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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

Europas Aufrüstung ist ein Projekt für Jahrzehnte

CIO Special
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Industrie
Europa

19.11.2025

Europa ist nur bedingt abwehrbereit und wird es vermutlich noch für einige Zeit bleiben. Kein beruhigender Befund, aber Indiz für langfristigen finanziellen Rückenwind für den Verteidigungssektor.

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Mehr als 500 Prozent Kursplus in fünf Jahren. Kann man nach so einer Rally weiterhin positiv auf den europäischen Verteidigungssektor blicken? Es gibt Kursexplosionen – etwa die Profiteure der Covid-Lockdown-Zeit - die schnell wieder implodieren. Andere, wie die Künstliche Intelligenz (KI)-Welle, zeigen auch nach drei Jahren noch wenig Schwäche, aufgrund des Potenzials, das mit dieser Technologie verbunden wird. Und die europäische Verteidigung? Wir denken, dass im Falle einer nachhaltig wahrgenommenen Bedrohungslage die Investitionsbereitschaft sehr hoch sein könnte, und viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden.  

Der Zustand des europäischen Militärs lässt sich in passendem Stakkato skizzieren: 30 Jahre Unterinvestitionen und laissez-faire (Europa ließ die Amerikaner machen) seit Fall des Eisernen Vorhangs; Angriff auf die Ukraine; klare Ansagen des Weißen Hauses, dass Europa sich selbst zu verteidigen habe, Drohnen auf europäischem Nato-Gebiet. Daraus ergab sich politisches Umdenken, Budgeterhöhungen (v.a. Deutschland, Nord- und Osteuropa) einerseits, und -restriktionen (Frankreich, Spanien, Italien) andererseits, europäische Bürokratie und die Erkenntnis, dass sich Produktionskapazitäten nicht über Nacht aufbauen lassen. Mit anderen Worten: Wir rechnen damit, dass es kurzfristig etwas ruckeln kann und Erwartungen enttäuscht werden könnten. Mittelfristig sind wir davon überzeugt, dass die europäische Aufrüstung einen strukturellen Wandel darstellt, der dem Sektor über viele Jahre Rückenwind bescheren könnte. Madeleine Ronner, Senior Equity Portfolio Manager der DWS, dazu: „Vor einem Jahr konnte man mit nahezu jeder Position im Verteidigungssektor den Markt schlagen. Mittlerweile muss man deutlich genauer selektieren. Zwar sehen auch dann unter unseren Favoriten die Bewertungen recht anspruchsvoll aus. Bei den momentanen Wachstumsaussichten dürften sie aber in der Lage sein, in diese Bewertungen reinzuwachsen.“ 

Relative Entwicklung Verteidigungssektor Europa*

* Bloomberg Europe Defense Index relativ zum Stoxx Europe 600
** Kurs-Gewinn-Verhältnis
Quellen: DWS Investment GmbH ; Bloomberg Finance L.P., 17.10.2025

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar.

 

Die Grafik zeigt diese Dynamik. Relativ zum Gesamtmarkt hat sich der Verteidigungssektor binnen fünf Jahren deutlich besser entwickelt und auch die Bewertungsprämie (die es 2021 noch nicht gab) hat sich stetig erhöht. Gemessen an den Gewinnen der vergangenen zwölf Monate ist er jetzt doppelt so teuer wie der Gesamtmarkt. Das waren in der Spitze im Juli aber auch schon mal dreimal so viel.

Wir denken jedoch, dass der Sektor auch einiges bieten könnte:

  1. Langfristig, relativ planbare, staatlich finanzierte Umsätze.
  2.  Hohe Skaleneffekte durch Kapazitätsausbau bei hohem operativem Hebel aufgrund hoher Fixkosten.
  3. Potenziell höheres erwartetes Gewinnwachstum für einige Jahre. Bewertet man den Sektor basierend auf den angenommenen Gewinnen in drei bis fünf Jahren, schmilzt die Prämie schnell wieder zusammen.

Diese Prognosen basieren auf folgenden Annahmen: Europas Verteidigungsausgaben steigen von jetzt zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP)s auf drei Prozent bis 2030;[1]