05. Jun 2019 Fondssparen

Richtig Sparen mit Kindergeld

Wohin mit dem Kindergeld? Richtig angelegt – zum Beispiel in einen Fondssparplan – kann über die Jahre ein ganz stattlicher Betrag zusammenkommen.

5 Minuten Lesezeit

Ausgeben oder Sparen? Diese Frage stellt sich für viele Eltern auch beim Thema Kindergeld. Wer nicht darauf angewiesen ist, das Geld für Anziehsachen seines Sprösslings oder für Lebensmittel auszugeben, kann es zum Beispiel in einen Fondssparplan einzahlen und – wenn es gut läuft – über die Jahre ein kleines Vermögen ansparen. Doch der Reihe nach.

Wem steht Kindergeld zu?

Derzeit wird in Deutschland für rund 17 Millionen Kinder Kindergeld gezahlt. Einen Anspruch haben alle Eltern, deren Kinder – zu denen auch Pflegekinder, Stiefkinder oder Enkelkinder zählen – unter 18 Jahre alt sind, von den Eltern versorgt werden und in ihrem Haushalt leben. Für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren wird Kindergeld gezahlt, wenn diese sich zum ersten Mal in Ausbildung oder Studium befinden. Kindergeld gibt es auch bei Freiwilligendienst oder bei Arbeitslosigkeit bis zum 21. Lebensjahr.[1]

Wie hoch ist das Kindergeld?

Derzeit gibt es für das erste und zweite Kind ab Geburt 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und ab dem vierten Kind 225 Euro monatlich. Ab dem 1. Juli 2019 erhöht sich der Anspruch auf 204 Euro beziehungsweise 210 und 235 Euro.[1]

Mit dem Kindergeld ein Vermögen ansparen

Wer finanziell nicht auf das Kindergeld angewiesen ist, der kann es auf die hohe Kante legen und dem Nachwuchs später größere Wünsche erfüllen. Doch wohin mit dem Geld in Zeiten, in denen das Sparbuch kaum noch Zinsen abwirft? Eine gute Alternative können Fondssparpläne darstellen. Neben dem möglichen Wertzuwachs können die Kindergeld-Sparer auch vom Zinseszinseffekt profitieren. Dieser kommt etwa zum Tragen, wenn Erträge aus einer Anlage immer und immer wieder angelegt werden. Über die maximale Kindergeld-Dauer von 25 Jahren kann so aus den Einzahlungen von 61 200 Euro (204 Euro x 12 Monate x 25 Jahre) ein kleines Vermögen zustande kommen – und das ganz ohne eigenes Geld. Beispiel: Schon bei einer durchschnittlichen Verzinsung von drei Prozent (Annahme) käme, ohne Berücksichtigung von Kosten und Ausgabeaufschlag, die stattliche Summe von 91 213 Euro heraus – wenn der beispielhafte Zins von drei Prozent pro Jahr immer wieder angelegt worden wäre. Der reine Zinsertrag würde also 30013 Euro betragen.[2] Das Rechenbeispiel unterstellt, dass das Kindergeld über die Jahre gleich bleibt. Das erscheint allerdings eher unrealistisch. Wird, wie in der Vergangenheit üblich, eine jährliche Steigerung (Dynamik) der Kindergeld-Zahlungen von durchschnittlich 4,5 Prozent angenommen, dann würde der Endbetrag sogar noch höher ausfallen.

Beim Sparen gilt: je länger, desto besser

Aber was ist mit den Risiken eines Sparplans auf einen Aktienfonds? Keine Frage: Zwischenzeitliche Kursschwankungen an den Märkten gehen auch an einem Fondssparplan nicht spurlos vorbei. Verluste sind grundsätzlich jederzeit möglich. Allerdings spielt die Zeit für den Sparer: Je länger der Anlagehorizont, desto geringer war in der Vergangenheit die Gefahr, einen Verlust zu erleiden. Selbst bei einem Aktieninvestment war die Wahrscheinlichkeit für einen Verlust schon nach zehn Jahren sehr gering. Das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts für den DAX zeigt, dass in der Vergangenheit schon nach 15 Jahren Haltedauer kein Verlust mehr eintrat.[3]

Fondssparplan mit attraktivem Durchschnittskurs

Ebenfalls ein Argument für einen Sparplan: Durch die regelmäßigen Einzahlungen, kommt der sogenannte Durchschnittskosteneffekt – Cost-Average-Effekt – zum Tragen: Der Anleger kauft bei hohen Kursen weniger und bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile, wodurch sich ein attraktiver Durchschnittskurs ergibt und das Kindergeld für die Zukunft des Kindes oder der Kinder gut angelegt ist. Und noch ein Pluspunkt: Sollte es zu einem unvorhergesehenen finanziellen Engpass kommen, dann können die Sparraten auch mal für eine Zeit ausgesetzt werden.

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Mehr entdecken

1. Quelle: www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder

2. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

3. https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/renditedreieck/181231%20DAX-Rendite-Dreieck%2050%20Jahre%20Web.pdf

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