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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
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Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

Fördert Europas Demografie das Interesse an Aktien?

CIO Special
Aktien
Demographie

17.11.2025

Das für die Altersvorsorge Europas dominierende Umlageverfahren sollte um eine Kapitaldeckung ergänzt werden. Das könnte der Aktienkultur, und damit Europas Wirtschaft, einen Schub geben.  

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Die Weltbevölkerung dürfte noch einige Jahre wachsen, doch nur Dank von rund zwei Dutzend Ländern. Der Rest der Welt schrumpft, so auch Europa und insbesondere Deutschland. Ein viel diskutiertes Problem des Bevölkerungsrückgangs ist die daraus resultierende Belastung der Rentensysteme.

Für die Stabilität der Renten ist die Geburtenrate jedoch nur eine von mehreren Einflussfaktoren. Ein umlagefinanziertes Rentensystem, das darunter leidet, dass jeder Beitragszahler immer mehr Rentner unterstützen muss, kann auf unterschiedlichen Wegen entlastet werden (wenn man mal von einer eher unwahrscheinlichen Wende in der Geburtenrate absieht): die Erwerbstätigenquote oder das Renteneintrittsalter erhöhen; die Rente kürzen, die Einwanderung erhöhen, oder die wirtschaftliche Produktivität erhöhen. Wahrscheinlich wird man an allen vier Stellschrauben drehen müssen. Zusätzlich plädieren wir aber dringend für eine stärkere Einbeziehung einer kapitalgedeckten Altersvorsorge.  

Die Herausforderungen eines kompletten Wechsels vom Umlage- ins Kapitaldeckungssystem sind bekannt und sollten ernst genommen werden. Ein Wechsel könnte überdies nur graduell erfolgen. Schließlich müsste - im Extremfall - eine Generation gleichzeitig zwei Systeme alimentieren: via Umlageverfahren die aktuellen Rentner und via Kapitaldeckungsverfahren die eigene Vorsorge. Dass der Status quo keine Alternative ist,[1]

Bekanntes Problem: Beitragszahler und Empfänger

Quellen: United Nations, DWS Investment GmbH; Stand: 14.10.2025

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können.

 

Wir plädieren dafür, die staatlichen Anreize für eine private Vorsorge über Aktien deutlich auszubauen. Neben einer höheren Versorgungssicherheit könnte dies aus unserer Sicht weitere positive Nebeneffekte haben:

  1. Eine stärkere Auseinandersetzung der Bürger mit Fragen rund um Rendite und Risiko. 
  2. Auf lange Sicht das Potenzial für höhere Renditen als bei den derzeit bevorzugten Sparvarianten, allerdings bei größerer Volatilität und höherem Risiko. 
  3. Ein höheres Verständnis für wachstumsfördernde Strukturreformen, die vielleicht kurzfristig mit Einbußen einhergehen und erst mittelfristig einkommensfördernd wirken, an der Börse aber früher eskomptiert und somit für den Rentensparer sichtbar werden. 
  4. Der Wechsel wäre im Sinne der Europäischen Spar- und Investitionsunion, die gerade konkretere Formen annimmt. Letztlich könnte so auch die Kapitalbeschaffung für junge Unternehmen außerhalb des Bankensystems gefördert werden, was einer Forderung des Draghi-Berichts[2]

Martin Moryson, Leiter Volkswirtschaft der DWS: „Die Deutschen sparen zwar mehr als genug, aber mehrheitlich falsch. Das Geld verkümmert zu fast 40 Prozent[3]

Wer in Deutschland etwa ab 1983 40 Jahre lang jährlich die gleiche Summe in den Dax investiert hätte, hätte eine durchschnittliche Rendite von über acht Prozent erzielt.[4]