Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
27.01.2026
Gold glänzt wieder – und so stark wie nie zuvor. Mit dem erstmaligen Überschreiten der Marke von 5.000 Dollar je Feinunze hat das Edelmetall ein neues Allzeithoch erreicht und seine Rolle als potenzieller „sicherer Hafen“ in einem zunehmend fragilen Umfeld eindrucksvoll bekräftigt.
Der jüngste Höhenflug des Goldpreises ist vor allem Ausdruck wachsender geopolitischer Spannungen. Neue politische Entwicklungen rund um Grönland, die Fragen der strategischen Kontrolle, internationaler Beziehungen und wirtschaftlicher Interessen berühren, haben an den Finanzmärkten für Verunsicherung gesorgt. In der Folge ist die Nachfrage nach als robust geltenden Anlagen deutlich gestiegen, wovon Gold besonders profitiert hat. In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit suchen viele Anleger verstärkt nach Absicherung – Gold rückt dabei erneut in den Fokus.
Rückenwind erhält der Goldpreis auch von der Nachfrageseite der Kapitalmärkte. Börsengehandelte, physisch gedeckte Gold-ETFs verzeichneten zuletzt anhaltend hohe Zuflüsse. Allein in Nordamerika wurden im Dezember rund sechs Milliarden Dollar investiert. 2025 summierten sich die Zuflüsse auf einen Rekordwert von etwa 51 Milliarden Dollar.[1] Dies deutet darauf hin, dass Gold nicht nur kurzfristig als Absicherung, sondern zunehmend auch als strategischer Portfoliobaustein genutzt wird.
Bereits die vorangegangene Rallye war von strukturellen Faktoren getragen: von sinkenden beziehungsweise volatilen Realzinsen, von Erwartungen geldpolitischer Lockerungen sowie von anhaltenden Käufen der Zentralbanken.[2] Während die Schmucknachfrage in Teilen Asiens angesichts hoher Preise gedämpft blieb, zeigte sich die Nachfrage nach Anlagegold insgesamt robust.[3] Die industrielle Verwendung spielte weiterhin eine untergeordnete, aber stabile Rolle.[4] Wichtig zu wissen: Auch Gold unterliegt Preisschwankungen. Gerade kurzfristig kann der Goldpreis deutlich volatil sein und zeitweise spürbar nachgeben.
Auffällig ist zudem die Entwicklung bei Goldminenaktien, die in der Vergangenheit teils überproportional vom steigenden Goldpreis profitiert haben. Sie bieten zwar Chancen auf zusätzliche Erträge, sind jedoch auch mit erhöhten Risiken verbunden – etwa durch steigende Förderkosten, geopolitische Unsicherheiten in Abbauregionen oder Währungseffekte. Breiter aufgestellte Gold- und Edelmetallfonds können helfen, diese Einzeltitelrisiken abzufedern.
Auch Silber bleibt im Gespräch. Das Metall bewegt sich weiterhin auf hohem Preisniveau, wird jedoch stärker von der industriellen Nachfrage geprägt – etwa aus den Bereichen Solarenergie, Batterietechnik und Elektronik. Das eröffnet Potenzial, erhöht zugleich aber die Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen und die Volatilität.
Insgesamt dürfte Gold weiter unterstützt bleiben – getragen von geopolitischen Risiken, hohen Kapitalzuflüssen und dem anhaltenden Bedürfnis vieler Anleger nach Stabilität. Damit erscheint Gold derzeit weniger als bloßes Sicherheitsnetz in unruhigen Zeiten, sondern zunehmend auch als strategischer Anker zur Diversifikation in einem anspruchsvollen Marktumfeld.