Der demographische Wandel stellt das staatliche Umlageverfahren in Deutschland vor immer größere Herausforderungen. Die Generation der Baby-Boomer ist Geschichte, die Geburtenrate sinkt. Stattdessen steigt die Lebenserwartung der Menschen. Die Folge: Die gesetzliche Rentenversicherung hat ein Finanzierungsproblem – die Beiträge steigen, doch das Versorgungsniveau im Alter sinkt. Vorsorge wird mehr und mehr zur Privatsache.

Zu starke Abhängigkeit von der gesetzlichen Rente

Nach einer Studie des Deutschen Aktieninstituts macht die gesetzliche Altersvorsorge in Deutschland mit 75 Prozent den größten Anteil der Bruttorente eines Durchschnittsverdieners aus. Nur 25 Prozent stammen dementsprechend aus anderen Quellen.

In anderen Industrienationen hat die private Vorsorge einen viel höheren Stellenwert. In Australien oder den Niederlanden etwa machen die private- und betriebliche Vorsorge 70 Prozent aus.

Australier und Holländer zeigen dabei eine deutlich höhere Affinität zu Aktien als die Deutschen. So beträgt in Deutschland der Aktienanteil von Pensionfonds circa vier Prozent. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 22 Prozent.

Die Scheu der Deutschen vor Aktien zum langfristigen Vermögensaufbau ist objektiv gesehen schwer nachvollziehbar. Denn Aktien eignen sich nach den Erfahrungen der Vergangenheit gut zur Altersvorsorge, vor allem solche, die mit schöner Regelmäßigkeit überdurchschnittliche Dividenden ausschütten.

Aktien als Langfristanlage: interessante Rendite, sinkendes Risiko

Im Rahmen der Studie wurde die reale jährliche Aktienrendite von 1900 bis 2014 berechnet. Ergebnis: Der Wert der Aktien deutscher Unternehmen nahm in diesem Zeitraum um den Faktor 38 zu – trotz zweier Weltkriege, Inflation, Wirtschaftskrise und anderen Turbulenzen.

Umgerechnet ergab sich über die vergangenen 115 Jahres eine jährliche Durchschnittsrendite von 3,2 Prozent. Europäische Aktien schafften sogar eine jährliche Rendite von durchschnittlich 4,3 Prozent. Dabei sinkt das Risiko des Kapitalverlustes bei einem Aktien-Investment mit der Dauer des Anlagezeitraums. Bei 30 Jahren liegt das Risiko eines Verlustes auf Basis dieser Zahlen nahe Null.

Anleger, die von Ende 1969 bis Ende 2015 in einen Sparplan mit monatlicher Einzahlung auf den MSCI World-Index investierten, wären nach den Berechnungen des Instituts auf eine durchschnittliche Rendite von 8,5 Prozent gekommen. Ihre Mindestrendite hätte 4,8 Prozent betragen. Ähnliche Werte erreichten auch weltweit anlegende Aktienfonds.

Langfristige Erfolgsbilanz

Historische Renditen bei einer Laufzeit von 30 Jahren, in Prozent pro jahr

Bei einer Laufzeit von 30 Jahren konnten Anleger historisch gesehen bei gängigen Aktien-Produkten positive jährliche Renditen einfahren, die deutlich über den Anleihen-Renditen rangierten.
Quelle:Deutsches Aktieninstitut; Studie: Lebensstandard im Alter sichern – Rentenlücke mit Aktien schliessen (Stand: 06.12.2016)

Dividenden als entscheidender Faktor

Eine wichtige – aber oftmals unterschätzte – Rolle für den Erfolg von Aktienanlagen spielen Dividenden. Der Vergleich der Rendite einer zehnjährigen deutschen Staatsanleihe und dem derzeitigen Dividendenniveau in Europa zeigt, warum. Die durchschnittliche Dividendenrendite des EURO STOXX 50-Index liegt bei 3,5 Prozent und könnte nach Schätzungen von Analysten in den kommenden Jahren weiter steigen. Auf der anderen Seite liegt die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe bei 0,39 Prozent (Stand: 22.05.2017).

Dividenden auf Rekordhoch

Dividenden im Euro-Stoxx-50, in Euro je Aktie, ab 2017 Prognose

Nach Schätzungen der Bloomberg-Analysten dürften die Dividendenausschüttungen europäischer Unternehmen in den kommenden Jahren neue Rekordstände erreichen. (Stand: 22.05.2017)
Quelle: Bloomberg

Europäische Dividendentitel sind so eine gute Möglichkeit, der drohenden Versorgungslücke im Ruhestand entgegen zu treten. Dividendenaktien locken mit ihrem Renditepotenzial und regelmäßigen Ausschüttungen. Vorteile, die im Fonds Deutsche Invest II European Top Dividend gebündelt werden.

Europäischer Dividendenfonds: laufende Erträge mit etablierten Werten

Das Fondsmanagement setzt vorrangig auf Aktien hochkapitalisierter europäischer Unternehmen, die neben einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite auch ein prognostiziertes Dividendenwachstum sowie eine angemessene Ausschüttungsquote aufweisen.

Im Rahmen des Stock-Picking legt Fondsmanager Stephan Werner besonderen Wert auf die Bilanzqualität der Unternehmen und analysiert gründlich das Geschäftsmodell. Erst wenn alle Faktoren passen, wird eine Aktie in das Portfolio aufgenommen. Eine Strategie, die in den vergangenen Jahren sehr gut aufgegangen ist, wie ein Blick auf die Wertentwicklung des im Juli 2012 aufgelegten Fonds zeigt.

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