Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
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02.06.2026
Seit Auflegung am 2. Mai 2011 navigiert das Portfoliomanagement-Team den DWS Concept Kaldemorgen diszipliniert durch massiv wechselnde Marktbedingungen. Immer im Blick: ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil für den Anleger. Zum Jubiläum spricht der Portfoliomanager Christoph Schmidt über wichtige Lehren aus vergangenen Marktphasen, erfolgreiche Entscheidungen im vergangenen Jahr und die Bedeutung von Teamarbeit.
Christoph, der DWS Concept Kaldemorgen feiert seinen 15. Geburtstag. Welche Gedanken haben in dem damaligen Marktumfeld zur Auflegung des Fonds geführt?
2011 war geprägt von Nachwirkungen der Finanzkrise und einer enormen Unsicherheit an den Märkten. Uns war damals klar, dass viele Anleger Lösungen suchen, die nicht starr an einer Benchmark hängen, sondern aktiv Risiken steuern können. Die Idee der Kaldemorgen‑Strategie war deshalb von Beginn an, Renditechancen flexibel über verschiedene Anlageklassen hinweg zu nutzen, ohne dabei die Risikosteuerung aus den Augen zu verlieren. Dass daraus ein Fonds entstanden ist, der heute auf 15 Jahre Historie und ein Fondsvolumen von 15 Milliarden Euro zurückblicken kann, bestätigt diesen Ansatz.
15 Jahre am Markt bedeuten auch, viele Extremphasen erlebt zu haben – Eurokrise, Pandemie, Inflation, Zinswende. Was ist entscheidend, um den Fonds auch in schwierigen Zeiten robust und erfolgreich zu steuern?
Gerade die schwierigen Phasen sind im Rückblick die lehrreichsten. In solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig Diversifikation, Disziplin und ein funktionierendes Risikomanagement sind. Für uns war entscheidend, nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern ruhig und strukturiert vorzugehen. Diese Herangehensweise hat sich immer wieder bewährt.
Viele der Krisen der vergangenen 15 Jahre haben gezeigt, wie wichtig Risikosteuerung ist. Gleichzeitig gilt langfristig: Ohne Aktien geht es nicht. Wie bringst du diesen Spagat im Fonds zusammen?
Gerade über lange Zeiträume sind Aktien der zentrale Renditetreiber – und aus unserer Sicht unverzichtbar, um nach Inflation reale Vermögenszuwächse zu erzielen. Entscheidend ist jedoch, wie man Aktien ins Portfolio integriert. In unserem Ansatz geht es nicht darum, Aktienrisiken zu vermeiden, sondern sie bewusst zu steuern. Wir investieren gezielt in Aktien, behalten dabei stets die Risiken im Blick und prüfen ihre Attraktivität im Vergleich zu anderen Anlagen – mit dem Ziel, den Fonds langfristig stabil aufzustellen.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Maximaler Verlust der Kalenderjahre seit 2011. Stand: April 2026; Quelle: DWS International GmbH
Seit November 2025 bist du alleiniger Portfoliomanager des Fonds und Klaus Kaldemorgen hat die Rolle des Kapitalmarktstrategen übernommen. Wie hat sich die Zusammenarbeit verändert?
Ganz ehrlich: Inhaltlich hat sich nichts geändert. Die Übergabe war lange vorbereitet, und Klaus Kaldemorgen ist weiterhin eng in die Diskussionen eingebunden. Als Kapitalmarktstratege bringt er seine über 43‑jährige Erfahrung regelmäßig ein, während die finalen Anlageentscheidungen für den Fonds bei mir liegen. Philosophie, Investmentprozess und Team sind unverändert geblieben.
Stichwort Team: Wie wichtig ist der Teamansatz und was zeichnet die Zusammenarbeit konkret aus?
Der Teamansatz ist für uns absolut zentral. Der Fonds war nie als „One-man-show“ gedacht, sondern lebt von der engen Zusammenarbeit von Aktien‑ und Anleihe-Experten im Multi Asset Total Return Team. Unterschiedliche Perspektiven fließen in jede Investmententscheidung ein und werden offen diskutiert. Ein besonderer Bestandteil ist zudem unser integriertes Risikomanagement, das fest im Anlageprozess verankert ist. Es soll dafür sorgen, dass wir Chancen nutzen können, ohne das Gesamtrisiko aus dem Blick zu verlieren. Diese Kombination aus Spezialisierung, Teamdiskussion und klaren Risikoleitplanken ist aus meiner Sicht einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren der Strategie.
Blicken wir auf das letzte Jahr zurück: Was hat aus deiner Sicht besonders gut funktioniert?
