Seit einiger Zeit ist in Asiens einziger Industrienation zunehmend Aufbruchsstimmung zu verspüren. Es gibt mehrere gute Argumente, die aktuell für ein Investment in dividendenstarke japanische Aktien sprechen. Das sind die fünf wichtigsten Gründe.

Grund 1: Politischer Rückenwind

Japans Ministerpräsident Abe hat die Wahl Ende Oktober mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Der dritte Sieg in Folge dürfte ihn in seinem wirtschaftsfreundlichen Reformkurs weiter bestärken. Positiv für Anleger: „Die Reformen von Premierminister Shinzo Abe haben auch eine aktionärsfreundlichere Unternehmenspolitik zum Ziel“, berichtet Andreas Wendelken, Fondsmanager des Deutsche Invest II Japan Top Dividend[1].

Die Reformen im Bereich der Corporate Governance stellen einen wichtigen Bestandteil Abes Reformprogramms dar. Dazu gehört unter anderem, dass in den Aufsichtsräten mehr unabhängige Aktionärsvertreter vertreten sein müssen und dass die Hauptversammlungen der japanischen Konzerne nicht mehr fast alle am selben Tag stattfinden sollen. Institutionelle Investoren sollen nun bekanntgeben, wie sie in Aktionärsversammlungen abstimmen.

Japans Regierung zielt mit diesen Reformen auch auf einen zweckmäßigeren Einsatz der milliardenschweren Cash-Bestände der Unternehmen. Viele japanische Unternehmen sitzen auf gigantischen Cash-Bergen. Fast jeder zweite japanische Konzern hat zumindest einen positiven Nettokassenbestand. Die Politik scheint bereits zu wirken: Japans Unternehmen geben mehr Geld an ihre Aktionäre zurück. Die Summe aus Ausschüttungen und Aktienrückkäufen ist von neun Billionen Yen im Jahr 2008 auf geschätzte 16 Billionen Yen (rund 132 Milliarden Euro) im Jahr 2016 geklettert[2].

Grund 2: Comeback der japanischen Wirtschaft

Darüber hinaus bietet die Geldpolitik der japanischen Zentralbank den Unternehmen weiter Rückenwind. Die extrem lockere Geldpolitik hat auch zu einer Schwächung des Yen beigetragen, wodurch die exportorientierten Unternehmen Japans profitieren. Der Internationale Währungsfonds erwartet, dass das Exportvolumen der japanischen Unternehmen 2017 um 5,5 Prozent steigen dürfte.

„Japan erlebt die stabilste Wachstumsphase seit Langem“, attestiert Fondsmanager Wendelken. Japans Unternehmen glänzen zudem in diesem Umfeld mit positiven Gewinnaussichten: „Gute Fundamentaldaten fördern das Gewinn- und Dividendenwachstum japanischer Unternehmen“, schreibt Wendelken. Die Deutsche Asset Management erwartet für 2017 daher, dass die Gewinne der japanischen Unternehmen in diesem Jahr zweistellig wachsen dürften.

Wirtschaft auf Wachstumskurs

Dank steigender Nachfrage im In- und Ausland wächst die japanische Wirtschaft so robust wie lange nicht mehr.

Dank steigender Nachfrage im In- und Ausland wächst die japanische Wirtschaft so robust wie lange nicht mehr.
Quelle: IWF, Stand: Oktober 2017

Japans Unternehmen glänzen zudem mit positiven Gewinnaussichten: „Gute Fundamentaldaten fördern das Gewinn- und Dividendenwachstum japanischer Unternehmen“, schreibt Wendelken. Die Deutsche Asset Management erwartet für 2017 daher, dass die Gewinne japanischer Unternehmen zweistellig zunehmen dürften.

Japanische Unternehmen sitzen zudem auf gigantischen Cash-Bergen. Fast jeder zweite japanische Konzern hat inzwischen einen positiven Nettokassenbestand. Viel Geld also für höhere Dividenden, Investitionen und Aktienrückkäufe, von denen Anleger profitieren könnten.

