Sparer mit intelligenten Anlagekonzepten an steigenden Aktienkursen stärker als an fallenden.

Der DWS Balance ist ein Mischfonds, der solch eine Strategie verfolgt. Fondsmanager Philipp Brugger darf bis zu 65 Prozent des Anlegergeldes weltweit in Aktien investieren, kann die Aktienquote bei Gewitterwarnung aber auch bis auf null zurückfahren.

DWS Balance: Flexibler Vorsorge-Baustein

Mindestens 35 Prozent des Fondsportfolios muss das Fondsmanagement in Zinspapieren halten, wobei diese zu mehr als der Hälfte auf Euro lauten und von guter Bonität sein müssen. Die Gewichtungen können sehr schnell und flexibel an die Lage an den Kapitalmärkten angepasst werden.

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