Homerun für US-Konzerne?

Der neue US-Präsident Donald Trump ist immer für Überraschungen gut. Um die US-Wirtschaft zu pushen, hat er umfangreiche Infrastrukturinvestitionen angekündigt. Zudem sollen Unternehmen steuerlich entlastet werden.

Dazu braucht es Geld, viel Geld. Eine Möglichkeit, dieses aufzutreiben, haben Trump und sein Stab bei den Gewinnen von US-Unternehmen, die im Ausland geparkt wurden, erkannt. Allein die sieben größten Technologie-Konzerne des Landes dürften nach Berechnungen des Nachrichtendienstes Bloomberg Ende des zweiten Quartals 2016 rund 523 Milliarden US-Dollar außerhalb der USA angesammelt haben.

Lockmittel niedrige Steuersätze

Die Trump-Regierung erwägt nun eine Steuererleichterung, wenn Unternehmen ins Ausland ausgelagerte Gewinne in die USA zurückführen. Ansonsten würden sie beim Heimholen in die USA mit einem Steuersatz von 35 Prozent belegt.

Ob es tatsächlich zu solch einer Steuerinitiative kommt, ist heute zwar noch reine Spekulation. Jedoch dürften bei einem verminderten Steuersatz von fünf oder auch zehn Prozent sehr wahrscheinlich ansehnliche Summen zurück in die USA fließen. Teilweise könnten die Gewinne dann als Dividende oder zum Rückkauf von Aktien verwendet werden.

Unabhängig davon, ob die Idee Trumps Wirklichkeit wird, gilt: Als Ertragsbringer haben Dividenden bei Aktienengagements in Zeiten von Niedrigzinsen einen immer größeren Stellenwert erlangt. Dazu kommt: Angesichts eines begrenzten Kurspotenzials dürften Dividenden einen wichtigen Teil des Gesamtertrags von Aktienanlagen ausmachen.

Hohe Bedeutung für Gesamtertrag

So zeigen Berechnungen für den Dow Jones Industrial-Index, dass er in seiner rund 120-jährigen Geschichte durchschnittlich pro Jahr um gut fünf Prozent zulegen konnte. Inklusive Dividendenzahlungen lag die durchschnittliche jährliche Rendite des Dow Jones bei zirka neun Prozent.

Mit Hilfe der Dividendenzahlungen kann somit nicht nur die Inflation geschlagen, sondern bei Wiederanlage durch den Zinseszinseffekt auch ein Vermögen aufgebaut werden. Dazu kommt die Aussicht auf laufende Erträge.

Auch ohne die mögliche Rückführung von Konzerngewinnnen dürften fundamental starke US-Konzerne auch künftig lukrative Dividenden zahlen. Grund: Die Konjunktur in den USA sollte zumindest im Jahr 2017 die Geschäfte der US-Konzerne unterstützen.

Dennoch sollten sich Anleger bewusst sein, dass es an den Aktienmärkten aufgrund politischer Unsicherheiten auch 2017 zu erheblichen Schwankungen kommen kann. Dividendenstarke Aktien sind in diesem Umfeld nach wie vor sinnvoll.

DWS Top Dividende: Rekordausschüttung

Einer der etabliertesten Dividendenfonds ist der DWS Top Dividende, der im November 2016 eine Rekordsumme von 460 Millionen Euro an die Anleger ausgeschüttet hat, 3,10 Euro je Anteilsschein. Damit kommt der Fonds seit Auflegung im Jahr 2003 auf eine durchschnittliche Ausschüttungsrendite von 3,5 Prozent und insgesamt auf eine überzeugende Wertentwicklung.

Das Fondsmanagement investiert in internationale Aktien, die höhere Dividendenrenditen als der Marktdurchschnitt erwarten lassen. Aktuell besitzen US-Titel mit einem Anteil von rund 42 Prozent die größte Portfoliogewichtung.

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