Amerikanische Büroimmobilien bleiben bei großen deutschen Anlegern besonders beliebt. Deutsche Investoren waren 2016 mit 4,5 Milliarden Dollar die größte internationale Büro-Investorengruppe in den USA. Das berichtet der Immobiliendienstleister und Marktforscher CBRE.

Auf dem US-Immobilienmarkt wurde 2016 laut CBRE mit 142 Milliarden Dollar für Büroimmobilien-Investments das zweithöchste Ergebnis seit 2007 erzielt.

Der Grund für die Popularität von US-Büroimmobilien: Auf dem zunehmend engeren US-Arbeitsmarkt steigt auch die Anzahl der Bürojobs, sodass die Nachfrage nach entsprechenden Mietobjekten zunehme, erläutert CBRE. Als direkte Folge fiel die Leerstandsrate im vierten Quartal des vergangenen Jahres zum ersten Mal seit 2008 unter 13 Prozent.

US-Büromarkt: Hohe Nachfrage und sinkende Leerstandsraten

Auch in diesem Jahr wird der enge US-Arbeitsmarkt einen großen Einfluss auf die Entwicklung des US-Büromarktes haben, erwartet CBRE. Derzeit zeichne sich nicht ab, dass sich der aktuelle Trend ändern könnte. Dementsprechend kräftig steigen auch Mieten und Preise der amerikanischen Büros.

Die Preise für Büroimmobilien seien in den USA 2016 um zehn Prozent gestiegen. Auch die Risikobereitschaft der Investoren nehme zu, berichtet CBRE. Das zeige sich beispielsweise an dem um fast 30 Prozent gestiegenen Transaktionsvolumen in den Central Business Districts (CBDs) der größten US-Städte. Das höchste Investitionsvolumen sei 2016 im New Yorker Stadtteil Manhattan zu verzeichnen gewesen, gefolgt von Los Angeles, Boston, San Francisco und Dallas.

Auch die Mieten für US-Logistik-Immobilien steigen

Auch in anderen Segmenten des US-Immobilienmarktes brummt das Geschäft. So sei auch die Nachfrage nach Logistikflächen weiterhin hoch, berichten die Experten des Immobilienfonds grundbesitz global  in der Fondsübersicht für den Monat Februar 2017. Weil das Fertigstellungsvolumen mit der Flächennachfrage nicht Schritt hätte halten konnte, seien die Leerstände weiter gesunken und die Mietniveaus auf ein neues Allzeithoch gestiegen.

Rund 30 Prozent des Fondsvermögens des grundbesitz global ist derzeit in US-Immobilien investiert, vor allem in große Bürohäuser. Nach zwei Zukäufen im inzwischen abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016/17 besitzt der Fonds jetzt vier solcher Objekte in Kalifornien, darunter ein Wohn- und Geschäftsgebäude sowie drei weitere in den Bundesstaaten Washington, Texas und Florida.

Immobilienmärkte in Asien und Europa bleiben interessant

Renditemöglichkeiten sieht das Fondsmanagement des grundbesitz global allerdings auch in anderen Regionen der Erde. So erwarb der Fonds im laufenden Geschäftsjahr ein großes Lager- und Logistikgebäude in Japan sowie ein Bürogebäude in North Sydney, Australien. Schon seit etwas längerer Zeit besitzt der Fonds auch Immobilien in Südkorea, China und zahlreichen europäischen Ländern.

Das Fondsvermögen verteilt sich auf Europa, die Region Asien/Pazifik und die Vereinigten Staaten. Diese diversifizierte internationale Aufstellung ermöglicht nicht nur attraktive Renditen, sondern verteilt auch das Investmentrisiko. Langfristig dürften Anleger mit solch einem Portfolio besser fahren, als mit Anlagen in einzelnen Märkten.

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