Eine wichtige Entscheidung war die frühzeitige Reduktion unseres US‑Dollar‑Engagements, mit der wir bereits vor dem Liberation Day begonnen haben. Wir haben den US-Dollar nicht nur als Chance, sondern zunehmend auch als Risikofaktor gesehen.
Wichtig ist dabei: Wir betrachten Währungen bewusst als eigenständigen Risikobaustein im Portfolio. Durch die Reduktion konnten wir die Volatilität spürbar senken und in turbulenten Marktphasen ruhiger agieren. Rückblickend hat uns dieser Schritt geholfen, das Portfolio robust zu halten.
Die Vermögensallokation kann jederzeit und ohne Vorankündigung geändert werden. Stand: April 2026; Quelle: DWS International GmbH
Die US-Dollar‑Reduktion zeigt, wie stark Erfahrung und Prozess zusammenspielen. Wenn du einen Schritt zurückgehst: Welche Lehren aus vergangenen Marktphasen haben deine Arbeitsweise als Portfoliomanager besonders geprägt?
Die eigenen Überzeugungen jeden Tag zu hinterfragen und Entscheidungen auch unter erheblicher Unsicherheit zu treffen, sind für mich die entscheidenden Voraussetzungen um als aktiver Manager langfristig im Wettbewerb bestehen zu können. Diese Anpassungsfähigkeit haben wir in den letzten 15 Jahren immer wieder unter Beweis gestellt und wollen uns auch in Zukunft daran messen lassen.
Die derzeitige Marktlage ist nach wie vor sehr schwierig. Was bedeutet das für die aktuelle Positionierung und wo siehst Du derzeit wieder Chancen?
Nach einem zunächst positiven Jahresstart belastete die Eskalation des Iran‑Konflikts die Kapitalmärkte im März spürbar. Im DWS Concept Kaldemorgen haben wir in dieser Phase zunächst taktisch über alle Anlageklassen hinweg Positionen reduziert. Angesichts der weiterhin ausgewogenen Positionierung mit einer Aktienquote von über 35% konnte der Fonds wiederum an der Markterholung im April gut partizipieren und liegt damit seit Jahresbeginn mit einem Plus von 1,5% (LC Anteilsklasse) klar im positiven Bereich.
Zum Abschluss: Was wünschst du dir für die nächsten Jahre des Fonds?
Ich wünsche mir, dass wir der DNA des Fonds treu bleiben: flexibel, diszipliniert und risikobewusst. Wenn wir es schaffen, weiterhin ruhig durch volatile Marktphasen zu navigieren und damit gute Wertentwicklung zu erzielen, dann erfüllen wir genau den Zweck, für den der DWS Concept Kaldemorgen vor 15 Jahren gedacht war.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Stand: Ende April 2026; Quelle: DWS International GmbH, tägliche Daten
Der DWS Concept Kaldemorgen ist ein Multi-Asset-Fonds ohne Benchmark mit einem moderaten Risikoprofil (Ziel: 5-jährige rollierende Volatilität ca. 4%–8%; keine Garantie). Es kann keine Gewähr übernommen werden, dass Anlageziele erreicht oder Ertragserwartungen erfüllt werden. Das Ziel ist die Optimierung der Rendite je Risikoeinheit durch Anlagen in Aktien, Anleihen, Währungen, Gold und anderen geeigneten Vermögenswerten. Dabei ist das im Team angesiedelte Risikomanagement ein integraler Bestandteil des Anlageprozesses. Derivate dienen Absicherungs-/Anlagezwecken. Der Fonds wird aktiv verwaltet.
Der Name des Teilfonds leitet sich ab aus der Anlagestrategie, die im Jahr 2011 von Klaus Kaldemorgen - dem initialen Portfoliomanager des Teilfonds - und seinem Team entwickelt wurde (die „Kaldemorgen Strategie“). Die Kaldemorgen Strategie repräsentiert eine flexible, benchmark unabhängige Anlagestrategie, die unter Berücksichtigung eines exklusiv für diese Strategie entwickelten Risikomanagement-Rahmenwerks auf die Erreichung einer positiven Entwicklung der Gesamtrendite („eines positiven Total Returns“) über einen Wirtschaftszyklus abzielt. Der DWS Concept Kaldemorgen bietet Anlegern einen Zugang zu dieser Strategie im Rahmen eines breit diversifizierten, risikogesteuerten Multi-Asset Portfolios.
Berechnung der Wertentwicklung nach BVI-Methode, d.h. ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages. Individuelle Kosten wie beispielsweise Gebühren, Provisionen und andere Entgelte sind in der Darstellung nicht berücksichtigt und würden sich bei Berücksichtigung negativ auf die Wertentwicklung auswirken. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Stand: Ende März 2025, Quelle: DWS International GmbH