Nicht London oder Paris, sondern Berlin ist heute bei professionellen Immobilieninvestoren die Nummer 1 in Europa. Keine andere Stadt hat nach Einschätzung der Marktkenner derzeit so viel Potenzial wie die deutsche Hauptstadt. Das berichtet Forscher der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC nach einer Umfrage unter Experten. Befragt wurden 521 professionelle Immobilieninvestoren aus 22 Ländern. Die Erhebung[1] wird jährlich vom Urban Land Institute (ULI) und PWC erstellt.

London liegt noch vorne

Noch werden die meisten Immobilen in London gehandelt, doch auch in anderen europäischen Großstädten werden Milliarden umgesetzt.

Noch werden die meisten Immobilen in London gehandelt, doch auch in anderen europäischen Großstädten werden Milliarden umgesetzt.
Quelle: PWC-Studie: „Emerging Trends in Real Estate Europe 2018“

Auch weitere deutsche Großstädte belegen Spitzenplätze auf der Favoritenliste der Experten: In Frankfurt am Main, München und - mit etwas Abstand - Hamburg werden ebenfalls gute Investmentchancen geortet. Die Immobilienprofis favorisieren daneben jedoch auch Immobilien in anderen europäischen Städten. So schaffte es Kopenhagen auf den zweiten Platz der Hitliste, Madrid belegt Platz fünf. Dublin, Stockholm, Amsterdam und Luxemburg rangieren auf einem der ersten zehn Plätze.

Deutschland liegt weit vorne

 „Es ist kein Zufall, dass gleich vier deutsche Städte unter den Top-Ten zu finden sind“, kommentieren die Studien-Autoren. Politische Stabilität und gesundes Wirtschaftswachstum sprächen nach Auffassung der Umfrage-Teilnehmer für deutsche Immobilien. Darüber hinaus dürften einige deutsche Städte, vor allem Frankfurt, vom bevorstehenden Brexit profitieren. Bereits jetzt hätten einige internationale Banken, etwa Nomura und Standard Chartered, angekündigt, dass sie ihr EU-Hauptquartier nach Frankfurt verlegen werden.

Auch Luxemburg, Dublin und Amsterdam dürften nach Einschätzung der Immobilienprofis vom Brexit profitieren. Der dänischen Hauptstadt Kopenhagen helfe dagegen die starke heimische Wirtschaft, zunehmende Beschäftigung und die touristische Attraktivität.

Immobilien bleiben attraktive Investments

Insgesamt bleiben nach Einschätzung der befragten Experten die Aussichten für die europäischen Immobilienmärkte gut, wenngleich auch etwas niedrigere Renditen als in den Vorjahren erwartet werden. Viele Experten gehen davon aus, dass sich in den kommenden Jahren das Wirtschaftswachstum in Europa weiter beschleunigen werde. Ganz allgemein gilt Kontinental-Europa als Hauptprofiteur des Brexit.

Immobilienrenditen sind höher

Sowohl bei Anleihen als auch bei Immobilien gingen die Renditen in den letzten Jahren zurück.

Sowohl bei Anleihen als auch bei Immobilien gingen die Renditen in den letzten Jahren zurück.
Quelle: PWC-Studie: „Emerging Trends in Real Estate Europe 2018“

Um Rendite zu erwirtschaften, fokussieren sich die Immobilienprofis gerne auf Qualitäts-Immobilien in guten Lagen. Sie engagieren sich aber auch zunehmend in Spezialbereichen des Immobilienmarktes wie etwa bei Logistik-Immobilien.

Eine ähnliche Strategie verfolgt übrigens auch das Management des offenen Immobilienfonds grundbesitz europa. Der Fonds besitzt gegenwärtig 58 Immobilien in neun europäischen Ländern (Stand: 1.11.2017). Gut die Hälfte des Fondsvermögens entfällt dabei auf Bürohäuser, das restliche Vermögen ist vor allem in Einzelhandels- und Logistikimmobilien investiert.

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1. „Emerging Trends in Real Estate Europe 2018“

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