20. Feb 2019 Dividende

Richtig sparen mit Dividenden

Sind Dividenden wirklich eine Art Zins? Nein, doch auch mit Dividenden lässt sich gut sparen.

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Was ist der Unterschied zwischen Dividenden und Zinsen? Vereinfacht gesagt: Auf Zinsen besteht ein gewisser Anspruch, auf Dividenden jedoch nicht. Dividenden sind gekoppelt mit einer Aktie, also einem Anteil am Eigenkapital eines Unternehmens. Eine Unternehmensanleihe, für die ein Zins gezahlt wird, ist dagegen Fremdkapital. Während sich der Eigenkapitalgeber – also der Aktionär – am Unternehmen beteiligt, gibt der Anleihekäufer quasi einen Kredit. Daraus ergeben sich unterschiedliche Rechte, aber auch Chancen für Sparer.

Dividenden sind Unternehmensgewinne

Dividenden sind im Prinzip ausgeschüttete Unternehmensgewinne. Das heißt: wenn es keinen Gewinn gibt, dann gibt es auch keine Dividende. Natürlich könnte ein Unternehmen seine Rücklagen, sofern vorhanden, auflösen oder einen Kredit aufnehmen, um Dividenden auszuzahlen. Allerdings ist das eher die Ausnahme. Grundsätzlich ist ein Unternehmen aber daran interessiert seine Anteilseigner – sprich: seine Aktionäre – durch fortlaufende und vielleicht auch steigende Dividendenzahlungen bei Laune zu halten – zur Freude des Sparers.

Junge Unternehmen zahlen oft keine Dividende

Unternehmen schütten deshalb einen Teil der erwirtschafteten Gewinne an ihre Aktionäre aus. Entschieden wird darüber in der Hauptversammlung auf Vorschlag des Vorstands durch die Aktionäre. Es kommt auch vor, dass keine Dividenden ausgeschüttet werden –  etwa wenn sich ein Unternehmen in einer Wachstumsphase oder Investitionsphase befindet. Dann wird der erwirtschaftete Gewinn verwendet, um beispielsweise die Marktposition zu stärken. Häufig ist das bei jungen oder dynamischen Unternehmen der Fall.

Dividenden-Höhe nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal 

Ein Unternehmen, das keine Dividende zahlt, muss daher nicht per se qualitativ schlecht sein. Umgekehrt ist eine Aktiengesellschaft, die ordentliche Dividenden ausschüttet oder eine attraktive Dividenden-rendite aufweist – diese errechnet sich aus dem Verhältnis der Dividende zum Aktienkurs –  nicht immer ein Vorzeigeunternehmen. Im Gegenteil, eine stattliche Dividendenrendite kann auch ein Hinweis auf bevorstehende wirtschaftliche Probleme sein – etwa wenn der Aktienkurs schon stark gefallen ist, aber die Ausschüttungen aufgrund der Gewinne der Vergangenheit, noch hoch sind.

Dividenden könnten eine gute Spar-Alternative sein

Dividenden als Alternative zum Zins

Auch wenn Dividenden Zinsen nicht eins zu eins ersetzen, so könnten vielversprechende Dividenden-Titel doch eine gute Spar-Alternative sein, wenn das Zinsniveau aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten sehr niedrig ist – so wie derzeit. Die durchschnittliche Dividenden-Rendite im DAX lag im Dezember 2018 zum Beispiel bei 3,6 Prozent, was mit Zinsanlagen im aktuellen Zinstief bei Weitem nicht erreicht werden kann.[[DISCLAIMER:Quelle: Bloomberg Finance L.P., FactSet Research Systems Inc.; Stand: 19.12.2018; Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.]] Praktisch: Wenn Sparer ihren Fondssparplan mit Dividendenfonds bestücken, können sie auch in einer Zinsflaute bequem Vermögen aufbauen und somit auch Zinseszinseffekte (Sparen ohne Zins, geht das?) nutzen. 

CRC 063783 (01/2019)

Keine Ausreden mehr, Schluss mit der Aufschieberei. 

Los gehts!

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