08. Mrz 2020 Marktausblick

Märkte im Spannungsfeld zwischen Aufschwung und Zinsangst

Marktausblick | Markt & Makro

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Wie hoch steigen die Zinsen noch? Diese Frage hat die Märkte in den letzten Wochen umgetrieben und für reichlich Verunsicherung gesorgt. Die Erwartung eines zyklischen Aufschwungs hat nicht nur den Zinsen einen Schub beschert. Auch bei den Rohstoffpreisen ging es steil nach oben. Verstärkt wurde dieser Trend durch das erwartete, 1,9 Billionen Dollar schwere Konjunkturpaket in den USA. Manche Marktteilnehmer sehen die Gefahr, dass dieser Stimulus die Inflationserwartungen und die realen Renditen in den USA weiter nach oben treiben wird, zumal vieles darauf hindeutet, dass die US-Konjunktur sich auch ohne diesen großen Impuls schnell erholen wird. Die DWS geht bei ihren Prognosen für die Anleihe- und die Aktienmärkte allerdings davon aus, dass sowohl die Inflation als auch die Renditen von Staatsanleihen nur temporär steigen und sich das Niedrigzinsumfeld weiter fortsetzen wird. Das Umfeld für Aktien, Unternehmensanleihen, asiatische Anleihen und ausgewählte Immobilienmärkte sollte deshalb positiv bleiben.

Weltwirtschaft: Wachstum nimmt weltweit an Fahrt auf

 

USA: Wirtschaftswachstum deutlich stärker als in Europa

  • Die Wachstumslücke zwischen den USA und Europa wird größer. Daran haben das große US-Fiskalpaket und ein deutlich schnellerer Fortschritt bei den Impfungen einen wesentlichen Anteil.

  • Eine Überhitzung von Seiten des Arbeitsmarkts dürfte in der Breite kaum drohen. Ende Januar lag die Zahl der Beschäftigten immer noch um 8,6 Millionen unter dem Niveau vor Ausbruch von Covid-19.

  • Wachstumsprognosen: 5,0 Prozent (2021) | 3,8 Prozent (2022).

Eurozone: Schleppender Fortschritt bei Covid-19-Impfungen verlangsamt Erholung

  • Wie schnell der Aufschwung kommt, hängt davon ab, wie erfolgreich die Impfungen gegen Covid-19 verlaufen. Die Eurozone hat hier gegenüber vielen anderen Ländern das Nachsehen.

  • Die Inflationsrate könnte bis zum Herbst in der Eurozone auf zwei, in Deutschland eventuell sogar auf drei Prozent steigen. Doch dieser Anstieg dürfte nur vorübergehend sein. Im Jahr 2022 dürfte sich die Inflation bei 1,5 Prozent einpendeln, erwartet die DWS.

  • Wachstumsprognosen: 3,5 Prozent (2021) | 4,5 Prozent (2022).

China: Wachstumsmotor der Weltwirtschaft

  • China ist und bleibt einer der Wachstumstreiber für die Weltwirtschaft, von dem exportorientierte Nationen wie Deutschland stark profitieren.

  • Die Handelsstreitigkeiten mit den USA bleiben ein dauerhafter Unsicherheitsfaktor. Eine moderatere Gangart von Präsident Biden ist nicht wahrscheinlich, aber mehr Berechenbarkeit.

  • Wachstumsprognosen: 8,7 Prozent (2021) | 5,5 Prozent (2022).



Japan: Profiteur des zyklischen Aufschwungs

  • Die Industrieproduktion in Japan ist im Januar dank der steigenden globalen Nachfrage nach Technologiegütern und elektronischen Produkten der erste Mal seit drei Monaten wieder gewachsen.

  • Japan dürfte unter den Industrienationen besonders von dem zyklischen Aufschwung profitieren.

  • Wachstumsprognosen: 2,5 Prozent (2021) | 3,0 Prozent (2022).

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