07. Mai 2019 Aktien

Warum deutsche Aktien jedes Depot bereichern

Deutsche Unternehmen – altmodisch, unflexibel, wettbewerbsschwach? Mitnichten. Was deutsche Unternehmen auszeichnet und für Anleger interessant macht.

  • Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht weltweit für Innovation, Spitzentechnologie und hohe Produktivität.
  • Unternehmen vom inhabergeführten IT-Spezialisten bis zum börsennotierten Großkonzern finden hier ideale Voraussetzungen für erfolgreiche Geschäfte.
  • Am deutschen Aktienmarkt gibt es eine Vielzahl von Firmen, die in ihrem Bereich zur Weltspitze gehören. Ohne Hilfe von Wertpapierspezialisten ist es aber schwierig, die aussichtsreichsten Titel herauszufiltern.
4 Minuten Lesezeit

Man mag es ja kaum glauben. Aber Deutschland steht in Sachen Innovationsfähigkeit tatsächlich auf Platz 1[1], vor den USA und der Schweiz. Das ist das Ergebnis des Global Competitiveness Report 2018, in dem das Weltwirtschaftsforum jährlich die Wettbewerbsfähigkeit der Weltwirtschaft untersucht. Die Innovationsfähigkeit ist einer von zwölf Faktoren, die die Gesamtwettbewerbsfähigkeit eines Landes bestimmen. Auch in diesem Punkt schneidet Deutschland hinter den USA und Singapur auf Platz 3 sehr gut ab.

Sprungbrett zu den Märkten Mittel- und Osteuropas

Neben der Innovationsfähigkeit heben die Autoren der Studie vor allem die ökonomische Stabilität, den hohen Entwicklungsstandard der Wirtschaft und die exzellenten Fachkräfte in Deutschland hervor. Außerdem wissen die hier ansässigen Unternehmen die Infrastruktur mit dem gut ausgebauten Verkehrsnetz sowie die sicheren Rahmenbedingungen für Investitionen zu schätzen. Nicht zuletzt nimmt Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas eine Schlüsselrolle auf dem europäischen Binnenmarkt ein und gilt als Sprungbrett zu den Zukunftsmärkten in Mittel- und Osteuropa.

Chancenreiche Aktien aus der zweiten Reihe

Rückgrat des weltbekannten „Made in Germany“ bildet seit jeher der Mittelstand, also überwiegend kleinere und mittlere Unternehmen, aber auch inhaber- oder familiengeführte größere Firmen. Attraktive Unternehmen aus diesem Segment finden sich auch an der Börse. Neben den bekannten deutschen Weltkonzernen haben sie es aber häufig schwer, die Aufmerksamkeit von Anlegern auf sich zu ziehen. Und das, obwohl manche von ihnen sogenannte „Hidden Champions“ sind – heimliche Gewinner, die sich in bestimmten Nischen eine Spitzenposition erarbeitet haben.

Laut einer Wettbewerbsstudie des Weltwirtschaftforums hat Deutschland im internationalen Vergleich in puncto Innovationsfähigkeit die Nase vorn.

Aktiv gemanagte Fonds können Anlegern die schwierige Suche nach den aussichtsreichsten Aktien abnehmen.

Deutscher Aktienmarkt bietet breites Anlagespektrum

Rund 430 Unternehmen sind derzeit im General Standard[2] sowie im Prime Standard[3] der Deutschen Börse gelistet. Damit bietet der deutsche Aktienmarkt ein breites Anlagespektrum, das Investoren aus dem In- und Ausland zu schätzen wissen. Eine Orientierungshilfe im Börsendickicht bilden die unterschiedlichen Indizes, die die Wertentwicklung bestimmter Segmente abbilden. Darunter fallen etwa der TecDax[4], der SDax[5] der MDax[6] sowie der Dax , der die 30 größten deutschen Unternehmen hinsichtlich Börsenumsatz und Marktkapitalisierung beinhaltet.

