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Früh­start-Rente: Der Staat will kapit­al­mark­t­gestützte Al­ters­vor­sorge für Kinder fördern

Altersvorsorge

16.02.2026

Die Bundesregierung will in Sachen Altersvorsorge künftig auch die Chancen des Kapitalmarkts nutzen. Ein Baustein: Die geplante Frühstart-Rente[1], bei der der Staat den Vermögensaufbau von 6‑18‑Jährigen mit 10 Euro pro Monat unterstützen will. Warum das ein sinnvoller Schritt ist.

Erwachsener mit Kind, die bei Sonnenuntergang durch hohes Gras auf einem Feld laufen

Ein Depot für alle Kinder zwischen 6 und 18 Jahren:

  • Eltern aller Kinder, die das sechste Lebensjahr vollenden, können ein individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot für ihr Kind bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen.
  • Start zum 1. Januar 2027. Nachträgliche Auszahlung für den Geburtsjahrgang 2020.
  • Die Prämie kann mit eigenen Zahlungen aufgestockt werden.
  • Die junge Generation erhält dadurch ein Startkapital für ihre private Altersvorsorge.
  • Erträge bleiben bis zum Beginn der Auszahlphase steuerfrei
  • Möglichkeit der Weiterbesparung mit Erreichen der Volljährigkeit sowie der Überführung in einen Altersvorsorgevertrag

1. Was die Bundesregierung plant

Die Frühstart-Rente soll Kinder und Jugendliche frühzeitig an die kapitalgedeckte Altersvorsorgeheranführen. Sechs- bis 18-Jährige sollen monatlich zehn Euro vom Staat für die Altersvorsorge bekommen, investiert in eine möglichst renditestarke Anlage in einem Depot. Wie funktioniert das Modell?

Zwölf Jahre lang soll der Staat einzahlen – automatisch, solange eine Schule oder andere Bildungseinrichtung besucht wird. Eltern sollen für ihre Kinder ein individuelles Altersvorsorgedepot bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen können. Das Guthaben bleibt zweckgebunden und unangetastet bis zum Renteneintritt.

Wichtig: Die Frühstart-Rente ist kein Taschengeld. Sie soll ein Baustein für eine kapitalgedeckte Altersvorsorge sein. Der Führerschein kann damit nicht bezahlt werden.

Jet­zt vor­mer­ken las­sen. Wir in­for­mie­ren ein­ma­lig zum Start des neu­en Al­ters­vor­sor­ge­de­pots.

2. Kapitalgedeckte Altersvorsorge – was steckt dahinter?

Die gesetzliche Rente basiert auf dem Umlageprinzip: Die Beiträge der heutigen Arbeitnehmer finanzieren die Renten der aktuellen Ruheständler. Anders formuliert: Das Geld, das heute eingezahlt wird, landet nicht auf einem persönlichen Rentenkonto, sondern wird sofort weitergereicht. Kapitalgedeckte Vorsorge funktioniert anders: Hier wird tatsächlich personengebunden Vermögen aufgebaut, das über die Jahre potenziell wachsen und vom Zinseszinseffekt profitieren kann. 

Früh­startrente - das ist ge­plant

Die Frühstart-Rente ist noch nicht verabschiedet. Bislang liegt ein Kabinettsbeschluss mit den geplanten Eckpunkten vor. Deshalb kann es noch zu Änderungen in der Ausgestaltung kommen.

3. Warum eine kapitalgedeckte Vorsorge wichtig ist

Deutschland steht vor großen demografischen Herausforderungen: Immer mehr Menschen gehen in Rente, während die Zahl der Beitragszahler sinkt.[2] Das Umlagesystem stößt dadurch an seine Grenzen. Eine kapitalgedeckte Ergänzung kann helfen, die Lücke zu schließen – weil investiertes Geld über Jahrzehnte am Markt wachsen kann.

4. Was am Kapitalmarkt aus kleinen Beträgen werden kann

Wer jung beginnt und lange dabeibleibt, kann besonders stark profitieren. Denn der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass nicht nur die Einzahlungen verzinst werden, sondern auch die bereits erzielten Gewinne. So wächst das Vermögen mit der Zeit potenziell immer schneller.

Was die staatliche Förderung bei der Frühstart-Rente bringen kann

Beispielrechnung 1:

Wer ab dem 6. Geburtstag monatlich die 10 Euro vom Staat in einen Fondssparplan investiert und damit im Schnitt potenziell 5 Prozent Rendite pro Jahr erzielt, hat bis zum 18. Geburtstag rund 1.961 Euro angesammelt.

Ohne Zinsen wären es nur 1.440 Euro – die Differenz ist allein dem Zinseszinseffekt und dem Renditegewinn zu verdanken.

10 Euro pro Monat sparen bis zum Rentenalter

Beispielrechnung 2:

Wird dieses Kapital von rund 1.961 Euro ab dem 18. Geburtstag bis zum 67. Lebensjahr weiter investiert – und die monatliche Einzahlung von 10 Euro beibehalten, wächst es potenziell bei einer angenommenen Rendite von 5 Prozent im Jahr auf etwa 45.800 Euro.[3]

Anmerkung: Bei den obigen Zahlen handelt es sich um Beispielrechnungen. Die Rendite einer konkreten Anlage hängt von den jeweiligen Marktbedingungen und dem gewähltem Anlageprodukt ab und kann deutlich von der angenommenen Rendite abweichen.

Quelle: DWS International GmbH, unverbindliche Beispielrechnung zu Illustrationszwecken.

Aus kleinen Beträgen kann also ein spürbarer Beitrag zur Altersvorsorge entstehen – durch den Faktor Zeit und den Zinseszinseffekt.

5. Unabhängigkeit und Transparenz

Jeder spart für sich selbst – unabhängig von der demografischen Entwicklung. Kapitalgedeckte Vorsorge entkoppelt die Altersabsicherung vom Umlagesystem. Bis zur Volljährigkeit liegt die Kontrolle bei den Eltern: Das Depot lässt sich jederzeit einsehen, die Entwicklung nachvollziehen.

6. Was schon vor dem geplanten Start der Frühstart-Rente möglich ist

Auch wenn die Frühstart-Rente noch Zukunftsmusik ist, lässt sich schon heute handeln. Kleine monatliche Beträge in einen Fondssparplan können langfristig einen großen Unterschied machen – und den Nachwuchs Schritt für Schritt an den Kapitalmarkt heranführen.