Teurer Sprit, steigende Heizkosten und anziehende Lebensmittelpreise haben die Inflationsrate in Deutschland erstmals seit viereinhalb Jahren über die Marke von zwei Prozent gehievt. Im Februar kosteten Waren und Dienstleistungen im Schnitt 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Eine solch hohe Inflationsrate wurde zuletzt im August 2012 gemessen“, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Preise deutlich gestiegen

Der Preisanstieg liegt deutlich über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Rate von knapp zwei Prozent anstrebt. Trotzdem sieht sich die EZB noch nicht zum Gegensteuern veranlasst. Traditionell bekämpfen die Zentralbanken zunehmende Inflation durch höhere Zinsen. Doch bei ihrem letzten Treffen Mitte März entschied die Zentralbank, die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau von Null Prozent zu lassen.

Deutsche Sparer sind damit in einer misslichen Lage: Auf ihren Sparkonten bekommen sie keine Zinsen. Gleichzeitig reduziert die Inflation fortlaufend die Kaufkraft des Vermögens. Letztendlich vernichtet der Inflationseffekt in dieser Konstellation Vermögen.

Vermögensaufbau in Gefahr

Etwas anders sieht die Situation für Sparer aus, die beim Vermögensaufbau auf Aktien bzw. Aktienfonds setzen. Zugegeben: Aktienkurse schwanken stärker als das Guthaben auf einem Sparkonto. Dafür kletterten Aktienkurse, trotz Schwankungen, in der Vergangenheit meist ähnlich stark wie die Verbraucherpreise. In den letzten 20 Jahren sogar deutlich stärker.

Nur in Zeiten extremer Inflation kam auch der Aktienmarkt unter Druck. Das zeigen etwa Untersuchungen des US-Wirtschaftsforschers und Nobelpreisträgers Robert Shiller. Gut erkennbar ist dies an der Entwicklung des US-Aktienmarkts in den vergangenen 150 Jahren.

Der Zusammenhang lässt sich auch fundamental begründen. So sind moderat steigende Preise (Inflation) in aller Regel ein Zeichen für eine rund laufende Wirtschaft – in der Aktiengesellschaften gut verdienen.

In Zeiten hoher oder steigender Nachfrage sind die Unternehmen zudem oft in der Lage, höhere Einkaufspreise für ihre Vorprodukte an ihre Kunden weiterzugeben oder ihre Verkaufspreise sogar noch stärker zu erhöhen. Dadurch wirkt sich die Inflation nicht zwingend negativ auf die Gewinnspanne von Unternehmen aus.

Aktien: Bei Inflation oft eine gute Wahl

Dazu kommt: Profianleger wissen um diesen Effekt. Deshalb schichten sie bei anziehender Inflation zunehmend Teile ihres Vermögens von Zinspapieren in Aktien um. Damit unterstützen sie zusätzlich die Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt.

Wer für den Ruhestand vorsorgt, sollte sich dieser Zusammenhänge ebenso bewusst sein – und sie zu seinem Vorteil nutzen. Für die langfristige Geldanlage sind deshalb Aktien-Fondssparpläne eine gute Lösung. Dabei investieren Anleger jeden Monat einen festen Betrag in einen ausgewählten, breit diversifizierten Aktienfonds wie den DWS Akkumula, der langfristig Altersvorsorge-Sparern eine interessante Wertentwicklung beschert hat.

Unterbrechungen oder auch die Auszahlung des angesparten Kapitals sind ohne Extra-Kosten oder Abzüge jederzeit möglich. So kontern Sparer nicht nur die Inflation, sondern bleiben auch flexibel.

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DWS Akkumula LC

Bewährt seit 1961

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