Fondssparen

Kapital oder Kaufkraft? Das ist doch die K-Frage!

Soll eine Anlage das Kapital erhalten oder die Kaufkraft? Während die K-Frage in der Politik recht schwierig zu beantworten ist, liefert die DWS einfache Lösungen für Ihr Vermögen.

  • Festverzinsliche Anleihen wie Sparbuch, Tages- oder Festgeld erhalten zwar das Kapital, jedoch nicht die Kaufkraft.
  • Für den effektiven Vermögensaufbau gibt es zielführendere Anlageformen, z. B. das Fondssparen.
  • Wer seine Geldanlage langfristig plant, kann dabei das Risiko senken und die Chancen auf attraktive Renditen für die Altersvorsorge verbessern.
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K-Fragen haben im Jahr 2021 Konjunktur. In der Politik stellt man sich die Frage, wer der nächste Kanzler wird. Für Anleger ist allerdings eine ganz andere K-Frage relevant: Kapitalerhalt oder Kaufkrafterhalt?

Oder anders gefragt: Was ist es eigentlich, worauf es bei der Geldanlage wirklich ankommt? Ist es der Kapitalerhalt, also die Sicherheit, dass das angelegte Vermögen auf keinen Fall an Wert verliert? Dass also zum Beispiel 10.000 Euro nach Ablauf von 20 Jahren immer noch 10.000 Euro sind, und keinen Cent weniger? Oder geht es doch um mehr?

Um die K-Frage bei der Geldanlage zufriedenstellend zu beantworten, müssen wir uns einem anderen „K“ zuwenden: der Kante, besser gesagt der hohen Kante. Auf diese legen wir ja gerne den einen oder anderen Groschen, der übrigbleibt. Doch woher kommt der Begriff eigentlich? Glaubt man der Überlieferung, war die hohe Kante nichts anderes als ein Geheimfach im Bett-Baldachin wohlhabender Menschen. Hier verbergen sie ihr Vermögen nicht nur vor anderen, sondern auch vor sich selbst – ganz nach dem Motto: Was man nicht sieht, das gibt man auch nicht aus.

Mangels Baldachin packen wir Sparbeträge heute auf das inzwischen fast ebenso antiquierte Sparbuch, Tages- oder Festgeld. Die Grundidee ist ähnlich: Kapital wird selbsterzieherisch aus dem Sichtfeld geräumt. Außerdem – und das schafft kein Baldachin der Welt – erwarten wir für diesen selbst auferlegten Konsumverzicht eine Belohnung durch die Bank in Form satter Zinsen.

Soweit, so gut bzw. schlecht. Denn spätestens beim Begriff „satte Zinsen“ muss es Ihnen doch einen kleinen Stich versetzt haben? Satt machen die Zinsen heute wirklich niemanden mehr – zumindest nicht bei konservativen Anlageformen. In Anbetracht der Tatsache, dass etliche Institute heute Negativzinsen auf Sparguthaben berechnen*, wird sich mancher Anleger inzwischen sogar ernsthaft fragen, ob nicht doch der Baldachin der bessere Aufbewahrungsort wäre. Unter uns: Nein, ist er nicht. Denn egal, ob Sparbuch, Festgeld, Matratze oder Baldachin – Ihr Kapital wird hier zwar scheinbar erhalten, sein Wert jedoch nicht.[1]

Nicht vor Einbrechern oder sich selbst: Vor der Inflation müssen Sie Ihr Geld schützen!

Es ist Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen: Waren und Dienstleistungen werden im Lauf der Zeit einfach immer teurer. Stichwort: Inflation. Die merken wir in erster Linie schmerzlich an der Supermarktkasse. Und leider erst viel zu spät nach Jahren an unserem Sparbuchsaldo, wenn dieser nicht ausreichend oder vielleicht sogar negativ verzinst wird. Jahr für Jahr verliert er stetig an Wert, ein unauffälliger, schleichender und damit heimtückischer Prozess. Womit wir beim anderen „K“ angekommen wären: der Kaufkraft.

Um den Wert Ihres Vermögens langfristig zu schützen, sind das gute alte Sparbuch oder ähnliche Anlageformen nicht wirklich dafür geeignet. Und auch wenn 10.000 Euro nach zehn Jahren natürlich immer noch 10.000 Euro sind – die leider viel zu späte Erkenntnis ist dann bitter: Sie werden sich von diesem Geld später viel weniger leisten können. Oder anders ausgedrückt: Das Kapital wurde zwar erhalten, die Kaufkraft hingegen nicht. Für alle, die bis ins Alter ihren liebgewonnenen Lebensstandard erhalten wollen, liegt die Antwort der K-Frage – Kapitalerhalt oder Kaufkrafterhalt? – damit wohl auf der Hand.

