Zwei Jahre nach dem Pariser Klima-Abkommen haben rund 25.000 Teilnehmer in Bonn über die Rettung des Weltklimas beraten. Ziel der 23. UN-Klimakonferenz waren ein gutes Weltklima und damit eine möglichst geringe Erwärmung. Konkret ging es darum, Wege zu finden, wie der Klimawandel bei deutlich unter zwei Grad Erwärmung zu stoppen ist.

Wenig Veränderung

Die deutsche Industrie verbraucht heute fast genauso viel Energie wie 2008.

Die deutsche Industrie verbraucht heute fast genauso viel Energie wie 2008.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 6.11.2017

Wie wichtig das Gegensteuern ist, zeigt auch eine jetzt veröffentlichte Studie des kalifornischen Beratungsunternehmen Four Twenty Seven und der Deutschen Asset Management (Deutsche AM). Keine Region der Erde wird danach von den Risiken des Klimawandel gänzlich verschont bleiben, doch Asien dürfte besonders stark darunter leiden

Neues Scoring für nachhaltige Investments

Nach Einschätzung der Studienautoren leben in Asien fünf von weltweit sechs Menschen mit der höchsten Anfälligkeit für Klimakatastrophen. In dieser Zahl inbegriffen seien 145 Millionen Chinesen, die in Gebieten leben, die durch steigende Meeresspiegel bedroht werden.

Auch deshalb hat die Deutsche AM in Zusammenarbeit mit Four Twenty Seven einen neuen Risikomanagement-Ansatz entwickelt, dessen Fokus auf Klimakatastrophen liegt.  Dieses neue Scoring-Verfahren identifiziert und kategorisiert Unternehmen in Bezug auf ihre Anfälligkeit für Klimarisiken.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Klimakatastrophe werden hinsichtlich operativer Aspekte sowie hinsichtlich der Lieferkette und der Marktrisiken untersucht. "Die Verfügbarkeit neuer Informationen über Klimarisiken ist ein entscheidender Schritt vorwärts, um die wachsenden Risiken für Anleger zu thematisieren", sagt Deutsche-AM-Vorstand Nicolas Moreau.

Deutsche AM orientiert sich an umfassender Forschung

Four Twenty Seven hat für das Scoring mehr als eine Million Unternehmensstandorte weltweit erfasst und mit Hilfe wissenschaftlicher Modelle die Klimarisiken für die dort ansässigen Unternehmen ermittelt. Die Daten zeigen etwa, welchen Einfluss ein steigender Meeresspiegel auf die küstennahe Öl- und Gasinfrastruktur hat, wie Fluten die Lieferkette unterbrechen oder wie extreme Hitze die Leistungskraft von Beschäftigten im Agrarsektor beeinflussen kann.

Bunter Energie-Mix

Erdgas ist die wichtigste Energiequelle der deutschen Industrieunternehmen.

Erdgas ist die wichtigste Energiequelle der deutschen Industrieunternehmen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 6.11.2017

Den neuen Klimarisiko-Score will die Deutsche AM künftig für die Entwicklung neuer Fonds nutzen. Schon jetzt bietet die Deutsche AM mehrere Aktien- und Anleihenfonds, bei denen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Meist tragen diese Fonds den Begriff ESG im Namen.

ESG Fonds: Verantwortungsbewusst investieren

ESG steht für Environmental Social Governance, auf deutsch bedeutet das in etwa ökologische, soziale und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Vereinfacht gesagt, sind ESG-Fonds bestrebt, nur in solche Wertpapiere zu investieren, die diesen Faktoren weitgehend entsprechen. Unternehmen, die rücksichtlos mit der Natur umgehen, finden sich deshalb in aller Regel nicht in diesen Fonds.

So investiert etwa das Fondsmanagement des Deutsche ESG European Equities in Aktien von deutschen, europäischen und internationalen Unternehmen, die auf ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept setzen und ökologisch bewusst handeln.

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