Trotz billionenschwerer Geldspritzen bleibt der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Preisauftrieb aus. Im Juli erhöhten sich die Verbraucherpreise in der Eurozone nur um 1,3 Prozent gegenüber Juli 2016, teilte das Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung vom 31. Juli 2017 mit. Damit war der Preisanstieg im Juli genauso niedrig wie im Vormonat.

Was viele Verbraucher freut, bereitet der Europäischen Zentralbank Kopfschmerzen. Die peilt nämlich eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Diese Rate ist nach ihrer Einschätzung ideal für die Konjunktur.

Inflationsziel der EZB wird nicht erreicht

Jedoch wird dieses Ziel seit langem verfehlt. Deshalb hat die EZB die Zinsen bereits auf Null gedrückt und pumpt über Wertpapierkäufe jeden Monat Milliarden Euro in die Wirtschaft. So will die Zentralbank die Konjunktur anschieben und die Preise nach oben treiben.

Vieles deutet darauf hin, dass die EZB erst einmal an ihrer Niedrigzins-Politik festhalten wird. EZB-Präsident Mario Draghi räumte nach der jüngsten Zinssitzung am 20. Juli ein, dass weiterhin „ein sehr substanzielles Maß“ an konjunkturstützender Geldpolitik nötig sei. Die Gesamt-Inflationsrate dürfte aus seiner Sicht noch einige Monate auf ihrem aktuellen niedrigen Niveau verharren.

Deutsche Asset Management: Inflation bleibt niedrig

Ähnlich schätzen auch die Konjunkturexperten der Deutschen Asset Management die weitere Entwicklung ein. Im jüngsten CIO-View der Deutschen Asset Management (CIO View, Quarterly Juli 2017, S. 22) prognostizieren die Fachleute für das Jahr 2017 eine durchschnittliche Inflationsrate in der Eurozone von 1,6 Prozent. Für das kommende Jahr 2018 rechnen die Anlagestrategen sogar nur mit einer Inflationsrate von 1,4 Prozent.

Auch in anderen wichtigen Industrienationen werden die Preise nach Einschätzung der Deutschen Asset Management wohl nicht stark steigen (siehe Grafik). In Europa, Japan und den Vereinigten Staaten müssen Anleihenbesitzer deshalb bis auf Weiteres wohl keine allzu große Bedenken haben, dass die Zinsen stark steigen und ihnen deshalb kräftige Kursverluste bei Anleihen bevorstehen.

Experten rechnen mit weiter niedrigen Zinsen

Mindestens bis zum Sommer nächsten Jahres dürften die Leitzinsen im Euroraum und in Japan bei Null bleiben, prognostizieren die Experten der Deutschen Asset Management (Stand: Juli 2017). In den USA könnten die Leitzinsen nach ihrer Einschätzung bis Mitte 2018 leicht auf 1,5 Prozent bis 1,75 Prozent steigen.

Deutsche Invest I Global Bonds investiert weltweit in Anleihen

In einem ausgewogenen Wertpapierportfolio haben Anleihen somit nach wie vor ihren Platz. Umsetzen lässt sich dies beispielsweise mit einem weltweit anlegenden Rentenfonds wie dem Deutsche Invest I Global Bonds.

Dessen Fondsmanager Roger Douglas kann Chancen an sehr vielen internationalen Anleihenmärkten nutzen: Der Deutsche Invest I Global Bonds FC ist ein weltweit investierender Rentenfonds. Der Fonds investiert in Staatsanleihen, Anleihen staatsnaher Emittenten und Pfandbriefe. Auch Unternehmensanleihen und Anleihen aus Schwellenländern kann Fondsmanager Douglas innerhalb bestimmter Grenzen erwerben.

Risiken bei Zinsanlagen

Der Deutsche Invest I Global Bonds FC ist in einem Risiko-und Ertragsprofil mit einer Skala von 1 (geringeres Risiko, typischerweise geringerer Ertrag) bis 7 (höherer Ertrag, höheres Risiko) in die Kategorie 2 eingestuft. Das bedeutet, dass sein Anteilpreis üblicherweise wenig schwankt und deshalb sowohl Verlust- als auch Gewinnchancen relativ niedrig sein sollten.

Dennoch könnte der Wert des Fondsvermögens beeinträchtig werden, etwa wenn Anleihenschuldner nicht mehr in der Lage sind, ihre Zahlungen zu leisten, wenn sich die Schuldnerqualität (Rückzahlungsfähigkeit und -willigkeit) negativ entwickelt oder die Renditen am Anleihenmarkt steigen.

Um solchen Risiken vorzubeugen, investiert der Deutsche Invest I Global Bonds in eine große Anzahl von Wertpapieren. Ende Juni 2017 hielt der Fonds 96 verschiedene Anleihepositionen mit überwiegend guter Bonität (durchschnittliches Bonitätsrating von A) und einer moderaten durchschnittlichen Restlaufzeit von 3,5 Jahren.

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