DWS Fondssparen Keyvisual

Sparplan statt Sparbuch

Die Neunziger Jahre sind Geschichte

Diese Erkenntnis mag jetzt keine Überraschung sein. Betrachtet man jedoch die Statistik der beliebtesten Geldanlagen, dann scheint es, als ob viele Anleger daraus noch keine Konsequenzen gezogen hätten. Nach dem Girokonto nutzen rund 37 % der Befragten das Sparbuch, gefolgt von 28 % mit Investments in Renten- und Kapitallebensversicherungen sowie 27 %, die auf Bausparverträge schwören. Nach über 20 Jahren chronisch niedriger Zinsen mehr als verwunderlich. Denn keine dieser Anlageformen konnte seit 2000 der Inflation die Stirn bieten – im Gegenteil: Aus Kapitalerhalt resultiert Kaufkraftverlust. Und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern.

Vermögensaufbau, der seinem Namen gerecht wird

Wer hofft, sein Vermögen könnte nach Jahrzehnten auf Sparbuch & Co. noch genauso viel abwerfen, wird am Ende höchstwahrscheinlich enttäuscht – und Wünsche, wie eine Immobilie, ein Auto, die Unterstützung der Kinder oder die Vorsorge fürs Alter, rücken vielleicht in weite Ferne. Dabei sollte doch aus dem jahrelangen Konsumverzicht später etwas mehr Konsum werden, oder?

Sie haben Recht: Es wird Zeit für gute Nachrichten. Denn es gibt natürlich Wege, Ihr Vermögen nicht nur zu erhalten, sondern seinen Wert über die Jahre hinweg zu steigern und der Inflation dadurch ein Schnippchen zu schlagen. Zum Beispiel mit Fondssparen. Hier setzen Sie auf Geldanlagen, die langfristig mehr Renditechancen versprechen: Aktien-, Immobilien- oder Mischfonds sowie Fonds, die in höherverzinsliche Anleihen investieren. Wenn Sie im wahrsten Sinne des Wortes auf Rendite Wert legen, benötigen Sie auf den ersten Blick zwar eine gewisse Risikobereitschaft. Verglichen mit konservativen Anlageformen, die praktisch keinerlei Rendite bieten, erscheint dieses Risiko jedoch vertretbar und durchaus lohnenswert.

Und gerade bei langfristigen Investitionen ist es geringer als man denkt. Dies gilt sowohl für Formen, in denen Sie einmalig einen Betrag in einem Investmentfonds anlegen, als auch für Fondsparpläne bei denen regelmäßige Beiträge für den Vermögensaufbau genutzt werden. Letzteres ist schon mit einer Beitragshöhe von 50 Euro möglich.

Mit global investierenden Aktienfonds konnten Anleger in den letzten Jahren und insbesondere auch langfristig überzeugende Renditen erzielen. Wie die Tabelle zeigt, können die Renditen in den einzelnen Jahren sehr unterschiedlich sein. Die Anleger müssen auch bereit sein, Schwankungen in Kauf zu nehmen. 

 

Wertentwicklung einer Einmalanlage in Aktienfonds global 

Angaben sind Durchschnittswerte in Prozent. Stichtag: 30.04.2021.

1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre 25 Jahre 30 Jahre
kumuliert 25,1  32,7  51,1  118,7 121,9  99,3  462,6 687,1
p.a. 25,1  9,9  8,6  8,1  5,5  3,5  7,2  7,1

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Quelle: © BVI

Wertentwicklung Sparplan Aktienfonds Global 

Einzahlung pro Monat: 100 Euro. Ergebnisse berücksichtigen alle Fondskosten inklusive Ausgabeaufschlag. Angaben sind Durchschnittswerte der jeweiligen Fondsgruppe in Euro. Stichtag: 31.03.2021. 

Fondsgruppe 10 Jahre (eingezahlt: 12.000 €) 15 Jahre (eingezahlt: 18.000 €) 20 Jahre (eingezahlt: 24.000 €) 25 Jahre (eingezahlt: 30.000 €) 30 Jahre (eingezahlt: 36.000 €) 35 Jahre (eingezahlt: 42.000 €)
Aktienfonds global

18.336 €

8,2 %

32.872 €

7,6 %

48.634 €

6,6 %

72.365 €

6,4 %

116.689 €

7,0 %

178.393 €

7,2 %

Wertentwicklung in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Quelle: © BVI

Auch beim laufenden Sparen in Fonds lohnt es sich langfristig Durchhalten aus. Wer in den letzten 25 Jahren jeden Monat 100 EUR in einen globalen Aktienfonds gespart und somit in Summe 30.000 EUR eingezahlt hat, kann sich heute über 72.365 EUR auf seinem Depot freuen. Die Sparsumme wurde mehr als verdoppelt.

Sie wollen den Wert Ihres Vermögens über die Zeit erhalten? Dann sollten Sie aktiv werden. Denn: Am Ende zählt nicht das Kapital, sondern, was Sie sich damit kaufen können. Kaufkrafterhalt – oder besser noch Kaufkraftsteigerung – sind das Gebot der Stunde. Bleibt nur eines zu hoffen: Dass jede K-Frage so leicht und eindeutig zu beantworten wäre, wie diese.

Investitionen in Aktienfonds unterliegen Risiken, es kann zu einem Verlust des eingesetzten Kapitals kommen.

Sparplan statt Sparbuch

Wie Sie Irrtümer beseitigen und mehr mit Ihrem Geld machen können.

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1. Quelle: https://www.biallo.de/geldanlage/ratgeber/so-vermeiden-sie-negativzinsen/

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