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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

Wie viel Garantie braucht die Al­ters­vor­sorge?

Altersvorsorge

05.03.2026

Wie viel Risiko verträgt die Altersvorsorge, wie viel Garantie braucht sie? Ein Plädoyer dafür, etwas mehr zu wagen.

Drei junge Erwachsene springen bei Sonnenuntergang vom Steg in einen See, Seitenansicht mit Gegenlichtreflexen.

Fünf Gründe, das Thema neu zu den­ken

Die Reform der privaten Altersvorsorge – Stichwort Altersvorsorgedepot und Frühstart-Rente – ist in vollem Gange. Das ist auch dringend notwendig. Viele Menschen zweifeln daran, ob die bestehenden Systeme ihren Lebensstandard im Alter sichern können.[1] Ein zentrales Thema dreht sich um die Frage, wie hilfreich bzw. notwendig Garantien bei der Altersvorsorge sind. Folgende Punkte sollten Anleger wissen.

1. Warum Garantien Renditebremser sein können – besonders langfristig

Die frühere 100-Prozent Beitragsgarantie der Riester-Rente hat zwar nominale Sicherheit geboten, hatte aber auch erhebliche, teilweise unerwünschte Nebenwirkungen. Um Garantien abzusichern, mussten Anbieter stark defensiv investieren. Das führte zu niedrigen Aktienquoten, begrenzten Renditechancen und – nach Kosten und Inflation – häufig zu enttäuschenden Ergebnissen.

Pro

  • Garantien sorgen für eine hohe Planbarkeit der späteren Auszahlungen
  • Schutz vor nominalen Verlusten
  • Geringe kurzfristige Schwankungen

Contra

  • Häufig begrenzte reale Renditen
  • Inflationsrisiko bleibt bestehen
  • Geringe Flexibilität bei langen Laufzeiten

2. Wieso der Kapitalmarkt der Schlüssel zum realen Vermögensaufbau sein kann

Eine langfristige Vorsorge sollte auch die Chancen nutzen, die die Kapitalmärkte bieten. Aktien und Fonds ermöglichen die Beteiligung am Produktivkapital einer Volkswirtschaft – inklusive Zinseszinseffekt. Aktienrenditen lassen sich langfristig auf diese drei Bausteine zurückführen:

  • Reales Gewinnwachstum
  • Laufende Erträge (Dividenden, Ausschüttungen)
  • Bewertungsbeiträge

Ein Beispiel: Wer in den vergangenen 35 Jahren monatlich 100 Euro in einen globalen Aktienfonds investiert hätte, erzielte eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 7,3 %. Aus 42.000 Euro Einzahlungen wären vor Steuern 184.376 Euro geworden – 142.376 Euro davon allein durch die Wertentwicklung an den Aktienmärkten.[2]

Pro

Anlagen am Kapitalmarkt, insbesondere in Aktien, ermöglichen höhere langfristige Renditechancen und die Chance, Inflationsraten zu übertreffen und damit reale Vermögenszuwächse zu erzielen. 

Contra

Kurzfristige Schwankungen erfordern Durchhaltevermögen und einen langen Anlagehorizont. Grundsätzlich sind bei Risikoanlagen wie Aktien auch sehr hohe Verluste, bis hin zum Totalverlust möglich. Eine breite Streuung und ein langer Anlagehorizont wie bei der Altersvorsorge üblich, minimieren dieses Risiko allerdings.

Jet­zt vormerken lassen. Wir in­formier­en ein­m­a­lig zum Start des neuen Al­ters­vor­sorgedepots.

3. Inflation – das unterschätzte Risiko von Garantien

Garantien sind fast immer nominal formuliert. Anleger sollten bei der Altersvorsorge aber real – also inflationsbereinigt – denken. Eine nominal sichere Garantie kann real an Wert verlieren, wenn die Inflation höher ist als die erzielte Rendite.

Pro

Eine nominale Sicherheit durch Garantien erleichtert die Planung.

Contra

Kaufkraftverluste bleiben oft unsichtbar, wirken aber dauerhaft.

4. Sicherheit neu denken: Risiken managen

Jenseits von Garantien gibt es andere sinnvolle Ansätze, um mit den Risiken am Kapitalmarkt umzugehen. Ein Weg: aktive Risikosteuerung durch das Fondsmanagement. Zum Einsatz kommen können unterschiedliche Strategien, die zum Ziel haben, Verlustrisiken im Zeitverlauf zu reduzieren, ohne Renditechancen vollständig auszuschließen.


Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Altersabhängige Allokation: Mit zunehmendem Alter wird das Risiko im Portfolio schrittweise reduziert, indem der Aktienanteil sinkt und tendenziell risikoärmere Anlageklassen, zum Beispiel Anleihen, höher gewichtet werden.
  • Breit diversifizierte Multi-Asset-Fonds: Die Anlage erfolgt in mehrere, Risiko-Rendite-optimierte Fonds mit unterschiedlichen Risikoprofilen (defensiv, moderat, chancenorientiert), mit dem Ziel, Schwankungen zu begrenzen und Renditechancen zu nutzen.
  • Automatisierte, professionelle Steuerung: Umschichtungen erfolgen aufgrund vorher definierter Regeln, ohne aktives Eingreifen der Anleger, mit dem Ziel einer langfristig robusten und altersgerechten Vermögensentwicklung.

Pro

Aktive Risikosteuerung ist eine Alternative zu starren Garantien, die bei entsprechender Entwicklung der Kapitalmärkte die Chance auf höhere Renditen eröffnet als 100-Prozent-Garantien.

Contra

Aktive Entscheidung notwendig, welche Form der angebotenen Risikosteuerung vom jeweiligen Vermögensverwalter eingesetzt werden soll.

5. Flexibilität sinnvoller als starre Garantien

Ein zentraler Punkt der geplanten Reformen der privaten Altersvorsorge – etwa beim Altersvorsorgedepot – ist die Wahlfreiheit: Anleger können sich für reduzierte Garantien (z. B. 80 Prozent) entscheiden oder ganz auf sie verzichten.

Pro

Bessere Anpassung an individuelle Risikoneigung und Lebensphase, höhere Renditechancen bei geringer Garantiehöhe oder komplettem Garantieverzicht.

Contra

Höherer Beratungsbedarf, um Fehlentscheidungen zu vermeiden. Je geringer die Garantiehöhe ausfällt, desto höher können Kursverluste ausfallen, wenn sich die Kapitalmärkte negativ entwickeln.

Weit­er­führende In­form­a­tion­en