Die klassischen Dividendenaktien kommen meist aus Europa oder den Vereinigten Staaten. Doch gerade der US-Markt hat schon ein sehr hohes Niveau erreicht und ist damit, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis, schon recht teuer.

Insbesondere für langfristig orientierte Anleger könnte sich daher auch ein Blick auf die aufstrebenden Märkte in Asien lohnen. Das Wachstumspotenzial in Ländern wie Indien oder China ist bekanntlich groß und die Unternehmen schütten zusehens immer mehr Dividenden aus.

Aufschwung könnte noch weiter an Fahrt gewinnen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2017, dass beispielsweise die indische Wirtschaft um 7,2 Prozent wachsen werde. Für China rechnen die Experten immerhin mit einem Plus von 6,6 Prozent. Und die Experten gehen davon aus, dass der Aufschwung sogar noch an Fahrt gewinnen dürfte.(Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook Database; Stand: April 2017)

Bis zum Jahr 2050 könnte Indien sogar die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde werden, schätzen etwa Analysten der Unternehmensberatung PwC. (Quelle: PwC „Shopping in India - time to upsize“; Stand: Juni 2015) Eine Folge: Mehrere hundert Millionen Menschen in Asien könnten in die Mittelschicht aufrücken.

Wachstumsfaktor steigende arbeitsfähige Bevölkerung

Die Vereinten Nationen rechnen beispielsweise damit, dass die arbeitsfähige Bevölkerung in den Schwellenländern in den nächsten Jahren um zwei Prozent pro Jahr ansteigen wird. Davon profitieren letztlich auch die Unternehmen in der Region und haben mehr Spielraum ihre Aktionäre zufrieden zu stellen.

Doch wie immer an der Börse gilt auch für die Entwicklung in Asien: Wo Chancen sind, gibt es auch Risiken. Einen kleinen Dämpfer bekommt die gute Stimmung zumindest vorerst durch Sorgen um den Schuldenstand, die Währung und eine Abschwächung der Wirtschaft in China.

Risikobereitschaft unter Anlegern könnte zunehmen

„Sollten konjunkturelle Verbesserungen eintreten, gehen wir davon aus, dass asiatische Märkte aufgrund von Kapitalzuflüssen und vergleichsweise attraktiven Bewertungen Hauptprofiteure einer zurückkehrenden Risikobereitschaft sein könnten“, schreibt dazu Andreas Wendelken, Fondsmanager des Deutsche Invest II Asian Top Dividend, Andreas Wendelken, in seinem Fondskommentar.

Die Experten der Deutschen Asset Management bewerten die Aussichten für den asiatischen Aktienmarkt ohne Japan insgesamt aber positiv. Der wirtschaftliche Aufschwung wirke unterstützend und die Bewertungen lägen noch im Rahmen. Zudem könne sich die erwartete Schwäche des US-Dollars positiv auf die Entwicklung der Schwellenländer-Börsen auswirken.

Warum die Dividendenrenditen steigen könnten

Das starke Wirtschaftswachstum und die positiven Zukunftsaussichten wirken sich zunehmend auch auf die Dividenden-Ausschüttungen der Unternehmen aus. Nach mehreren mageren Jahren gehen die Analysten davon aus, dass beispielsweise die durchschnittliche Dividendenrendite der Aktien, die im MSCI Emerging Markets gelistet sind, in den kommenden Jahren deutlich steigen dürfte.

Genügend Spielraum dürften die Unternehmen dabei zumindest haben. Aktuell liegt die Ausschüttungsquote asiatischer Unternehmen (ohne Japan) laut den Daten von Bloomberg im Durchschnitt bei 35 Prozent. Zum Vergleich: In den USA schütten die Unternehmen im Schnitt über 47 Prozent des Gewinns an die Aktionäre aus.

Einfaches Investieren mit Investmentfonds

Für Anleger bietet sich der Zugang zu aussichtsreichen Dividenden-Aktien aus Asien über einen Aktienfonds wie beispielsweise den Deutsche Invest Asia Top Dividend an. Das Team um Fondsmanager Wendelken investiert vorrangig in Aktien asiatischer Unternehmen, die neben einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite auch ein prognostiziertes Dividendenwachstum sowie eine moderate Ausschüttungsquote aufweisen.

Die Experten analysieren zudem Fundamentaldaten wie Bilanzqualität und das Geschäftsmodell. Erst wenn auch diese Prüfung positiv ausgefallen ist, hat eine Aktie die Chance, in das Fondsportfolio aufgenommen zu werden.

Mögliche Risiken für Anleger

Bei Aktienanlagen in Schwellenländern müssen Anleger bei allen Chancen im Blick haben, dass starke Kursschwankungen und negative Wertentwicklungen jederzeit möglich sind. Deshalb sollten Anleger einen längerfristigen Anlagehorizont haben und nicht kurzfristig auf das investierte Kapital zugreifen müssen.

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