Wegen der Vielzahl an Aktien ist es für Anleger jedoch schwierig, die besten Titel für das Depot zu finden. Hier können Aktienfonds mit aktivem Fondsmanagement ihre Stärken ausspielen. Sie sind in der Lage, einen Mehrwert für Anleger zu schaffen, der sich durch die reine Fokussierung auf Börsenindizes und damit auf Unternehmensgröße und Branchenzugehörigkeit nicht einstellt. So prüfen beispielsweise die Experten der DWS die Bilanzen der Unternehmen, analysieren die Marktchancen und wählen so die aussichtsreichsten Aktien aus.

Obwohl die Börse in den vergangenen Jahren ordentlich zugelegt hat, scheint genügend Potenzial für weitere Kursgewinne vorhanden zu sein. Zumal deutsche Aktien etwa im Vergleich zu ihren US-Pendants günstig bewertet sind. Das zeigt ein Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis / KGV (Verhältnis von Aktienkurs zu Netto-Jahresgewinn je Aktie). Es besagt, wie viele Jahresgewinne nötig sind, um den Preis einer Aktie zu bezahlen. Die 30 im Dax enthaltenen Firmen bringen es derzeit auf ein durchschnittliches KGV von 12,6[7], was deutlich unter der entsprechenden Kennzahl des Standard & Poor’s 500-Index von 16,8[7] liegt, der die 500 wichtigsten US-Firmen enthält.

Warum Anleger vermehrt auf deutsche Aktien setzen

Angesichts der langfristig guten Perspektiven, niedriger Zinsen und der Diskussion um die Zukunft der Rente haben sich in den vergangenen Jahren wieder vermehrt deutsche Anleger der Börse zugewandt. Die Zahl der Aktionäre ist 2018 das vierte Mal in Folge gestiegen und erreichte nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts DAI den höchsten Stand seit 2007. Vor allem die indirekte Anlage über Investmentfonds hat demnach spürbar zugenommen, während die Direktanlage zurückgegangen ist.

Im Vergleich zu ihren US-Pendants scheinen deutsche Aktien günstig bewertet zu sein.

Studien zeigen, dass für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont der Einstiegszeitpunkt auf dem Aktienmarkt in den Hintergrund rückt.

Untersuchungen haben übrigens gezeigt, dass langfristig das Timing, also der Zeitpunkt des Einstiegs in den Aktienmarkt, gar nicht so entscheidend ist. Wichtig ist, überhaupt dabei zu sein. Der Dax beispielsweise hat in den vergangenen 30 Jahren einen Wertzuwachs von 7,5 Prozent pro Jahr erzielt.[8]

Wertentwicklung des Dax in den vergangenen fünf Jahren

4/18 - 4/19 4/17 - 4/18 4/16 - 4/17 4/15 - 4/16 04/14 - 4/15
Dax -7,6 % 1,4 % 23,9 % -12,4 % 19,3 %

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung; Quelle: Bloomberg L.P., DWS International GmbH, Stand 03.04.2019.

Deshalb ist es in Anlehnung an ein bekanntes Sprichwort zum Pflanzen von Bäumen sicher nicht verkehrt zu sagen: Der beste Zeitpunkt, deutsche Aktien zu kaufen, war vor 30 Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt dürfte jetzt sein.

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Mehr entdecken

1. Word Economic Forum: The Global Competitiveness Report 2018, S.239. http://www3.weforum.org/docs/GCR2018/05FullReport/TheGlobalCompetitivenessReport2018.pdf

2. General Standard: Börsensegment, in dem die Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen an die Berichtspflichten erfüllen.

3. Prime Standard: Börsensegment, in dem die Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen an die Berichtspflichten erfüllen müssen und zusätzlich internationale Standards einhalten und Quartalsberichte oder Ad-hoc-Mitteilungen in Deutsch und Englisch veröffentlichen sowie Analystenkonferenzen abhalten.

4. Der TecDax spiegelt die Entwicklung der 30 größten Technologieunternehmen unterhalb des DAX wider.

5. SDax: Auswahlindex für kleinere Unternehmen

6. MDax: Index für 50 mittelgroße Unternehmen aus klassischen Branchen

7. Basierend auf 12-Monats-Gewinnschätzungen, Quelle: Datastream, Stand: 16.4.2019.

8. Quelle: DWS Investment GmbH, Stand: 15.01.2019

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