Wie Sparen geht, ist bekannt. Es wird immer wieder etwas Geld zur Seite gelegt und mit der Zeit wird daraus ein schönes Sümmchen. Fondssparen funktioniert im Prinzip ähnlich, nur dass dabei die kleinen Sparbeiträge in einen Fonds fließen und der Anleger auf Wertsteigerungen hoffen darf.

1. Wie funktioniert Fondssparen?

Einen Fondssparplan bei einer Fondsgesellschaft oder einer Bank eröffnet, dann wird auch schon gespart, zum Beispiel für monatlich 100 Euro. Dieser Betrag wird monatlich in den gewählten Fonds investiert. Gekauft wird immer, egal wie stark die Kurse an den Märkten schwanken. Dieses disziplinierte Vorgehen hat für den Anleger den Vorteil, sich nicht tiefergehend mit den Schwankungen an der Börse beschäftigen zu müssen.

Schon ab einem monatlichen Sparbetrag von 50 Euro kann über die Jahre eine beträchtliche Summe für die Altersvorsorge zusammenkommen - auch dank des Zinseszinseffekts oder Wertsteigerungen. Anders als Sparbuch und Co, die im aktuellen Zinstief nur magere Renditen abwerfen, können Fondssparpläne dabei gute Dienste leisten.

Schon ab einem monatlichen Sparbetrag von 50 Euro kann über die Jahre eine beträchtliche Summe für die Altersvorsorge zusammenkommen - auch dank des Zinseszinseffekts oder Wertsteigerungen. Anders als Sparbuch und Co, die im aktuellen Zinstief nur magere Renditen abwerfen, können Fondssparpläne dabei gute Dienste leisten.

2. Welchen Fragen müssen bei einem Fondssparplan vorab geklärt werden?

Fondssparen ist so etwas wie ein All-inclusive-Urlaub für Anleger. Im Prinzip muss sich ein Fondssparer nur um wenig kümmern. Zu Beginn der Ansparphase muss ein Fonds entsprechend den persönlichen Vorstellungen ausgesucht werden. Soll beispielsweise weltweit, europaweit oder nur in Deutschland angelegt werden? Sollen Dividendenaktien im Fokus stehen oder eher Wachstumswerte?

Sind diese Fragen geklärt, muss nur noch bei einer Fondsgesellschaft oder einer Depotbank ein Fondssparplan eingerichtet werden: Gewünschten Sparbetrag bestimmen und festlegen, ob jeden Monat oder beispielsweise alle drei Monate ein bestimmter Betrag gespart werden soll, und es kann losgehen.

3. Haben Fondssparpläne eine feste Laufzeit?

Nein, haben sie nicht. Grundsätzlich sind Fondssparpläne nicht zeitlich begrenzt. Es gibt also keinen End- oder Auszahlungszeitpunkt wie beispielsweise bei Lebensversicherungen. Sparpläne können jederzeit beendet werden.

4. Ist das Geld aus Fondssparplänen auch kurzfristig verfügbar?

Ja, das ist es. Grundsätzlich empfehlen sich Fondssparpläne zwar für langfristiges, regelmäßiges Sparen. Sollte aber einmal ein finanzieller Engpass auftreten, können die mittels eines Sparplans gekauften Fondsanteile auch jederzeit wieder verkauft werden. Anleger sind hier flexibel.

5. Sind Verluste bei Fondssparplänen möglich?

Beim Fondssparen wird das Geld in Aktien, Zinsanlagen oder Immobilien angelegt. Da die entsprechenden Märkte schwanken und nicht immer nach oben gehen, sind bei Fondssparplänen Verluste möglich. Allerdings: Je länger der Anlagehorizont, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende für den Anleger ein Verlust herauskommt.

Histronische Wahrscheinlichkeit, mit der einem Sparplan auf den DAX einen nominalen Gewinn zu erwirtschaften

Quelle: Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) "Lebensstandard im Alter sichern – Rentenlücke mit Aktien schließen", Dezember 2016

6. Investiert ein Fondssparplan auch, wenn an der Börse die Kurse (steil) fallen?

An der Börse ist es besonders wichtig, die Phasen steigender Kurse mitzumachen. Wer diese verpasst, muss bei der Durchschnittsrendite in der Regel empfindliche Einbußen oder sogar Verluste hinnehmen. Selbst wenn der Ausstieg am Kurshoch gelungen sein sollte, was nur selten der Fall ist, glückt dann auch wieder der Einstieg am Tief? In oder nach Panikphasen zuzugreifen kostet viel Überwindung, die nur die Wenigsten aufbringen. Doch häufig geht es gerade unmittelbar nach einem Ausverkauf besonders steil aufwärts mit den Kursen. Mit einem Fondssparplan profitiert ein Anleger automatisch vom ersten Kursschub einer neuen Aufwärtsbewegung.

7. Was ist der Cost-Average-Effect?

Sind die Kurse gerade auf einem Hoch oder schon niedrig genug? Droht womöglich bald die nächste Krise? Was ist mit der Konjunktur, was machen die Notenbanken? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu investieren? Fondssparer brauchen sich über derartige Fragen nicht den Kopf zerbrechen. Sie kaufen kontinuierlich zu einem vorher festgelegten Betrag. Rein rechnerisch werden dadurch bei tiefen Kursen mehr Anteile erworben als bei hohen Notierungen. Das kann später ein Plus bei der Durchschnittsrendite bringen, was als Cost-Average-Effect bezeichnet wird.

8. Wie sicher ist ein Fondssparplan?

Fondsgesellschaften werden vom Gesetzgeber äußerst umfassend reguliert. Gerät beispielsweise eine Fondsgesellschaft in Schwierigkeiten, ist das angesparte Vermögen davon nicht betroffen, da es sogenanntes Sondervermögen ist. Hinzu kommt, dass ein Fondssparer jederzeit über sein Angespartes verfügen kann. Es gibt in der Regel keine Sperrfristen oder Mindesthaltedauern. Eine Ausnahme sind hier offene Immobilienfonds, für die spezielle Regeln gelten.

So viel wurde in 20 Jahren aus 100 Euro monatlich

Quelle: BVI, Stichtag: 31.12.2016; Kalkulation inkl. Ausgabeaufschläge; Angaben in Euro;
Grafik: FONDS professionell

9. Für wen eignet sich ein Fondssparplan?

Fondssparen eignet sich für alle mittel- bis langfristigen Sparziele. Ein Paradebeispiel ist die Altersvorsorge, bei der es besonders wichtig ist, regelmäßig zu sparen, ohne sich ständig um die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kümmern zu müssen. Fondssparpläne sind aber auch für viele andere Bereiche sinnvoll, beispielsweise um für die Ausbildung der Kinder ein Polster anzusparen oder eine Immobilie zu erwerben.

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