Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
11.09.2026
Die Nettokäufe der Zentralbanken erholten sich im zweiten Quartal deutlich und erreichten 289 Tonnen. Aufgrund des schwachen ersten Quartals lag die Nachfrage im ersten Halbjahr dennoch auf dem niedrigsten Niveau seit 2022. Polen kaufte am meisten Gold, während China das Tempo seiner gemeldeten Käufe erhöhte. Zugleich beabsichtigen Zentralbanken, ihre Käufe in den kommenden zwölf Monaten fortzusetzen. Auch hohe Staatsschulden, politische Spannungen und Zweifel an der Kaufkraft von Papierwährungen stärken Gold als Wertspeicher. Kurzfristig bleibt der Preis jedoch anfällig: Steigen Zinsen oder US-Dollar, verliert das unverzinste Edelmetall vorübergehend an Attraktivität. Im zweiten Quartal belasteten schwächere Goldpreise, höhere Inflations- und Zinserwartungen sowie ein festerer US-Dollar die Gold-ETFs. Die Nachfrage nach Barren und Münzen normalisierte sich nach zwei sehr starken Quartalen.[1]
Quelle: World Gold Council. Stand: 30.06.2026
Die Minen förderten im zweiten Quartal mit 966 Tonnen so viel Gold wie nie zuvor. Weitere 326 Tonnen stammten aus Recycling. Das weltweite Goldangebot blieb damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.[1]
Silber dient wie Gold als Edelmetall und Wertspeicher, hängt aber deutlich stärker von der industriellen Nachfrage ab. Es wird unter anderem in Solaranlagen, Elektronik und Stromnetzen eingesetzt. Damit profitiert Silber von Elektrifizierung und Energiewende, reagiert jedoch empfindlicher auf Konjunktursorgen. Gold ist eher der Stabilitätsbaustein, Silber zusätzlich ein Industriemetall.
Minenunternehmen fördern Edelmetalle, erzielen Umsätze und können Dividenden zahlen. Steigt der Goldpreis bei stabilen Kosten, können ihre Gewinne überproportional zulegen. Der Hebel wirkt jedoch auch umgekehrt: Höhere Energie- und Lohnkosten, politische Risiken oder Projektverzögerungen belasten die Profitabilität. Das Jahr 2026 begann mit Rekordgoldpreisen und hohen Cashflows, zugleich stiegen die Gesamtkosten der Produzenten. Der Iran-Konflikt und die Störungen im Nahen Osten verteuerten Energie, Treibstoff, Fracht und Betriebsmittel. Stromkosten und mögliche Dieselengpässe rückten besonders in den Fokus.
Anders als in früheren Boomphasen halten viele Goldproduzenten an strikter Kapital- und Kostendisziplin fest. Zahlreiche Unternehmen verfügen inzwischen über Netto-Cash-Positionen und geben einen erheblichen Teil ihrer Mittelzuflüsse über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Eigentümer zurück. Zugleich werden neue Projekte vorsichtiger geplant. Da neue Minen oft 15 bis 20 Jahre bis zur Produktion benötigen, lässt sich das Angebot nur langsam ausweiten.
Für Gold bleiben Zentralbankkäufe, geopolitische Unsicherheit, hohe Schulden und ein möglicher schwächerer US-Dollar wichtige Treiber. Rücksetzer sind nach der starken Entwicklung dennoch normal. Risiken bestehen insbesondere in einem Szenario steigender Realzinsen, geprägt von fallender Inflation und steigenden Nominalzinsen. Silber erhält zusätzlichen Rückenwind durch die industrielle Nachfrage, ist aber konjunkturabhängiger. Bei Minenunternehmen bleiben Qualität, Kostenkontrolle und solide Bilanzen entscheidend. Edelmetalle sind kein Allheilmittel, aber ein sinnvoller Diversifikationsbaustein in einem anspruchsvollen Marktumfeld.