Mit einer Jahresrate von exakt zwei Prozent überstieg im Februar die Inflationsrate im Euro-Raum erstmals seit gut vier Jahren die magische Marke von knapp unter zwei Prozent. Preissteigerungen in diesem Ausmaß sieht die Europäische Zentralbank (EZB) als ideal für die europäische Wirtschaft an.

Noch stärker kletterten die Preise in Deutschland. Hierzulande verteuerten sich Waren und Dienstleistungen im Februar sogar um 2,2 Prozent. Für das Gesamtjahr erwarten die EZB-Volkswirte eine Inflationsrate von 1,7 Prozent. Das ist deutlich mehr als in den letzten Jahren.

EZB hält an Nullzinspolitik fest

EZB-Chef Mario Draghi, der seit rund zwei Jahren mit dem Ankauf von Staatsanleihen Milliarden in die Finanzsysteme pumpt, scheint damit am Ziel zu sein. Ein Ende seiner Nullzins-Politik ist jedoch nicht in Sicht. Für Sparer entsteht so ein schwieriges Umfeld aus Mini-Zinsen und zunehmender Geldentwertung.

Ein Umstand, für den die EZB vor allem aus Deutschland derzeit Kritik erntet. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fordert schon seit längerer Zeit den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik und eine Anhebung des Leitzinses. Bereits seit März 2016 verharren die Leitzinsen im Euroraum auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Die EZB hingegen machte nach ihrer jüngsten Sitzung erneut klar, dass sie nicht an den Leitzinsen rütteln will. Draghi bekräftigte zudem, dass die EZB ihre Anleihenkäufe bis mindestens Ende 2017 fortzusetzen will. Lediglich das monatliche Volumen von derzeit 80 Milliarden Euro soll auf 60 Milliarden Euro sinken.

Niedrige Zinsen wie eingefroren

Eine Verlängerung des Kaufprogramms halten sich die Währungshüter ebenfalls offen. „Ein sehr erhebliches Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung wird immer noch benötigt“, betonte Draghi. „Wir erwarten, dass die Zinsen noch einige Zeit auf demselben Niveau bleiben“, sagt der EZB-Chef mit aller Deutlichkeit.

Was Draghi nicht sagt: Für Sparer bleibt die Lage verzwickt. Wer heute in europäische Staatsanleihen investiert, erhält im Schnitt nur noch 0,8 Prozent Rendite. Unter Berücksichtigung der Geldentwertung durch Inflation bedeutet das unterm Strich einen Verlust an Kaufkraft von 1,2 Prozent pro Jahr. Deutsche Sparer leiden sogar noch stärker, weil in Deutschland die Inflation noch höher ist.

Dividenden: Ein möglicher Ausweg aus dem Inflations-Zinsdilemma

Eine Möglichkeit, der Geldentwertung entgegenzuwirken, ist ein Investment in europäische Dividendenpapiere. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einem liegen die Dividendenrenditen vieler europäischer Aktien noch immer deutlich über der Inflationsrate (s. Grafik). Zum anderem steigen in Zeiten moderater Inflation die Aktienkurse meist ebenfalls, denn steigende Preise gehen in der Regel Hand in Hand mit einer gut laufenden Wirtschaft.

Der Fonds Deutsche Invest II European Top Dividend bietet Anlegern einen guten Zugang zu europäischen Blue Chips. Zusatzargument: Analysten erwarten, dass die Gewinne der europäischen Standardaktien in den kommenden zwei Jahren deutlich steigen werden (s. Grafik).

Das Management des Deutsche Invest II European Top Dividend investiert vorrangig in Aktien hochkapitalisierter europäische Unternehmen, die neben einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite auch ein prognostiziertes Dividendenwachstum sowie eine angemessene Ausschüttungsquote aufweisen. Wie gut die Fondsmanager das Stock-Picking beherrschen, zeigt sich an der guten Wertentwicklung des Portfolios.

Steigende Gewinne

Gewinn je Aktie im Euro-Stoxx-50, in Punkten, ab 2017 Prognose

Für die Zukunft rechnet der Konsens der Analysten mit deutlich steigenden Gewinnen der europäischen Standardaktien im Euro-Stoxx-50-Index.
Quelle: Bloomberg

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