„Unsicherheit“ könnte zum Wort des Jahres avancieren. Zumindest aus heutiger Sicht ist die Liste der möglichen Risiken ziemlich lang. Ähnlich wie schon im vergangenen Jahr könnte auch 2017 die Politik immer wieder für Verunsicherung an den Märkten sorgen.

Am 23. April steht die erste Wahlrunde in Frankreich an. Was geschieht, wenn die Euro-Gegnerin Marine LePen wider Erwarten doch als Siegerin aus der Abstimmung hervorgeht? Stark schwankende Finanzmärkte dürften die Folge sein.

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist nicht das einzige politische Damoklesschwert, das über den Finanzmärkten hängt. In Italien könnte es bereits im Sommer zu vorgezogenen Neuwahlen und einer euroskeptischen Koalition kommen. Im Herbst steht dann in Deutschland die Bundestagswahl auf dem Programm. Auch der Brexit muss in diesem Jahr noch verhandelt werden.

Unsicherheit wächst

Global-Economic-Policy-Uncertainty-Index

Der Anstieg des Global Economic Policy Uncertainty Index zeigt, dass bei vielen Marktteilnehmern die Unsicherheit zunimmt.
Quelle:www.policyuncertainty.com

US-Präsident Trump: Märkte werden skeptischer

In den Vereinigten Staaten bleibt ebenfalls Spielraum für unliebsame politische Überraschungen, beispielsweise in Hinblick auf die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Importsteuern oder die Umsetzung bzw. Nicht-Umsetzung der versprochenen Steuersenkungen und der milliardenschweren Investitionen in die US-Infrastruktur.

Nach der geplatzten Rückabwicklung von Obama-Care, der von Ex-Präsident Obama eingeführten Reform der Krankenversicherung, könnte Trump auch bei diesen Gesetzesvorhaben scheitern, befürchten immer mehr Marktteilnehmer.

US-Aktienmärkte bislang voller Zuversicht

Am Aktienmarkt ist von Nervosität bislang allerdings noch wenig zur spüren, eher das Gegenteil. Vom Jahresbeginn 2017 bis zum 20. März gab es keinen Tag, an dem sich der amerikanischen Aktienindex S&P 500 mehr als ein Prozent nach oben oder unten bewegte. Solch eine lange Phase ohne größere Schwankungen gab es seit Jahrzehnten nicht mehr. Umso heftiger könnte ein möglicher Rückschlag ausfallen.

Auch aus diesem Grund dürfte es nicht schaden, dass Portfolio wetterfest zu machen. Profi-Anleger greifen dazu gerne auf ein bewährtes Mittel zurück: Sie setzen nicht nur auf renditeträchtige aber volatile Aktien, sondern investieren einen Teil des Vermögens in Staatsanleihen bester Bonität.

Warum niedrig verzinste Staatsanleihen sinnvoll sein können

Nicht ohne Grund, wie beispielsweise ein Blick auf den historischen Kursverlauf deutscher oder amerikanischer Staatsanleihen zeigt. In Krisenzeiten ziehen deren Kurse regelmäßig an, weil dann viele Anleger bei diesen Papieren Zuflucht suchen.

Die Entwicklung des Rentenfonds Deutsche Invest I Global Bonds im vergangenem Jahr verdeutlicht, warum Profis Anleihen im Portfolio haben wollen. Während in den ersten Wochen des Jahres 2016 die Aktienkurse, beispielsweise in Deutschland, deutlich einknickten, hielt sich der Deutsche Invest I Global Bonds in diesem Zeitraum mit kleineren Kursverlusten recht gut. Im weiteren Jahresverlauf war dieser leichte Rücksetzer schnell wettgemacht.

Der Deutsche Invest I Global Bonds investiert weltweit in Staatsanleihen und Papiere ähnlicher Qualität. Für Anleger bedeutet das moderate Zins- und Währungsrisiken sowie eher geringe Bonitätsrisiken. Mittel- bis langfristig sind bei dieser Anlagepolitik jedoch Kapitalverluste eher unwahrscheinlich.

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