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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

Private Al­ters­vor­sorge: Die wichtig­sten Fra­gen und An­t­worten

Altersvorsorge

30.03.2026

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, privat vorzusorgen. Nachfolgend einige Basisinformationen, die dabei helfen sollen, richtige Entscheidungen zu treffen.

Zwei Personen aus unterschiedlichen Generationen sitzen auf einem Holzsteg an einem See und lassen barfuß die Beine ins Wasser hängen – symbolische Szene für Lebensphasen, Zukunftsplanung und Altersvorsorge in ruhiger Umgebung.

Diese Seite zur privaten Al­ters­vor­sorge beant­wor­tet fol­gende Fra­gen:

Jet­zt vormerken lassen. Wir in­formier­en ein­m­a­lig zum Start des neuen Al­ters­vor­sorgedepots.

1. Wie viel Geld brauche ich im Alter?

Die Faustregel: 70–80 Prozent des letzten Netto-Einkommens.

Internationale Vergleichsstudien (OECD) zeigen[1]: Wer seinen Lebensstandard erhalten will, braucht im Ruhestand mindestens 70 Prozent, idealerweise 80 Prozent des früheren Netto-Einkommens. Diese Prozentzahlen sind nur grobe Daumenregeln und können je nach Lebensstil unterschiedlich hoch ausfallen.

Etwas differenzierter betrachtet sind Orientierungswerte für eine grobe Indikation:

  • 60–65 Prozent, wenn man sehr genügsam lebt
  • 70–75 Prozent für den Durchschnitt
  • 80–85 Prozent für einen komfortablen Lebensstil

Warum nicht 100 Prozent? Im Ruhestand sinken einige Kosten beziehungsweise fallen ganz weg – etwa der Aufwand für Arbeitswege, Berufsbekleidung oder Sozialbeiträge.

Die ge­set­z­liche Rente reicht meist nicht

Künftige Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können derzeit mit rund 53 Prozent Netto-Ersatzquote rechnen, die das Verhältnis der künftig erwarteten Nettorente zum letzten Nettoverdienst berechnet. Dieser Wert liegt deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 63 Prozent.[2] Und auch diese Quote ist nicht in Stein gemeißelt, da jederzeit Änderungen bei der gesetzlichen Rente möglich sind.

2. Mit Netto- oder mit Bruttoeinkommen rechnen?

Wichtig ist, Einkommen mit Netto zu Netto zu vergleichen:

  • Renten werden oft niedriger besteuert.
  • Einige Ausgaben entfallen, wie beispielsweise Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung.
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung müssen dagegen auch im Ruhestand weitergezahlt werden.

Hinweis: Dies ist nur eine beispielhafte Auflistung, die zeigt, warum es sinnvoller ist, mit Nettozahlen anstatt mit Bruttozahlen zu rechnen.

3. Wann sollte mit der privaten Altersvorsorge begonnen werden?

Zu früh kann man nicht starten, je später man beginnt, desto größer müssen die Sparanstrengungen ausfallen, um einen Kapitalstock aufzubauen. Denn die Zeit arbeitet für Anleger – dank des Zinseszinseffekts.[3]

Die Grafik zeigt beispielhaft für ein Zielkapital von 200.000 Euro und einer angenommenen Rendite von vier Prozent und einem Endalter von 65 Jahren. Wer erst mit 40 Jahren mit dem Sparen beginnt, muss monatlich fast drei Mal so viel sparen – 393 statt 135 Euro – als jemand, der mit 20 Jahren startet.

Schlussfolgerung: Zeit ist der wichtigste Hebel der Altersvorsorge.

Anmerkung: Bei den obigen Zahlen handelt es sich um Beispielrechnungen. Die Rendite einer konkreten Anlage hängt von den jeweiligen Marktbedingungen und dem gewählten Anlageprodukt ab und kann deutlich von der angenommenen Rendite abweichen.

Spar- und Auszahlungspläne berechnen mit dem DWS-Investmentrechner.

