Fondssparen

Pizza „Molto Ritorno“

Zugegeben: Zwei Prozent Teuerungsrate pro Jahr – das klingt erst mal wenig. Aber ist es das wirklich? Unser Rechenbeispiel zeigt: Wer langfristig anlegen und zum Beispiel für die Rente sparen will, für den können zwei Prozent Wertverlust ganz schön teuer werden. Glauben Sie nicht? Dann ist es Zeit für einen Besuch beim Italiener.

  • Wer seinen Lebensstandard im Alter halten will, sollte frühzeitig über Vorsorge nachdenken.
  • Herkömmliche Anlageformen wie das gute alte Sparbuch lassen Ihr Geld aber nicht mehr effektiv genug für Sie arbeiten.
  • Um nicht nur das Kapital, sondern auch dessen Kaufkraft zu erhalten, sollte man auf erfolgversprechendere Anlageformen zurückgreifen. Eine Idee könnte das Fondssparen sein.
Lesezeit

Dürfen wir vorstellen: Jutta und Klaus, verheiratet, beide um die 40 Jahre alt, mittleres Einkommen. Dem Ehepaar geht es gut. Allerdings fragen sich die beiden, was sie tun können, um ihren Lebensstandard bis ins hohe Rentenalter erhalten zu können.

Zum Beispiel Essen gehen: Einmal im Monat gönnen sich Jutta und Klaus ein leckeres Abendessen bei ihrem Lieblingsitaliener „Luigi“. Das kostet für beide zusammen pro Besuch rund 70 Euro. Nehmen wir an, dass Luigi die Preise auf seiner Speisekarte gemäß einer angenommenen Inflationsrate von zwei Prozent regelmäßig angleicht. Nehmen wir weiter an, Jutta und Klaus gehen mit 65 in Rente und bleiben bis dahin ihrem Lokal und ihren Essgewohnheiten treu. Inzwischen schlägt ihr heißgeliebter Italo-Abend mit 115 Euro zu Buche, ist also um 45 Euro bzw. um rund 64 Prozent teurer geworden als vor 25 Jahren. Schuld daran ist der jährliche Preisanstieg, die Inflation.

Wenn Jutta und Klaus schlau sind, legen sie von heute an regelmäßig soviel zurück, dass sie sich ihre Pizza auch im Ruhestand noch leisten können. Doch wie viel genau ist das?

Ein kleines Rechenbeispiel „nach Art des Hauses“

Fangen wir ganz von vorne an und nehmen wir an, dass Jutta und Klaus nach ihrem Renteneintritt noch 25 Jahre lang bei Luigi speisen möchten. Dann wären sie 90 Jahre alt. Da Luigi seine Speisekarte ja auch während ihrer Rentenzeit an die Inflationsrate von zwei Prozent anpasst, steigt der Rechnungsbetrag ihres Dinners nach weiteren 25 Jahren auf fast 190 Euro. Um also nach ihrem Renteneintritt mit 65 weitere 25 Jahre einmal im Monat bei Luigi einkehren zu können, benötigen Jutta und Klaus zusammengerechnet rund 44.000 Euro.

Also fangen unsere beiden Feinschmecker das Rechnen an: Falls sie sich für eine unverzinste Anlageform entscheiden und nach dem Renteneintritt noch weitere 25 Jahre bei Luigi dinieren wollen, ohne weiter zu sparen, läge der Sparbeitrag zum Beispiel bei 150 Euro. Ganz schön viel, denken die beiden.

Ganz anders sieht die Rechnung aus, wenn sie zum Beispiel in einen Fondssparplan investieren und damit angenommen 4 Prozent[1] Renditechance pro Jahr erzielen könnten. Dank dem jährlichen Gewinn müssten sie dann nur knapp 85 Euro monatlich sparen, um den Verlust ihres Ersparten auszugleichen und so auch weiterhin nach Herzenslust Luigis Köstlichkeiten zu genießen. Absacker inklusive. Klingt das nicht schon viel besser?

Eine gute Verzinsung heute ist die gute Weinbegleitung von morgen

Die Überlegung dahinter ist eigentlich ganz einfach: Wer sich auch später noch etwas leisten will, muss nicht nur vorsorgen, sondern dabei auch bedenken, dass das angesparte Kapital mit der Zeit an Wert verliert. Durch die fortschreitende Geldentwertung sind 10.000 Euro in 25 Jahren schlichtweg weniger wert. Ein Sparer, der in dieser Zeit keinerlei Zinsen erwirtschaftet, kann sich davon also weniger kaufen als heute. Oder anders gesagt: Einfach nur Geld zurückzulegen, reicht unter Umständen nicht, wenn später noch genauso viel auf dem Teller (und im Weinglas) landen soll.

Die meisten Menschen legen ihr Vermögen an, um mit der laufenden Verzinsung das Ersparte ordentlich wachsen zu lassen. Nur: Für die gängigen Anlageformen wie Spar, Tages- oder Festgeldkonten liegen die Renditen schon seit langem im Argen. Manche Banken berechnen inzwischen sogar Negativzinsen für Sparguthaben, bestrafen Ihre Kunden also sogar, anstatt den Sparwillen zu belohnen. Was also tun?

Jutta und Klaus wissen zum Glück, dass es Alternativen gibt, um Sparbeiträge gewinnbringend investieren zu können. Die Rede ist vom Fondssparen. Vor allem viele Aktienfonds erwirtschaften jährliche Renditen, die teilweise deutlich über den vier Prozent[1] liegen, die Klaus und Jutta für ihre Ersparnisse anstreben. Damit lässt sich nicht nur eine Teuerung von zwei Prozent locker aushalten – es bleibt sogar noch etwas übrig. Unser Feinschmecker-Ehepaar ist vor der Rente nicht bange. Stattdessen freuen sie sich schon auf ein leckeres Tiramisu zum Nachtisch.

Es kann keine Zusicherung gegeben werden, dass die in Aussicht gestellten Anlageziele erreicht werden

Weitere Themen

Fondssparen

Kapital oder Kaufkraft? Das ist doch die K-Frage!

Soll eine Anlage das Kapital erhalten oder die Kaufkraft? Während die K-Frage in der Politik recht schwierig zu beantworten ist, liefert die DWS einfache Lösungen für Ihr Vermögen.
Fondssparen

Fondssparen – wie geht das?

Wie Sparen geht, ist bekannt. Fondssparen funktioniert im Prinzip ähnlich, nur dass dabei die kleinen Sparbeiträge in einen Fonds fließen und der Anleger auf Wertsteigerungen hoffen darf.
Aktien

Aktienfonds

Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, der in eine Vielzahl von Aktien investiert. Dadurch reduziert sich das Verlustrisiko: Gewinne der einen Aktie können Rückschläge bei einer anderen ausgleichen.
Mehr entdecken

1. Es kann keine Zusicherung gegeben werden, dass die in Aussicht gestellten Anlageziele erreicht werden

CIO View