Grund 3: Steigende Löhne

Die positive Wirtschaftsentwicklung in Japan hat auch dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit mit 2,8 Prozent im September[3] zuletzt auf den niedrigsten Wert seit knapp 25 Jahren gefallen ist. Mittelfristig könnten sich daher ein Ende der Lohndeflation und eine höhere Binnennachfrage anbahnen. Bereits im September ist das durchschnittliche Einkommen japanischer Haushalte inflationsbereinigt um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Grund 4: Rückkehr der Inflation

In Japan keimt zudem erstmals wieder etwas Inflation auf. Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2018 eine Preissteigerung von 0,6 Prozent. Die Prognosen der Deutschen Asset Management sehen die Inflation in Japan im kommenden Jahr sogar bei einem Prozent nach 0,7 Prozent in 2017.

Comeback der Inflation

In Japan steigen die Verbraucherpreise wieder. Es mehren sich die Anzeichen, dass die lange Deflationsphase überwunden werden kann.

In Japan steigen die Verbraucherpreise wieder. Es mehren sich die Anzeichen, dass die lange Deflationsphase überwunden werden kann.
Quelle: IWF, Stand: Oktober 2017

Der Preisanstieg dürfte Folgen haben: In Zeiten steigender Preisniveaus wird es für Unternehmen unattraktiver Geld zu horten, ganz besonders wenn es so viel ist wie bei den japanischen Unternehmen.

Grund 5: Moderate Bewertung

Seit Mitte 2016 haben japanische Aktien bereits eine beeindruckende Kurserholung hingelegt. Im Vergleich zu ihrer eigenen Historie und auf internationaler Basis sind die Bewertungen noch nicht als zu teuer einzustufen. So steht das Kurs-Gewinnverhältnis des Nikkei bei 19,7, und damit niedriger als der Zehnjahresdurchschnitt von rund 21 (Stand: 24.11.17, Quelle: Bloomberg). Angesichts der steigenden Unternehmensgewinne sollte damit noch Luft für Bewertungsausweitungen und höhere Aktienkurse bleiben.

Anleger sollten Risiken beachten

Trotz der positiven Vorzeichen sollten Anleger allerdings beachten, dass der geopolitische Konflikt mit Nordkorea keineswegs vom Tisch ist. Sollte sich die Situation verschärfen, könnten die Märkte in der Region unter Druck geraten. Bei einem Investment in japanische Aktien empfiehlt es sich zudem, die Entwicklung der japanischen Währung im Auge zu behalten. In der Vergangenheit belastete eine Aufwertung des Yens häufig den japanischen Aktienmarkt.

Deutsche Invest II Japan Top Dividend LD: Dividendenaktien in einem Fonds

Für Anleger, die in japanische Dividendenaktien investieren wollen, bietet sich ein professionell gemanagter Fonds an. Der Deutsche Invest II Japan Top Dividend LD investiert vorrangig in Aktien von Unternehmen, die neben einer attraktiven Dividendenrendite auch ein überdurchschnittliches prognostiziertes Dividendenwachstum sowie eine sehr gute Ausschüttungsquote aufweisen.

Zusätzlich legt das Fondsmanagement auch großen Wert darauf, dass Fundamentaldaten wie Bilanzqualität und Geschäftsmodell stimmen. Erst wenn auch diese Prüfung positiv ausgefallen ist, hat eine Aktie die Chance, in das Fondsportfolio aufgenommen zu werden.

Weitere Informationen zum Deutsche Invest II Japan Top Dividend LD.

1. www.dws.de/dws-magazin/konnichiwa-dividende2/

2. Toyo Keizai, QUICK, I-N Information Systems, Daiwa Securities, Stand: 09/2016)

3. Quelle: Statistics Bureau Japan; Stand: 31. Oktober 2017

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