4. Wie stark mindert die Inflation die Kaufkraft?

Inflation wirkt schleichend, aber gewaltig:

  • Zwei Prozent Inflation → Kaufkraft halbiert sich innerhalb von 35 Jahren
  • Drei Prozent Inflation → Kaufkraft halbiert sich innerhalb von 24 Jahren

Kaufkraftentwicklung prüfen mit dem DWS-Inflationsrechner.

5. Welche Anlagen können die Inflation tendenziell am besten ausgleichen?

Die langfristige Kaufkraft ist einer der entscheidenden Faktoren für erfolgreiche Altersvorsorge. Steigt die Inflation, verlieren nominale Ansprüche, also Ansprüche auf einen vorab festgelegten Geldbetrag oder eine vorher definierte Verzinsung – etwa Sparguthaben, Tagesgeld oder klassische Rentenverträge – real, also nach Abzug der Inflation, an Wert.

Kapitalanlagen, insbesondere Aktien und andere Sachwerte, können dagegen helfen, weil:

  • Unternehmen Preise häufig an steigende Kosten anpassen können.
  • Sachwerte (Produktionsanlagen, Immobilien, Infrastruktur) häufig ihre Einnahmen bzw. Preise an die Inflation anpassen können.
  • Viele Kapitalmärkte historisch Renditen oberhalb der Inflationsrate geliefert haben.[4]

Je breiter ein Portfolio gestreut ist, desto besser können inflationsbedingte Schwankungen abgefedert werden.

Mögliche Bausteine:

  • Globale Aktien
  • Inflationsgeschützte Anleihen
  • Rohstoffe/Gold als Beimischung
  • Immobilieninvestments
  • Multi-Asset-Lösungen, die flexibel zwischen diesen Bausteinen umschichten

Mehr Informationen gibt es hier: Wie viel Garantie braucht die Altersvorsorge?

Grundsätzlich gilt für alle Kapitalanlagen: Wertentwicklungen sind nicht vorhersehbar, Verluste jederzeit möglich, bis hin zu Totalverlusten.

6. Wie bekomme ich Geld vom Staat für die private Altersvorsorge?

Die Bundesregierung plant eine grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge. Ein zentraler Baustein dabei ist die Einführung kapitalgedeckter Vorsorgeelemente, bei denen langfristig Kapitalmarktanlagen (z. B. aktive Fonds, ETFs) eine stärkere Rolle spielen sollen. Das Gesetzgebungsverfahren befindet sich in der parlamentarischen Phase. Eine endgültige Beschlussfassung ist im ersten Halbjahr 2026 zu erwarten.

7. Sind Aktien nicht zu riskant für die Altersvorsorge?

Aktien gelten als riskant – doch langfristige Forschungsdaten zeigen ein deutlich differenzierteres Bild. Über mehr als ein Jahrhundert haben Aktien weltweit die höchsten realen Renditen, also Renditen nach Abzug der jeweiligen Inflationsrate, aller liquiden Anlageklassen geliefert. Die Langzeitdaten der Dimson–Marsh–Staunton Datenbank, erstellt von Forschern der London Business School und der University of Cambridge, belegen reale Durchschnittsrenditen von 6,6 % p.a. in den USA und 4,3 % p.a. außerhalb der USA seit 1900[4]. Damit erwirtschafteten Aktien über lange Zeiträume selbst nach Inflation verlässliche Wertzuwächse.

Die oben zitierten Langzeitdaten verdeutlichen allerdings auch, dass Zeiträume von mehr als 20 Jahren nötig sind, um das Rendite-Risiko-Profil von Aktien realistisch einschätzen zu können – und dass die langfristigen Erträge trotz Krisen historisch robust positiv bleiben.

Fazit: Für die private Altersvorsorge haben Aktien – bei breiter Streuung und langem Anlagehorizont – historisch gesehen die verlässlichsten realen Ertragschancen geliefert. Das höhere kurzfristige Risiko wurde langfristig durch robuste reale Wertzuwächse mehr als kompensiert.

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