Warum Eurozone-Aktien noch Nachholpotenzial haben

Die Eurozone hat zu kräftigem Wachstum zurück gefunden. Das Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal um 0,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal zu, berichtet Eurostat, das Statistikamt der Europäischen Union. Auf Jahresbasis errechnet sich so ein respektables Wachstum von 2,5 Prozent.

Dies ist mehr als die meisten Volkswirte erwartet hatten. Zudem ist es der stärkste Zuwachs seit 2011. Auch im Gesamtjahr 2017 dürfte nun das Wirtschaftswachstum im Euroraum die bisherigen Schätzungen übertreffen.

Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone wird immer besser

Besonders erfreulich: Die Wirtschaft der Eurozone floriert nicht nur in Teilbereichen, sondern mittlerweile in zahlreichen Ländern und in vielen Branchen. Die Umsätze der Einzelhändler wachsen, die Industrie produziert mehr, das Geschäft vieler Dienstleister floriert. Im September stieg die Industrieproduktion um 3,5 Prozent, getrieben von einer Zunahme in allen vier großen Volkswirtschaften der Eurozone: Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.

Vertrauen nimmt zu

Die Stimmung für die Konjunktur verbessert sich im Euroraum zusehends. 2017 hat die Dynamik des Sentiment-Indikators sogar noch zugenommen.

Die Stimmung für die Konjunktur verbessert sich im Euroraum zusehends. 2017 hat die Dynamik des Sentiment-Indikators sogar noch zugenommen.
Quelle: Europäische Kommission; Stand: Oktober 2017

Einiges spricht dafür, dass der Aufschwung anhalten dürfte. So stieg etwa der Stimmungsindikator der Europäischen Kommission im Oktober auf einen Wert von 114 Punkten. Das ist der höchste Stand seit Anfang 2001. Die Stimmung hat sich dabei sowohl in der Industrie als auch bei Dienstleistungen, Konsum, Einzelhandel und am Bau verbessert.

Bewertungsvorteile von Eurozone-Aktien

Ein Blick auf die Aktienmärkte zeigt: Eurozone-Aktien sind noch immer relativ moderat bewertet, vor allem im Vergleich zum US-Markt. Eurozone-Aktien werden mit etwa dem 15fachen ihres Unternehmensgewinns im kommenden Jahr bewertet (Quelle: Bloomberg, Stand: 16.11.17). US-Aktien kommen dagegen auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut 18. Damit sind sie nicht nur deutlich höher bewertet als europäische Titel. Die Bewertung von US-Aktien liegt auch über ihrem eigenen 25-Jahres-Mittel.
Grundsätzlich gute Aussichten also für Eurozone-Aktien. Gleichwohl gibt es Risiken wie z.B. schwer kalkulierbare politische Entwicklungen. So könnten beispielsweise die anstehenden Wahlen in Italien und Abspaltungsquerelen wie in Katalonien, die Stimmung im Verlauf des kommenden Jahres negativ beeinflussen.

Mit Aktienfonds vom Aufschwung profitieren

Auch wenn die Kurse in diesem Jahr bereits gestiegen sind, dürften Eurozone-Aktien nach Einschätzung der Deutschen Asset Management auch in den nächsten Monaten Potenzial besitzen. „Am besten gefallen uns nach wie vor Aktien der Eurozone, weil die Bewertungen Spielraum für Kursanstiege lassen, während die politischen Probleme geringer geworden sind“, erklärt etwa Christian Hille, Head of Multi Asset bei der Deutschen Asset Management im CIO-View vom Oktober 2017.

Mit Aktienfonds der Deutschen Asset Management können Anleger sich gezielt an den Chancen beteiligen, die europäische Aktien bieten. So investiert etwa das Management des Deutsche Invest I Top Euroland 75 Prozent des Fondsvermögens in Aktien aus dem Euroraum. Frankreich und Deutschland bilden derzeit die am stärksten gewichteten Regionen. Der Fokus liegt auf großen, etablierten börsennotierten Unternehmen.

Einen anderen Investment-Ansatz verfolgt der DWS European Opportunities, der bevorzugt in kleine und mittelgroße börsennotierte Unternehmen investiert. Die Unternehmen müssen auch nicht alle in der Eurozone beheimatet sein. Der Fonds hält beispielsweise auch Werte aus Großbritannien.

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