06. Aug 2020 Marktausblick

Tiefpunkt scheint durchschritten – doch zu früh für eine Entwarnung

Marktausblick | Markt & Makro

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Die Wachstumszahlen für das zweite Quartal 2020 waren desaströs. Die Wirtschaft in der Eurozone schrumpfte so stark wie noch nie einem Quartal (-12,1  Prozent). In den USA betrug der Rückgang minus 9,5 Prozent (auf das Quartal bezogen). Überraschend waren die Zahlen alles in allem nicht. Was für die Börsen zählt, ist der Blick nach vorne. Und da gibt es derzeit einige positive Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung rund um den Globus.

Das zeigt sich beispielsweise an den gestiegenen Einkaufsmanager-Indizes, die als eine der wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung gelten. Doch die Unsicherheit bleibt hoch. Steigende Corona-Ansteckungen könnten wieder zu stärkeren Einschränkungen im öffentlichen und im Wirtschaftsleben führen. Das für die Wirtschaft so wichtige Konsumentenvertrauen könnte leiden. Für eine Entwarnung scheint es derzeit definitiv zu früh zu sein.

USA: Unkontrollierter Anstieg der Infektionen die größte Gefahr

  • Der jüngste Anstieg bei den Corona-Infektionen sorgt für Unsicherheit in den USA. Die Frage, um die sich alles dreht: Wird die sich abzeichnende Erholung der Wirtschaft abgewürgt?

  • Die US-Notenbank Fed bleibt bei ihrer lockeren Geldpolitik und hat die Zinsen nahe an der Nulllinie gelassen. Unklar ist derzeit noch, wie hoch weitere fiskalische Impulse ausfallen werden.

Eurozone: Wirtschaft hat sich zuletzt deutlich stabilisiert

  • Die verbesserten Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor zeigen, dass die europäische Wirtschaft dabei ist, sich zu stabilisieren.

  • In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, hat sich das Konsumklima deutlich verbessert, der entsprechende GfK-Index für August stieg deutlich auf -0,3.

Japan: Herbe Einschnitte, trotz bisher guter Corona-Bilanz

  • Japan gehört bislang zu den Ländern, die mit recht moderaten Einschränkungen die Ausbreitung von Covid-19 gut in Schach halten konnten. Allerdings gab es unlängst wieder deutliche Zunahmen bei den Corona-Infektionen.

  • Die japanischen Exporte brachen im Juni um mehr als ein Viertel (-26,2 %) ein. Die Industrieproduktion stabilisierte sich dagegen und konnte im Juni etwas zulegen.

China: Erholung am weitesten fortgeschritten

  • China ist dem Rest der Welt in Sachen wirtschaftlicher Erholung einen Schritt voraus. Dank starker staatlicher Unterstützung meldet die Volksrepublik ein Wachstum von 3,2 Prozent im zweiten Quartal.

  • Ein weiteres Zeichen für die deutliche Erholung: Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor sprang auf ein 10-Jahres-Hoch (58,4).

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