Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
1. Was kennzeichnet offene Immobilienfonds?
2. Wie kann ein Anleger von offenen Immobilienfonds profitieren?
3. Wie sicher ist ein offener Immobilienfonds?
4. Welche Investitionskriterien wie Mindestlaufzeiten und Rückgabefristen sind zu beachten?
5. Für wen können sich offene Immobilienfonds eignen?
Als Sachwerteinvestments sind Immobilien für viele Anleger eine interessante Vermögensklasse. Sie gelten beispielsweise im Vergleich mit Aktieninvestments als risikoarm und können der Inflation entgegenwirken. Gleichwohl sind Immobilien in Ballungszentren oft unerschwinglich teuer, das gilt insbesondere für Gewerbeimmobilien. Und wer die finanziellen Mittel hat, steht vor der schwierigen Aufgabe, aussichtsreiche Objekte zu finden.
Eine Lösung für beides können offene Immobilienfonds bieten. Sie ermöglichen es Anlegern, sich an einem gemeinsamen Topf, dem Fonds zu beteiligen und das Erstellen und Managen dieses Topfes bzw. Portfolios Profis zu überlassen. Schon ab rund 50 Euro ist der Einstieg möglich. Auch regelmäßiges Investieren mit einem Fondssparplan ist bereits mit geringen Beträgen möglich.
Von dem Geld, das die Anleger gemeinsam in den Fonds einzahlen, kauft der Fondsmanager verschiedene Immobilien. Anteilseigner können dann von den potenziellen Erträgen aus Mieteinnahmen sowie Wertsteigerungen der im Fonds enthaltenen Immobilien partizipieren. Weitere Renditechancen ergeben sich beim erfolgreichen Verkauf einzelner Objekte. Fonds investieren in der Regel in Immobilien verschiedener Nutzungsarten, also beispielsweise in Bürogebäude, Lagerhäuser, Logistikzentren, Wohngebäude, Hotels oder Shopping-Arkaden, mit jeweils unterschiedlicher Größe und verschiedenen Mietern, und auch regional in verschiedenen Städten, Regionen und Ländern. Die breite Streuung kann helfen, Risiken zu reduzieren.
Offene Immobilienfonds bieten Chancen, sind aber auch mit gewissen Risiken verbunden. Ihre Wertentwicklung hängt von der Entwicklung der jeweiligen Immobilienmärkte ab. Weitere Risiken umfassen Vermietungs- und Bewertungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungskursrisiken und Risiken aus Währungskursabsicherungsgeschäften[1]. Zudem können die Anteilswerte eines Anlegers unter den Einstandspreis[2] fallen, zu dem er sie erworben hat.
Offene Immobilienfonds investieren jedoch meist in verschiedene Regionen und Nutzungsarten wie zum Beispiel Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen, Bürogebäude, Lagerhäuser, Logistikzentren, Wohngebäude, Hotels oder Einkaufszentren. Durch diese breite Streuung lässt sich das Anlagerisiko minimieren, weil etwaige Wertverluste oder Mietausfälle bei einzelnen Immobilien oder in einzelnen Branchen und Regionen durch andere sich potenziell positiv entwickelnde Objekte im Portfolio ausgeglichen oder im besten Fall überkompensiert werden können. Weitere Aspekte, die Fondsmanager bei der Auswahl der Investitionsobjekte berücksichtigen, sind Größe und Alter der Immobilie, Branchen- und Mietermix sowie Laufzeiten der Mietverträge.
Auch stehen Immobilienunternehmen zunehmend in der Pflicht, ESG-Kriterien bei Umweltschutz (E für Environment), Sozialstandards (S für Social) und guter Unternehmensführung (G für Governance) zu beachten. Damit gewinnen Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen wie etwa die physischen Auswirkungen des Klimawandels auf bestimmte Immobilienstandorte oder Gebäude an Relevanz.
Anleger, die ihre Anteile nach dem 21. Juli 2013 erworben haben, müssen ihre Anteile mindestens zwei Jahre halten, bevor sie diese an die Fondsgesellschaft zurückgeben können. Zudem ist eine einjährige Kündigungsfrist zu beachten. Dies ist eine gesetzliche Vorgabe im Kapitalanlagegesetzbuch, die vermeiden soll, dass es zu einem Liquiditätsengpass kommt, falls viele Anleger gleichzeitig in kurzer Zeit ihr Geld zurückwollen. Diese vor einigen Jahren eingeführten Haltefristen dienen somit als Risikopuffer.
Wer kurzfristig aussteigen muss, hat die Option, ohne Beteiligung der Fondsverwaltung seine Anteile an der Börse zu veräußern. Allerdings ist das häufig mit einem Abschlag gegenüber dem offiziellen Rückkaufswert der ausgebenden Fondsgesellschaft verbunden.
Offene Immobilienfonds können sich besonders für Anleger mit geringer Risikobereitschaft eignen, die langfristig orientiert sind. Als Faustregel gilt ein Investmenthorizont von fünf Jahren. All ihre Ersparnisse sollten Anleger dennoch nicht in solchen Fonds anlegen.
Vielmehr ist es ratsam, offene Immobilienfonds als Beimischung zu nutzen. Da die Wertentwicklung der Immobilienmärkte relativ unabhängig von den übrigen Kapitalmärkten ist, können sie zu einem ausgewogenen Depot beitragen.