Offene Immobilienfonds sind Investmentfonds, bei denen Investoren in einen Topf einzahlen, aus dem mehrere Immobilien gekauft werden. Ziel ist, aus der Vermietung oder dem Verkauf der Objekte Renditen zu erwirtschaften. Offene Immobilienfonds investieren in der Regel in verschiedenen Städten, Regionen und Ländern und setzen meist auf Bürogebäude, Lagerhäuser, Logistikzentren oder Shopping-Arkaden. Vorteil: Anleger können bereits mit überschaubaren Beträgen Miteigentümer an vielversprechenden Immobilien werden.

1. Warum offene Immobilienfonds?

Attraktive Immobilien in Ballungszentren sind für viele Privatanleger unerschwinglich teuer, besonders wenn es sich dabei um Gewerbeimmobilien handelt. Und selbst wenn ein Anleger über die finanziellen Mittel verfügen sollte, ist es generell schwierig die richtige Immobilie zu finden oder aus einem Pool von Objekten das passende auszuwählen. Dennoch stellen Immobilien als Sachwerte oft eine sehr spannende Vermögensklasse (Asset Class) dar. Was liegt da näher, als sich mit anderen Anlegern zusammenzuschließen und die Immobilien professionell managen zu lassen?

2. Wie profitiert ein Anleger von offenen Immobilienfonds?

Anleger profitieren von Mieterträgen und Wertsteigerungen der in den Fonds enthaltenen Immobilien.

3. Was ist denn ein geschlossener Immobilienfonds?

Bei geschlossenen Immobilienfonds wird in der Regel Kapital für ein ganz konkretes Projekt eingesammelt. Ist das Projekt finanziert, wird der Fonds geschlossen. Die Kapitalrückzahlung erfolgt erst nach einer bestimmen Frist. Bei einem Investment in einen geschlossenen Immobilienfonds handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung mit dem Risiko eines Totalverlustes oder sogar von Nachschusspflichten.

4. Wie sicher ist ein offener Immobilienfonds?

Offene Immobilienfonds bieten Chancen, sind aber nicht ohne Risiken zu haben: Ihre Wertentwicklung ist abhängig von der Entwicklung der jeweiligen Immobilienmärkte. Die Anteilswerte können unter den Einstandspreis fallen, zu dem ein Anleger den Anteil erworben hat. Beispiele für mögliche Risiken sind: Vermietungs- und Bewertungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungskursrisiken und Risiken aus Währungskursabsicherungsgeschäften. Da offene Immobilienfonds in der Regel breit streuen – etwa nach dem den Standort, der Nutzungsart, der Größe und nach dem Alter der Immobilie, dem Branchen- und Mietermix sowie nach den Laufzeiten der Mietverträge, machen sie sich unabhängiger von den Entwicklungen einzelner Länder, Wirtschaftsbranchen und Unternehmen und reduzieren damit auch dazu Risiko.

5. Hat ein offener Immobilienfonds eine bestimmte Laufzeit?

Bei einem offenen Immobilienfonds gibt es keine Laufzeiten. Anleger können im Prinzip jederzeit ihre Anteile an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Bis Mitte 2013 war das auch sehr kurzfristig möglich. Aktuell gilt es für Anleger ein paar Regeln zu beachten.

6. Welche Rückgabefristen gibt es bei offenen Immobilienfonds?

Anteile müssen vor Rückgabe mindestens zwei Jahre gehalten werden. Darüber hinaus gibt es eine einjährige Kündigungsfrist. Der Ausstieg aus einem offenen Immobilienfonds will somit geplant sein. Der Grund für diese Einschränkung: Wollen viele Anleger in kurzer Zeit ihr Geld zurück, kann das zu einem Liquiditätsengpass beim Fonds führen. Deshalb hat der Gesetzgeber mit den Haltefristen einen Puffer eingeführt.

7. Für wen sind offene Immobilienfonds geeignet?

Offene Immobilienfonds sind eine flexible Möglichkeit, schon mit kleinen Summen von rund 50 Euro breit gestreut in Immobilienanlagen zu investieren. Allerdings ist es nicht ratsam, seine ganzen Ersparnisse in einen solchen Fonds anzulegen. Als Beimischung sind sie im Prinzip für alle Privatanlegergruppen geeignet, allerdings sollten Anleger ein wenig Geduld mitbringen: Als Faustregel gilt ein Anlagehorizont von fünf Jahren. Auch Sparpläne sind möglich.

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